KI-basierte Wissensvermittlung in der Schule
Evidenzbasierte Medienpädagogik und kritische KI-Readiness
DOI:
https://doi.org/10.21243/mi-04-25-17Schlagworte:
Digitaler Kapitalismus, Schulen, Digital Gap, Medienpädagogik, evidenzbasierte Verfahren, kritische KI-ReadinessAbstract
Der Beitrag analysiert das Verhältnis von Digitalem Kapitalismus, staatlichen Schulen und den Möglichkeiten einer evidenzbasierten Medienpädagogik. Im Zentrum stehen die Effekte des KI-basierten Kapitalismus auf Schüler*innen und Schulen sowie die Möglichkeiten der Medienpädagogik, eine kritische KI-Readiness zu fördern. Die Analyse zeigt, dass die radikale Demokratisierung kultureller Teilhabe bei wachsender Dominanz der Plattformökonomie öffentliche Schulen vor erhebliche Herausforderungen stellt. Die durch die Plattformökonomie geprägten Lebenswelten der Schüler*innen entfernen sich zunehmend von den organisationalen Welten der Schulen. Zugleich stellt sich die Frage, wie der Entkopplungsdynamik zwischen schulischer Erziehung und KI-basierter Sozialisation sowie dem Spannungsfeld zwischen Bildungsneutralität und KI-Bias begegnet werden kann. Eine empirische Studie weist die Entkopplungsdynamik nach und belegt einen dreifachen „Digital Gap“. Die Ergebnisse verdeutlichen: Schulen und Lehrkräfte sind von einer kritischen KI-Readiness noch weit entfernt. Abschließend wird aufgezeigt, wie Medienpädagogik zur kritischen Aufklärung über die Funktions- und Wirkweisen des KI-dominierten digitalen Kapitalismus beitragen, einen reflektierten KI-Umgang fördern, soziale Ungleichheiten abmildern und Schulen darin unterstützen kann, Schutzwälle gegenüber der allfälligen Instrumentalisierung von KI und Medien durch Konzerne der Plattformökonomie aufzubauen.
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