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            <titleStmt>
                <title type="main" xml:lang="de">Elfriede Gerstls <q rend="single-qm"
                        >Arbeitsjournal</q> von 1955</title>
                <author>
                    <name>
                        <forename>Konstanze</forename>
                        <surname>Fliedl</surname>
                    </name>
                    <affiliation>Universität Wien</affiliation>
                    <email>konstanze.fliedl@univie.ac.at</email>
                    <idno type="ORCID">0000-0002-4277-6953</idno>
                </author>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Wiener Digitale Revue</publisher>
                <date>2020</date>
                <availability>
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"><p>For this
                            publication, a Creative Commons Attribution 4.0 International license
                            has been granted by the author(s), who retain full
                        copyright.</p></licence>
                </availability>
                <idno type="DOI">10.25365/wdr-01-02-03</idno>
                <idno type="URL"
                    >https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2926</idno>
            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <title>Wiener Digitale Revue</title>
                <biblScope unit="issue">1</biblScope>
                <idno type="ISSN"/>
            </seriesStmt>
            <sourceDesc>
                <p>born digital</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc>
            <langUsage>
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            </langUsage>
            <textClass>
                <keywords xml:lang="de">
                    <term xml:lang="de">Elfriede Gerstl</term>
                    <term xml:lang="de">Aufzeichnungen</term>
                    <term xml:lang="de">Diaristik</term>
                    <term xml:lang="de">Nachlass</term>
                </keywords>
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            <textClass>
                <keywords xml:lang="en">
                    <term xml:lang="en">Elfriede Gerstl</term>
                    <term xml:lang="en">notations</term>
                    <term xml:lang="en">diaristics</term>
                    <term xml:lang="en">literary estate</term>
                </keywords>
            </textClass>
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                <change when="2021-12-09">Version 2: "Theater an der Josefstadt" zu "Theater in der Josefstadt" geändert</change>
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        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text>
        <front>
            <div type="abstract" xml:lang="de">
                <p>Eine Notiz von Elfriede Gerstl aus dem Jahr 1991 lautet: <q rend="double-qm"
                        >Tagebücher sind zwar Dokumente der Zeit, aber immer auch Dokumente
                        persönlichen Unglücks.</q> Wohl auch aus diesem Grund hat Gerstl kein
                    Tagebuch im eigentlichen Sinn geschrieben, obwohl sie dennoch datierte
                    Aufzeichnungen geführt hat. Die frühesten stammen aus den Jahren 1954/55. Sie
                    lassen sich am ehesten als <q rend="single-qm">Arbeitsjournal</q> bezeichnen: Es
                    sind Prosaskizzen und lyrische Versuche, die korrigiert und mitunter in Hinblick
                    auf eine Veröffentlichung durchaus nachdrücklich redigiert worden sind. Sie
                    zeigen sowohl zeitgenössisch typische wie poetisch-witzige Formen der
                    Vergangenheitsbewältigung, der Erinnerung und der Selbstreflexion.</p>
            </div>
            <div type="abstract" xml:lang="en">
                <p><title>Elfriede Gerstl’s work journal of 1955</title>: A note by Elfriede Gerstl
                    from 1991 says: <q rend="double-qm" xml:lang="en">Diaries may be documents of
                        their time, but they always are documents of personal tragedy, too.</q>
                    As Konstanze Fliedl states in her contribution, this may be one of the reasons
                    Gerstl did not keep a diary in the proper sense, although she still kept dated
                    notes. The earliest ones date from the years 1954-55. They may best be
                    characterized as <q rend="single-qm" xml:lang="en">work journal</q>: They
                    include prose sketches and lyrical attempts that were corrected and sometimes
                    emphatically revised for publication. They present some forms of coming to terms
                    with the past, of remembering and self-reflection that are typical of their
                    time, but also poetic-witty ones.</p>
            </div>
        </front>
        <body>
            <div xml:id="wdr01_02-01_01">
                <p>Eine Notiz von Elfriede Gerstl aus dem Jahr 1991 lautet: <quote
                        source="#ref_gerstl2017-145">Tagebücher sind zwar Dokumente der Zeit, aber
                        immer auch Dokumente persönlichen Unglücks.</quote>
                    <ref type="bibl" target="#gerstl2017" xml:id="ref_gerstl2017-145"
                        rend="brackets">Gerstl 2017: 145</ref><note xml:id="endnote_01"><p>Mein Dank
                            gilt Herbert J. Wimmer für seine freundliche Zustimmung zur Wiedergabe
                            bisher unveröffentlichter Texte aus Elfriede Gerstls Nachlass. Martin
                            Wedl danke ich für die Überlassung von Transkripten, Christa Gürtler für
                            zahlreiche Informationen zur Werkedition.</p></note> Wohl auch aus
                    diesem Grund hat Gerstl kein Tagebuch im eigentlichen Sinn geführt, obwohl es <q
                        rend="single-qm">Dokumente persönlichen Unglücks</q> in ihren hinterlassenen
                    Schriften durchaus gibt. Die betreffenden Aufzeichnungen sind im Nachlassband
                    ihrer Werkausgabe <emph>nicht</emph> enthalten, weil das Herausgeberteam
                    versuchte, ihrer Direktive zu folgen, dass allzu Privates unter Verschluss
                    bleiben möge – eine Zurückhaltung, die Gerstl selbst in all ihrer Ambivalenz
                    reflektiert hat:</p>

                <cit>
                    <quote source="#ref_gerstl2017-87">
                        <lg>
                            <l>tagebuchseiten</l>
                            <l>wegschmeissen</l>
                            <l>in die man geweint hat</l>
                            <l>weil kein gesprächspartner</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>da war</l>
                            <l>schwer ein stück eigenes</l>
                            <l>leben in den müll zu schmeissen</l>
                            <l>teile in den kopf</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>zurückzustopfen</l>
                            <l>aus schonung für wen</l>
                            <l>für die gfraster</l>
                            <l>die diese schonung</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>gar nicht verdienen</l>
                            <l>oder schont es mich</l>
                            <l>erlittenes nicht</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>einer gierigen</l>
                            <l>öffentlichkeit </l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>auszuliefern</l>
                            <ref xml:id="ref_gerstl2017-87" type="bibl" rend="brackets"
                                target="#gerstl2017">Gerstl 2017: 87, datiert 2001</ref>
                        </lg>
                    </quote>

                </cit>

                <p>Diese Diskretion soll hier beibehalten werden: Verstreute private Notizen werden
                        <emph>nicht</emph> behandelt, zumal diese Niederschriften ohnehin nicht in
                    tagbuchähnlicher Konsequenz erfolgten. Eine klassische Diaristin ist Gerstl also
                    nicht gewesen. Die formalen Vorgaben des Genres, eine bestimmte Regelmäßigkeit
                    im täglichen Eintrag von Arbeitspensen, Erlebnissen oder Begegnungen, stehen
                    auch quer zu ihrer Poetik der <q rend="single-qm">Beiläufigkeit</q>: Das
                    Schreiben, so Gerstls dichterisches Programm, sollte sich gleichsam von selbst
                    ergeben und keinesfalls pathetisch inszeniert werden. Als Instrument der
                    Selbsterziehung oder Selbstbeobachtung – so die historischen Funktionen der
                    Gattung – war ihr das Tagebuch vermutlich auch zu narzisstisch und egozentriert;
                    als Kontrollorgan eigener schriftstellerischer Tätigkeit zu pedantisch, als <q
                        rend="single-qm">Dokument der Zeit</q> zu gravitätisch. Ihre
                    Kindheitserfahrungen im Dritten Reich hat Gerstl bekanntlich in ausgesprochen
                    diskreter Weise behandelt; wie Andreas Okopenko einmal bemerkt hat, hat sie es
                    gerade nicht darauf angelegt, <quote source="#ref_okopenko2012-173">ihre
                        politische Kindheit (jüdisches <q rend="single-qm">U-Boot</q>) umzusellern
                        in eine überlebende Anne Frank</quote>. <ref xml:id="ref_okopenko2012-173"
                        type="bibl" target="#okopenko2012" rend="brackets">Okopenko 2012:
                    173</ref></p>
                <p>Dabei hat Gerstl aber nicht nur dem Freund Okopenko 2004 eine Hommage mit dem
                    Titel <title>verspätetes tagebuch</title> gewidmet <ref type="bibl"
                        target="#gerstl2015" xml:id="ref_gerstl2015-272" rend="brackets">siehe
                        Gerstl 2015: 272–274</ref>, sondern auch und gerade dem <title>Tagebuch der
                        Anne Frank</title> eine Besprechung <ref type="bibl" target="#gerstl2015"
                        xml:id="ref_gerstl2015-227" rend="brackets">Gerstl 2015: 227–229</ref>, und
                    zwar anlässlich einer dramatisierten Fassung, die im Mai 1957 im Theater in der
                    Josefstadt uraufgeführt worden war. Gerstls Rezension ist in der <title>Neuen
                        Generation</title>, der Kulturzeitschrift des <q rend="single-qm">Verbands
                        Sozialistischer Studenten Österreichs</q>, erschienen. Auf die Gemeinsamkeit
                    des Schicksals deutet lediglich eine versteckte Parenthese:</p>

                <cit>
                    <quote source="#ref_gerstl2015-228">Es ist eine doppelte Wahrheit, die in diesen
                        Aufzeichnungen lebt: die von uns kontrollierbare – vielleicht schmerzhaft
                        erlebte – Realität, und die subjektive Erfahrung dieses erstaunlich
                        hellsichtigen und früh gereiften Kindes. <ref xml:id="ref_gerstl2015-228"
                            type="bibl" target="#gerstl2015" rend="brackets">Gerstl 2015:
                        228</ref></quote>
                </cit>

                <p>Die Sätze über die Gattung des Tagebuches selbst sind aber über den Anlass hinaus
                    verallgemeinerbar:</p>

                <cit>
                    <quote source="#ref_gerstl2015-228">Sicher aber ist: das Tagebuch ist ein
                        Kunstwerk und verträgt sogar einen strengen Maßstab, denn hier wird unbewußt
                        ein künstlerisches Gesetz eingehalten, das lautet: Allgemeines werde durch
                        ein Besonderes dargestellt, oder – anders formuliert: am Schicksal eines
                        Individuums werde das seines Volkes (einer Gruppe, des Typus oder einer
                        anderen Gemeinschaft) gezeigt. <ref xml:id="ref_Gerstl2015-228" type="bibl"
                            target="#gerstl2015" rend="brackets">Gerstl 2015: 228</ref></quote>
                </cit>

                <p>Wenngleich Gerstl sich selbst nicht in dieser Art des <q rend="single-qm"
                        >Kunstwerks</q> versucht hat, hat sie dennoch datierte Aufzeichnungen
                    geführt. Die frühesten stammen aus den Jahren 1954/55. Sie lassen sich am
                    ehesten als Arbeitsjournal bezeichnen: Es sind Prosaskizzen und lyrische
                    Versuche, die korrigiert und mitunter in Hinblick auf eine Veröffentlichung
                    durchaus nachdrücklich redigiert worden sind. </p>

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                        rend="inline"/>
                    <head type="legend">Elfriede Gerstls Arbeitsjournal 1954/55, 1962</head>
                </figure>

                <p>Das Material aus dieser Zeit ist höchst divers und einigermaßen schwer zu ordnen.
                    Wurde es zeitlebens publiziert, in Zeitschriften oder Sammlungen, findet man es
                    in betreffenden Bänden der bei Droschl erschienen Werkausgabe (die weiteren
                    Bände sind <ref target="#gerstl2013" type="bibl" xml:id="ref_gerstl2013">Gerstl
                        2013</ref> und <ref type="bibl" target="#gerstl2014" xml:id="ref_gerstl2014"
                        >Gerstl 2014</ref>). Manche der unveröffentlicht gebliebenen,
                    handschriftlich erhaltenen Texte sind im fünften Band, <title>Das vorläufig
                        Bleibende</title>, als Inedita abgedruckt, und zwar unter verschiedenen
                    Rubriken wie <q rend="single-qm">Gedichte und Prosa</q> oder <q rend="single-qm"
                        >Träume</q>. Das Herausgeberduo Christa Gürtler und Manfred Wedl hat hier
                    eine Auswahl getroffen; sie folgte verschiedenen Rücksichten, etwa auf die
                    Intimsphäre der Autorin oder auf den literarischen Status des
                    Niedergeschriebenen; manchmal kamen auch rein pragmatische Aspekte wie die
                    Entzifferbarkeit der Schrift ins Spiel. Daher sind zahlreiche Notate aus dem
                    Nachlass nach wie vor nicht ediert.</p>
                <p>In der Tat sind aber viele dieser Texte chronologisch, also quasi-diaristisch
                    aufgezeichnet worden. Im Nachlass sind sie in verschiedenen Notizbüchern und
                    -blöcken überliefert, die Gerstl manchmal parallel, manchmal gegenläufig geführt
                    hat, das heißt, bestimmte Eintragungen wurden nacheinander niedergeschrieben,
                    andere auf dem gewendeten, von hinten nach vorne benutzen oder aber einem
                    weiteren Textträger. Im Folgenden sollen die erhaltenen Aufzeichnungen eines
                    Jahres rekonstruiert werden – ob publiziert oder nicht –, um aus ihnen so etwas
                    wie ein Tagebuch zusammenzustellen. Gewählt wurde das Jahr 1955, und zwar
                    deswegen, weil die frühesten Notizen zwar ins Jahr 1954 zurückgehen, aber noch
                    kein ausreichendes Korpus bilden; erst ab Januar 1955 folgen datierte
                    Aufzeichnungen mit einiger Regelmäßigkeit. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr
                    auch die ersten Texte aus dem <q rend="single-qm">Journal</q> publiziert, es
                    handelt sich also um den Zeitraum des ersten öffentlichen Auftretens.</p>
                <p>Das betreffende Konvolut umfasst vier Notizblöcke,<note xml:id="endnote_02"
                            ><p>Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, LIT 370/10:
                            Literarischer Teilnachlass Elfriede Gerstl, Archivbox <q
                                rend="double-qm">Werke 1</q>, Blöcke 1–4. Die Synopse im Anhang
                            zeigt Datierung, Textträger, allfällige Erstpublikation und Abdruck in
                            der Werkausgabe.</p></note> wobei der erste und der letzte jeweils auch
                    Eintragungen von 1954 bzw. 1956 enthalten; die ersten beiden wurden alternierend
                    beschrieben. Herangezogen werden nur Texte, die entweder durch Datierung oder
                    Lage zweifelsfrei dem Jahr 1955 zugordnet werden können; das sind insgesamt
                    49 Aufzeichnungen, von denen 28 zu Lebzeiten Gerstls gedruckt wurden, die
                    meisten von ihnen in den <title>Neuen Wegen</title> zwischen 1955 und 1958 und
                    im <title>Jüdischen Echo</title> von 1955 bis ins Folgejahr. Zwei Gedichte hat
                    Gerstl später in Sammlungen aufgenommen, eines in die <title>wiener
                        mischung</title> (1982), das andere in <title>alle tage gedichte</title>
                    (1999). Dazu kommen zwei Texte, die sich jetzt im Nachlassband <title>Das
                        vorläufig Bleibende</title> finden; die übrigen neunzehn sind unpubliziert.
                    Einzelne weitere Veröffentlichungen Gerstls aus 1955 sind in den Notizblöcken
                    nicht enthalten. Sie wurden hier nicht berücksichtigt, weil das Konvolut eben
                    nicht nur als Entwurfs- oder Stoffsammlung gelesen werden soll; in den Blick
                    genommen werden hingegen Thematik und Stilistik unter den von Gerstl selbst als
                    diaristisch genannten Aspekten: der Zeitgenossenschaft und des <q
                        rend="single-qm">Persönlichen</q>.</p>
                <p>Freilich ist dabei die banale biographistische Basisannahme nicht zu umgehen,
                    dass sich Privates wie <hi rend="bold">Zeitgemäßes</hi> in literarischen Texten
                    spiegelt. Diese Spiegelung ist in Gerstls Aufzeichnungen aber gerade durch die
                    zeittypische Tendenz zur Chiffrierung in Naturmetaphern oder mythologischer
                    Bildlichkeit vielfach zurückgenommen. Selten wird sie so konkret wie in den
                    folgenden zwei Beispielen. Beim ersten handelt es sich um ein unveröffentlichtes
                    Gedicht vom 21. Oktober 1955, <title>Was der Teich Narziß zu sagen
                        vergaß</title>:</p>

                <cit>
                    <quote><lg>
                            <l>Ich will dir gern deine Züge zeigen</l>
                            <l>Brauchst dich nur über mich zu neigen</l>
                            <l>Schon siehst du sie, die leere eitle Fratze,</l>
                            <l>Du staunst und schleichst wie eine Katze</l>
                            <l>Um mich herum?!</l>
                            <l>Der Kuckuck singt nur seine K.[uckucks?]lieder </l>
                            <l>Komm’ doch und schau</l>
                            <l>Schau dich nur immer wieder.<note xml:id="endnote_03"><p>Die Texte
                                        werden auch im Folgenden in der Nachlassfassung, also in der
                                        betreffenden Orthographie und mit dort verwendeten Kürzeln,
                                        Auslassungen usw. wiedergegeben.</p></note></l>
                        </lg></quote>
                </cit>

                <p>Unter diesem Text steht folgende lapidare Fußnote: <quote>(Nach einem Weigl
                        Vortrag geschrieben)</quote>. Die versifizierte Abrechnung mit dem
                    autokratischen Publizisten Hans Weigel, der zu dieser Zeit mit Hermann Hakel,
                    dessen Kreis Gerstl angehörte, um die Rolle des Supermentors der jungen
                    österreichischen Literatur konkurrierte, lässt sich freilich auch auf andere
                    Zeitgenossen übertragen.</p>
                <p>In die Rubrik <q rend="single-qm">zeitläufig</q> der Sammlung <title>wiener
                        mischung</title> von 1982 hat Gerstl dann folgenden, am 17. 9. 1955
                    niedergeschriebenen Text aufgenommen:</p>

                <cit>
                    <quote>
                        <lg>
                            <l>die zinnsoldatenrevue</l></lg>
                        <lg><l>eins, zwei</l>
                            <l>marschieren die soldaten</l>
                            <l>die kleinen graugrünen zinnsoldaten</l>
                            <l>in einer reih.</l>
                            <l>eins, zwei</l>
                            <l>kam der kasperl gesprungen</l>
                            <l>und hat einen langen säbel geschwungen</l>
                            <l>und schlug vielen grauen</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>den schädel entzwei</l>
                            <l>die übrigen gingen</l>
                            <l>in einer reih</l>
                            <l>eins, zwei.</l>
                            <l>dann kam ein könig</l>
                            <l>ganz ohne fragen</l>
                            <l>der hat gar viel</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>aufs haupt geschlagen</l>
                            <l>(man musste sie nicht mehr</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="10"/>ins hospital tragen)</l>
                            <l>die übrigen gingen</l>
                            <l>in einer reih</l>
                            <l>eins, zwei.</l>
                            <l>dann kam ein irrer</l>
                            <l><space unit="chars" quantity="5"/>im hemde gelaufen</l>
                            <l>der schickte gleich einen grösseren haufen</l>
                            <l>sich schnell mal mit zyankalium besaufen</l>
                            <l>die übrigen gingen</l>
                            <l>in einer reih</l>
                            <l>eins, zwei</l></lg>
                        <lg><l>u.s.w.</l></lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Der Nachlasstext allerdings trägt den Titel: <title>Das Kasperltheater EUROPA
                        bringt wieder die Zinnsoldatenrevue:</title>. Zehn Tage zuvor, am 7.
                    September 1955, hatte der österreichische Nationalrat einen Gesetzesentwurf
                    verabschiedet, der die Aufstellung eines Bundesheers und die allgemeine
                    Wehrpflicht vorsah. Die Bundesrepublik Deutschland war in den vorhergehenden
                    Monaten der NATO beigetreten, hatte einen Verteidigungspakt mit den USA
                    geschlossen – inklusive der betreffenden Rüstungslieferungen – und die
                    offizielle Gründung der Bundeswehr, die dann im November erfolgte, vorbereitet.
                    Im Kontext der Wiederaufrüstungsdebatte liest sich Gerstls Text als ein
                    unmittelbarer Reflex auf das Zeitgeschehen, der in der Groteskerie der Figuren
                    auch ein wenig an Brechts <title>Legende vom toten Soldaten</title> (Brecht
                    1988: 112–115) von 1918 erinnert.</p>
                <p>So direkt wird die <q rend="single-qm">Dokumentation der Zeit</q> aber selten.
                    Daher sollen im Folgenden andere Charakteristika der tagebuchähnlichen
                    Eintragungen zur Sprache kommen, nämlich die Chronologie der Eintragungen, ihre
                    Stilistik in Hinblick auf ihre Veröffentlichungsmöglichkeiten und die
                    thematischen Kontinuitäten. Zuletzt geht es um die Frage, inwieweit diesen
                    Aufzeichnungen die Selbstreflexion der werdenden Schriftstellerin Elfriede
                    Gerstl abzulesen ist.</p>
                <p>Was die <hi rend="bold">Frequenz der Eintragungen</hi> betrifft, so fällt auf,
                    dass fast ein Viertel der Jahreseintragungen im Januar gemacht wurden, bis zur
                    Jahresmitte drei Viertel. Die abnehmende Häufigkeit ließe sich natürlich auch
                    damit erklären, dass Gerstl andere Textträger benutzte, die nicht erhalten sind
                    (für die nicht im Konvolut befindlichen, aber 1955 publizierten Texte muss das
                    auch der Fall sein). Dennoch ist es vielleicht nicht ganz falsch, von einem
                    Motivationsmangel auszugehen, sieht man auf die Publikationslage: Von den bis
                    April entstandenen Texten wurden vierzehn in den <title>Neuen Wegen</title>
                    gedruckt; von den zwischen Mai und August entstandenen erschienen sieben im
                        <title>Jüdischen Echo</title>. Die meisten Texte der danach entstanden Texte
                    blieben unpubliziert, was möglicherweise auch mit deren Qualität zu tun hat: Die
                    letzten Eintragungen des Jahres fallen rein handwerklich hinter die früheren
                    zurück. Der Versuch Gerstls, eine eigene Stimme zu finden, könnte paradoxerweise
                    durch ihre Veröffentlichungsmöglichkeiten blockiert worden sein: Die kessesten
                    Texte aus dieser Zeit sind jedenfalls weder in den <title>Neuen Wegen</title>
                    noch im <title>Jüdischen Echo</title> erschienen. Die ersten verlangten offenbar
                    einen symbolgesättigte, <q rend="single-qm">schöne</q> Sprache, das zweite einen
                    Bezug zur biblisch-jüdischen Tradition. Gerstl hat sich bemüht, diesen
                    Anforderungen nachzukommen; ihre eigene Handschrift trat dem gegenüber im Lauf
                    des Jahres deutlich zurück.</p>
                <p><hi rend="bold">Stilistisch</hi> finden sich daher vollkommen unterschiedliche
                    Techniken. So wird zum Beispiel bei den von den <title>Neuen Wegen</title>
                    angenommenen Texten mehrmals ein traditionelles Verfahren der oppositionellen
                    Platzierung übersemantisierter Dingsymbole eingesetzt, wie etwa in folgendem im
                    Januar entstandenen Gedicht:</p>


                <cit>
                    <quote><lg>
                            <l>Die runde Schale</l>
                            <l>Schwer und voll von Wein</l>
                            <l>Spiegelt den großen Garten</l>
                            <l>In ganz anderen Bildern</l>
                            <l>Als jener schwarze Krug mit Pflanzensäften</l>
                            <l>In deren Bitterkeit d. ewig Kranken</l>
                            <l>Ihre Heilung finden</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>


                <p>Der Abdruck in den <title>Neuen Wegen</title> unterstreicht das noch durch den
                    hinzugekommenen Titel <title>Zweierlei Spiegel</title>.</p>
                <p>Dem Prinzip wiederholender und antithetischer Reihung, wie es sich zum Beispiel
                    auch bei Erich Fried findet – den Gerstl 1956 übrigens wegen seiner <quote
                        source="#ref_gerstl2015-224">starke[n] skurrile[n] Effekte</quote>
                    ausdrücklich gelobt hat <ref target="#gerstl2015" type="bibl"
                        xml:id="ref_gerstl2015-224" rend="brackets">Gerstl 2015: 224</ref> –, folgen
                    ebenfalls zahlreiche Texte, zum Beispiel das <q rend="single-qm">Schlaflied</q>
                    <title>Mama wird ...</title>, Anfang Januar niedergeschrieben und im Märzheft
                    der <title>Neuen Wege</title> gedruckt:</p>

                <cit>
                    <quote><lg><l>Bist du müde?</l>
                            <l>So schlaf</l>
                            <l>Bist du wach?</l>
                            <l>Mama wird dir singen</l>
                            <l>Bist du fröhlich?</l>
                            <l>Dann lach</l>
                            <l>Und Mama lacht mit dir</l>
                            <l>Bist du traurig mein Kind?</l>
                            <l>Auch dann sollst du lachen</l>
                            <l>Und Mama wird weinen mit dir.</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Interessanterweise stehen unmittelbar neben diesen Texten auch solche, die ganz
                    andere Verfahren einsetzen, etwa dieser vom 17. Januar:</p>

                <cit>
                    <quote><lg><l>Traurige Fahrt</l></lg>
                        <lg><l>Ohneland</l>
                            <l>Ging Hand in Hand</l>
                            <l>Mit Zeitlos</l>
                            <l>Auf Maisfloß</l>
                            <l>Mais zerbrach</l>
                            <l>Ufer fern</l>
                            <l>Kein Stern</l>
                            <l>Lob dem Herrn.</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Die lapidare Kürze, die Lakonik der Chiffrierung und die ironische Pointe
                    antizipieren Merkmale von Gerstls späterem Schreiben; veröffentlicht wurde das
                    Gedicht damals und bis heute nicht. Dass die Rücksicht auf die raren
                    Publikationsmöglichkeiten sich dämpfend auf Gerstls inventive und innovative
                    Potentiale niederschlugen, belegt folgendes thematisches Beispiel: Einige Anfang
                    des Jahres verfasste Texte kreisen um das Thema Schuld. Die Assoziation zu einer
                    biblischen Urschuld bildet dann offenbar das Gelenk zum noch im Januar
                    entstandenen Text <emph>Befund</emph> (in der Handschrift ursprünglich <emph><hi
                            rend="strikethrough">Göttlicher</hi> Befund</emph>):</p>

                <cit>
                    <quote><lg><l>Name des Patienten: Kain.</l>
                            <l>Geboren: als Gott für einen Augenblick das Antlitz wandte.</l>
                            <l>Beruf: Hirte und Schlächter.</l>
                            <l>Diagnose: Finsternis der Seele bei Klarheit des Geistes, asoziale
                                Persönlichkeit, krankhafte Eifersucht, gewalttätig (siehe besondere
                                Bemerkungen).</l>
                            <l>Therapie: Brandmal zwischen Augen.</l>
                            <l>Es ist zugleich das Zeichen des obersten Arztes; er wird seinen
                                Patienten daran erkennen – nur ER darf seine Behandlung beenden. </l>
                            <l>Besondere Bemerkungen: erschlug seinen Bruder Abel.</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Den parodistischen Umgang mit Genres – hier als Kreuzung von Krankenakte und
                    biblischer Erzählung – wird Gerstl als satirisches Verfahren später wieder
                        aufnehmen.<note xml:id="endnote_04"><p>So stellt etwa das Hörspiel <title>du
                                bist nicht allein</title> (1973) die eigene Gattung satirisch in
                            Frage <ref type="bibl" target="#gerstl2012" xml:id="ref_gerstl2012-47"
                                rend="brackets">Gerstl 2012: 47–61</ref>.</p></note> Zwischen
                    Meditation und Medizin bildet das kleine Prosastück eine für diese Phase
                    charakteristische Schnittmenge. Der Text gehörte zu den allerersten
                    Publikationen Gerstls; er erschien bereits im Februarheft der <title>Neuen
                        Wege</title>.</p>
                <p>Auf <quote>Mai 55</quote> datiert ist dann die Parabel <title>Unsere Namen sind
                        böser Herkunft</title>. Sie erzählt von der Verbindung von Individuation und
                    Schuld: Im Anfang hätten die Menschen noch keine Namen gehabt und Gott habe sie
                    alle kollektiv gerufen. Dann habe er sie in <q rend="single-qm">Männer</q> und
                        <q rend="single-qm">Weiber</q> geschieden. Nach dem Abfall Luzifers habe
                    sich aber eine Frau darüber beklagt, dass die Männer nach Gottes Ebenbild
                    geschaffen wurden, die Frauen diesem Abbild aber nur mehr ähnlich seien:</p>

                <cit>
                    <quote>
                        <p>Nur wenige verstanden, was sie sagte, aber das Böse in ihnen wuchs und
                            immer mehr verstanden die Worte und es gab immer neue Worte. Nun gaben
                            sie sich untereinander Namen: diejenigen, in denen die Worte des Bösen
                            wuchsen, und die anderen, um nicht mit jenen verwechselt zu werden. Und
                            auch die Männer gaben sich Namen: Kain hießen sie oder Abel und waren
                            böse oder gut, aber schon in ihren Söhnen und Töchtern lagen die Samen
                                <emph>beider</emph> Worte.</p>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Als alternative Sündenfallgeschichte hält der Text immerhin am weiblichen
                    Vergehen gegen Gottes Willen fest; vermutlich hätte sich Gerstl in späteren
                    Jahren von dieser Umerzählung distanziert. Für <title>Das jüdische Echo</title>
                    war aber die Fortschreibung des Genesis-Berichts akzeptabel, der Text erschien
                    unter dem Titel <title>Unsere Namen</title> in Heft 2/3 von 1956.</p>
                <p>Schließlich gibt ein auf November 1955 datiertes, Fragment gebliebenes Gedicht
                    die die biblische Erzählung aus der Perspektive der Mutter wieder:</p>

                <cit>
                    <quote><lg><l><space unit="chars" quantity="5"/>Eva hat nun ein
                            Zeichen.</l></lg>
                        <lg><l>Wo mag so lange nur mein Abel bleiben</l>
                            <l>Schwarz dunkelt in den Büschen schon d. Nacht</l>
                            <l>Er wollte doch d. Lämmer heimwärts treiben</l>
                            <l>Die er im grünen Tale hat bewacht!?</l></lg>
                        <lg><l>Schleicht da nicht Kain heran, mein andrer Sohn?</l>
                            <l>Oh Herr, gib mir von Abel jetzt ein Zeichen</l>
                            <l>Mir wird so bang bei seiner Schritte Ton</l>
                            <l>Laß mich von seiner Rede nicht erbleichen!</l>
                            <l>Da fiel<add place="above">riß</add><add place="below">sprang</add>
                                von Kains Gesicht d. Maske Nacht</l>
                            <l>1. Drauf bracht er flammend dar d. Gotteszeichen.</l>
                            <l>2. Dort flammte brennend rot ...</l>
                            <l>3. Drauf brannte ...</l></lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Generell haben der fünfhebige Jambus und der Kreuzreim dem Schreiben Gerstls
                    nicht besonders gutgetan. Gegenüber dem kecken Umgang mit der Überlieferung in
                        <title>Befund</title> ist hier ein überaus traditioneller Weg der
                    Bibelparaphrase gewählt; dass das Gedicht weder fertiggestellt noch publiziert
                    wurde, nimmt nicht wunder.</p>
                <p><hi rend="bold">Thematisch</hi> spiegeln die Eintragungen vielfach die
                    zeittypische Existentialimus- und Kafka-Rezeption, so eine Aufzeichnung vom
                    7.1.1955:</p>

                <cit>
                    <quote><lg><l>Bei der Geburt werden wir zu lebenslänglichem In-der-Welt-Sein
                                verurteilt.</l>
                            <l>Wer flieht hat seine Schuld nicht verbüßt und ihn erwartet eine
                                unbekannte Str[afe].</l>
                            <l>Begnadigt wird man immer nur zum Leben – den Tod muß man verdient
                                haben.</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>
                <figure xml:id="wdr01-02-03_Abb_02">
                    <graphic n="1" width="360px" height="480px" url="wdr01-02-03_Abb_02.jpg"
                        rend="inline"/>
                    <head type="legend">Auszug aus Elfriede Gerstls Arbeitsjournal, 1955</head>
                </figure>
                <p>Interessanterweise gibt es eine frühere Variante: <quote>Wer flieht hat seine
                        Schuld nicht verbüßt (und muß die Strafe (in anderer Gestalt) von Neuem
                        antreten.</quote> Dieser offenbar allzu buddhistische Gedanke ist dann
                    ersetzt worden, was die Anklänge an Sartres und Camus’ Aussagen zum Suizid noch
                    schärft. Die <title>Neuen Wege</title> haben den Eintrag, zusammen mit anderen
                        <q rend="single-qm">Fragmenten</q>, 1956 gedruckt. Direkt an Camus angelehnt
                    ist das Gedicht <title>Wo bleibt Antigone?</title> vom 23. März: In dieser
                    Phantasie ist die Erde bevölkert mit unbestatteten Leichen, die auf jemanden
                    warten, der <quote>die Strafe</quote> verachtet. In einer überarbeiteten Version
                    wurde sie bereits 1955 in den <title>Neuen Wegen</title> veröffentlicht. Auch
                    andere Texte, wie die Gedichte <title>Ödipus</title> oder <title>Ophelia</title>
                    (Januar und Mai 1955), benutzen mythologische oder archetypische Figurationen,
                    die zeitgemäß als Protagonisten des In-die-Welt-Geworfen-Seins auftreten.
                    Unpubliziert blieb das im Februar aufgezeichnete Prosastück <title>Traum vom 1.
                        Nachtdienst</title>, das eine kafkaeske Situation nachstellt: Vier Patienten
                    verurteilen das Erzähler-Ich – die Ärztin im Nachtdienst – aufgrund einer
                    unbekannten Schuld der Medizin:</p>

                <cit>
                    <quote><p>Der Zeuge stand in seinem Bett auf: Wir haben die Medizin verurteilt
                            sagte er langsam u betonte jedes Wort und da gerade [S]ie heute Dienst
                            haben werden wir an [I]hnen das Urteil vollziehen.</p>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Die Vollstreckung besteht darin, dass der Ärztin die Schädeldecke entfernt und
                    das Gehirn entnommen wird, was sie aber relativ unbeschadet übersteht. Nachdem
                    man ihr das Schädeldach wieder aufgesetzt hat – <quote>wie einen alten
                        Hut</quote> –, entfernt sie sich freundlich grüßend.</p>
                <p>Entlastet von dieser philosophischen und intertextuellen Schwere wird der
                    (gewaltsame) Tod danach als gesellschaftliches und soziales Problem
                    thematisiert. Besonders im Sommer entstehen da bedrängend viele Texte. Das
                        <title>Kindergebet</title> vom 14. Juni richtet sich an Gott, damit er eine
                    zerbrochene Puppe wiederherstelle – während die Mutter des Kindes, offenbar
                    wegen der Untreue ihres Mannes, Selbstmord begangen hat. Ebenfalls im Juni
                    niedergeschrieben wurde das Prosastück <title>Barbara wohnt[e] nebenan</title>,
                    die Geschichte einer einsamen Witwe, die sich mit Leuchtgas vergiftet. Am 25.
                    Juni, also neun Tage nach Gerstls 23. Geburtstag, entstand der Text <title>Der
                        Geburtstag</title> – im <title>Jüdischen Echo</title> abgedruckt unter dem
                    Titel <title>Sein Geburtstag</title> –, in dem sich die Feier für einen Kranken
                    in einen expressionistisch anmutenden Totentanz verwandelt. Und das Gedicht
                        <title>Eine Liebesgeschichte</title> vom 7. Juli findet sarkastische
                    Brecht’sche Töne für den Suizid:</p>


                <cit>
                    <quote>
                        <lg>
                            <l>Sie wußte, daß sie dennoch häßlich war</l>
                            <l>Auch wenn sie sich die Lippen färbte und die Brauen</l>
                            <l>Sie brauchte gar nicht in den Spiegel schauen</l>
                            <l>Sie wußte, daß sie dennoch häßlich war.</l></lg>
                        <lg><l>Mitunter lachte laut ihr großer Mund</l>
                            <l>Doch ihre Augen waren dabei naß</l>
                            <l>Das machte einem jungen Manne Spaß</l>
                            <l>Der wußte, daß er gar nicht häßlich war.</l></lg>
                        <lg><l>Am Heimweg kaufte sie noch einen Strick</l>
                            <l>Und als sie ihre Wäsche in die Sonne hängte</l>
                            <l>Schlang sich der Strick ganz fest um ihren Hals</l>
                            <l>(Der merkte gar nicht, daß sie häßlich war)</l>
                            <l>Und liebte sie noch länger als sie lebte.</l></lg>
                    </quote>
                </cit>


                <p>Die ironische Pointe, dass die <q rend="single-qm">Liebesgeschichte</q>
                    eigentlich vom Strick handelt, wird auch formal getragen von dem Umstand, dass
                    die ersten Strophenteile dem klassischen Bau des Sonetts folgen, der dritte aber
                    Reim- und Zeilenschema durchbricht und so das zu früh abgebrochene Leben durch
                    die fehlende letzte Zeile abbildet.</p>
                <p>Trotz Gerstls notorischer Diskretion hinsichtlich autobiographischer Themen
                    enthält das Konvolut auch zwei Texte, die unmittelbar mit ihren <hi rend="bold"
                        >Erinnerungen</hi> zu tun haben, so das Gedicht <title>Braun u.
                    Grün</title>, das zwischen April und Mai, also zu den zehnten Jahrestagen der
                    Gründung der Zweiten Republik Österreich (27. April) und dem offiziellen
                    Kriegsende (8. Mai) aufgezeichnet worden ist:</p>

                <cit>
                    <quote>
                        <lg><l><space unit="chars" quantity="5"/>Braun u. Grün.</l>
                            <l>Braun u grün waren die Kacheln des Kamins</l>
                            <l>In Großmutters Zimmer</l>
                            <l>Braun u. grün erinnern seither an Wärme</l>
                            <l>Braun war die Decke auf meinem Krankenbett</l>
                            <l>Braun ist auch haarig und weich</l>
                            <l>Grün war die Wiese im Park</l>
                            <l>Wo ich meinen Ball verlor</l>
                            <l>Und das Grün duftete und war diesmal von Sonne so warm</l>
                            <l>Braun war die Tür aus der man Großmutter tot heraustrug</l>
                            <l>Br. d. Tür hinter der man beriet ob ich sterben sollte oder leben</l>
                            <l>Br. d. niedrige Tür die hinter mir zufiel</l>
                            <l>Und mir kurze Zeit Schutz gewährte</l>
                            <l>Br. sprang sie auf mich freizulassen</l>
                            <l>u. wieder war das Holz warm von Sonne</l>
                            <l>Und ich ging hinaus u. saß wieder unter den alten Bäumen</l>
                            <l>Nähe [!] der Wiese auf der ich einen Ball verloren</l>
                            <l>Und diesmal war das Grün schützend u kühl</l>
                            <l>Und nahm meinen Schatten auf</l>
                            <l>In den Seinen</l></lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Bereits am 11. Jänner niedergeschrieben wurde eine Kindheitserinnerung, die eine
                    Vorstufe bildet zu dem 1981 erschienenen autobiographischen Beitrag <title>Das
                        kleine Mädchen, das ich war</title> (jetzt in <ref type="bibl"
                        target="#gerstl2015">Gerstl 2015: 279–283</ref>), den man lange für Gerstls
                    erste Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit im Dritten Reich gehalten hat.
                    Der Text von 1955, im Septemberheft der <title>Neuen Wege</title> erschienen,
                    heißt <title>Mein Lichtstrahl</title> und beginnt mit den Sätzen:</p>
                <cit>
                    <quote>
                        <p>Als Kind habe ich einen Lichtstrahl gekannt; im Sommer 1942 lernte ich
                            ihn kennen.</p>
                        <p>Es war ein freundlicher Lichtstrahl: wenn es nicht gerade regnete, kam er
                            durch einen Riß in den Verdunkelungsrouleaux in mein Zimmer. Er schnitt
                            einen lichten Flimmerstreifen in den dämmrigen Raum, so daß man für zehn
                            bis zwölf Minuten lesen konnte.</p></quote>
                </cit>

                <figure xml:id="wdr01-02-03_Abb_03">
                    <graphic n="1" width="317px" height="423px" url="wdr01-02-03_Abb_03.jpg"
                        rend="inline"/>
                    <head type="legend">Auszug aus Elfriede Gerstls Arbeitsjournal, 1955</head>
                </figure>

                <p>Die Qual, die es bedeutet haben muss, als Halbwüchsige weder laut reden noch sich
                    irgendwie bewegen zu dürfen, kommt in dem stillen und völlig unsentimentalen
                    Bericht selbst nicht zur Sprache; und die Panik beim Herannahmen von <q
                        rend="single-qm">Stiefeln</q> auf der Treppe wird auf psychologische
                    Begriffe gebracht:</p>

                <cit>
                    <quote>
                        <p>Sonderbar – ich hatte die Gewohnheit, in diesen Sekunden oder Minuten die
                            Augen zu schließen und den Atem anzuhalten; Totstellreflex nennt man
                            dieses Verhalten bei Tieren, die sich in Lebensgefahr wissen, und die
                            Wissenschaft definiert ihn als Schutzreflex.</p>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Thematisch liest sich das Arbeitsjournal also <emph>auch</emph> als ein Diarium
                    der Traumabewältigung, als Auseinandersetzung mit Schuld, Leid, Tod und
                    versehrter Körperlichkeit. Daneben gibt es aber auch noch eine andere Dimension:
                    Das Journal begleitet Gerstls <hi rend="bold">Selbstreflexion</hi> als
                    Schriftstellerin. Interessanterweise sind die beiden einschlägigsten Texte zu
                    Lebzeiten unpubliziert geblieben. Gleich zu Anfang des Jahres niedergeschrieben
                    wurde folgendes Gedicht:</p>
                <div rend="empty"> </div>

                <cit>
                    <quote>
                        <lg>
                            <l>Mit dem Herzblut schreib&#8217; der Dichter</l>
                            <l>Sagen manche, die&#8217;s nicht sind</l>
                            <l>Und in ihrem Munde schmeckt</l>
                            <l>Süsser Kannibalenkonfekt.</l>
                            <l>Und ich träumte, dass ich meine Adern ritzte</l>
                            <l>All mein arterielles Blut verspritzte</l>
                            <l>Blatt um Blatt füllt es mit krausen Zeichen</l>
                            <l>Ohne dass ich eine meiner bleichen</l>
                            <l>Hände zu dem Werk benützte.</l>
                            <l>Als zuletzt die Herzbluttropfen</l>
                            <l>(Denn das Herz stand ohne Klopfen)</l>
                            <l>Meinen Innenraum verliessen</l>
                            <l>Wusst&#8217; ich plötzlich was sie hiessen:</l>
                            <l>Mich macht kein Skalpell zum Dichter</l>
                            <l>Und verschied (der Wecker schrillte)</l>
                            <l>Unverseh’ns zu neuem Leben.</l>
                        </lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Poetisch mögen die Verse noch Einiges zu wünschen übriglassen, in der ironischen
                    Poetologie weisen sie auf Gerstl-typische Verfahren voraus. Das
                    Menschenfresserische der Gesellschaft wendet sich hier gegen <q rend="single-qm"
                        >den Dichter</q>, der sein Letztes zu geben habe. Dabei ist die Rede vom <q
                        rend="single-qm">Blut</q> des Dichters durchaus kanonisch; in Nietzsches
                        <title>Also sprach Zarathustra</title> (1883–1885) beispielsweise heißt es:
                        <quote source="#ref_nietzsche1999-48">Von allem Geschriebenen liebe ich nur
                        Das, was Einer mit seinem Blute schreibt. Schreibe mit Blut: und du wirst
                        erfahren, dass Blut Geist ist.</quote>
                    <ref xml:id="ref_nietzsche1999-48" type="bibl" target="#nietzsche1999"
                        rend="brackets">Nietzsche 1999: 48</ref> Gegen solch Über- und
                    Herrenmenschliches wenden sich Gerstls Verse mit der intrikaten Volte, dass zwar
                    aus dem Blut Zeichen entstehen, diese aber einfach das Gegenteil besagen:
                        <emph>Nur</emph> mit dem Blut schreibt man nicht gut. Die paradoxe Pointe
                    der letzten beiden Zeilen zeigt die Leichtfüßigkeit ihres späteren
                    antiautoritären Gestus gegenüber philosophischen Doktrinen. Einigermaßen
                    raffiniert ist der Einsatz vom Reimen, die immer dort fehlen, wo man es eben
                        <emph>nicht</emph> mit dem Dichterischen zu tun hat. Biographisch gelesen,
                    ließe sich das Gedicht auch auf die Situation der Medizinstudentin Gerstl
                    zwischen klinischer und literarischer Praxis beziehen (<quote>arterielles
                        Blut</quote>, <quote>Skalpell</quote>); im Kontext der Aufzeichnungen ist es
                    ein selbstironisches poetisches Programm zum Jahresanfang.</p>
                <p>Zu Ende des Jahres, am 22. November, findet sich schließlich folgender Text:</p>

                <cit>
                    <quote>
                        <lg>
                            <l>Ad me ipsum.</l>
                            <l>Ein So-nett.</l></lg>
                        <lg><l>Wüstensand</l>
                            <l>Riesenei</l>
                            <l>Sonnverbrannt</l>
                            <l>Birst entzwei</l></lg>
                        <lg><l>Ausgekrochen</l>
                            <l>Riesenviech</l>
                            <l>(Angestochen)</l>
                            <l>Ich.</l></lg>
                        <lg><l>Lang schon vorbei?</l>
                            <l><space quantity="20"/>Sehnsucht</l>
                            <l><space quantity="20"/>nach</l>
                            <l><space quantity="20"/>Wüstenei!</l></lg>
                    </quote>
                </cit>

                <p>Nur als Satire auf Hofmannsthals feierliches <title>Ad me ipsum</title>
                    (Hofmannsthal 2015) – mit seiner These der Präexistenz – ist der Text
                    poetologisch lesbar; da <quote>angestochen</quote> wohl nicht nur in Bezug auf
                    das Ei, sondern auch in der wienerischen Bedeutung als <quote>betrunken</quote>
                    zu verstehen ist, handelt es sich um die tumultuarische Selbstbeschreibung einer
                    aus dem Ei gekrochenen Dichterin, die sich in die Präexistenz
                        (<quote>Wüsten-Ei</quote>) oder in die Einsamkeit (<quote>Wüstenei</quote>)
                    sehnt. Mit dieser Form von Selbstironie, Komik und Vieldeutigkeit weist das
                    Gedicht auf Kommendes voraus. Im Zusammenhang des Journals ist dieser Text auch
                    ein Widerspruch gegen die Domestizierung durch die Rücksicht auf
                    Veröffentlichungsmöglichkeiten und eine Vorwegnahme dessen, was die späteren
                    Aufzeichnungen zeigen werden: Gerstl als Meisterin des poetisch-witzigen
                    Understatements.</p>
            </div>


            <div xml:id="wdr01_02-01_02">
                <head>Anhang</head>
                <table rend="rules">
                    <row>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Datum</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Titel</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Block</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Erstdruck</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Werke</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">4. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"
                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">Kannibalen </hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 102 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,71f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">2.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mit dem Herzblut</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">V,36</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">3.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mama wird ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 103 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,74f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">4.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">5. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Schuld</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 102 (1955) (<quote>Du
                                    bist schuld</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,70f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">5.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Befund</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 102 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,72</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">6.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">7. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Bei der Geburt ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 113 (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,101</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">7.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">11. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mein Lichtstrahl</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 106 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,82f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">8.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Ödipus</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 103 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,73</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">9.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Der nervöse
                            Briefkasten</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"/>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">10.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Traum vom ersten
                            Nachdienst</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"/>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">11.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">13. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Erst das Unendliche
                            ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"/>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">12.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Die runde Schale</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 103 (1955)
                                    (<quote>Zweierlei Spiegel</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,76</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">13.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">17. 1.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Traurige Fahrt</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"/>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">14.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">22. 2.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Kreuzabnahme</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 7
                            (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,96</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">15.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mondlicht</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B2</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 109 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,88f.</hi></cell>
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                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">16. </hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">22. 3.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Wo bleibt Antigone?</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 105 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,80</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">17.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt"><quote>Logische</quote>
                                Schlüsse</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">18.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Nur in die
                            Dunkelheit</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">19.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Hände, die sich ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">20.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Die böse Stiefmutter</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">21.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Wenn die Störche ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 113 (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,101</hi></cell>
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                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">22. </hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Und Sonnennetze</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B1</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">23.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">März</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Der Tod und der
                            Gärtner</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 109 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,87f.</hi></cell>
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                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">24. </hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">März</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Gute Vorsätze</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 113 (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,102</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">25.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">April</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Schlaflos</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 112 (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,97f.</hi></cell>
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                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">26. </hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">8. 4.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Die alte Marie</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 7
                            (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,97</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">27.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">14. 4.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Was uns gehört</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 105 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,78f.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">28.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Traurig</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">29.</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Braun u. Grün</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">alle tage gedichte (1999)</hi>
                        </cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">III,179</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">30.</hi></cell>
                        <cell rend="left"
                            ><hi style="font-size:8pt" xml:space="preserve">Mai </hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Gericht zu Babel</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 7
                            (1956)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,94</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">31.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mai</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Ophelia</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"/>
                        <cell rend="left"/>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">32.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Mai</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Unsere Namen sind böser
                                Herkunft</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 2/3 (1956)
                                    (<quote>Unsere Namen</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,106f.</hi></cell>
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                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">33.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">14. 6.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Kindergebet</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 1
                            (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,83</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">34.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Juni</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Barbara wohnte
                            nebenan</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 7 (1956)
                                    (<quote>Barbara wohnt nebenan</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,93f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">35.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">25. 6.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Der Geburtstag</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 1 (1955)
                                    (<quote>Sein Geburtstag</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,85f.</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">36.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">7. 7.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Eine
                            Liebesgeschichte</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 1
                            (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,84</hi></cell>
                    </row>
                    <row>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">37.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">8. 8.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Der Stern namens
                            Mutti</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 107 (1955)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,86f.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">38.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">14. 8.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Die schwerere Bürde</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das jüdische Echo 1 (1955)
                                    (<quote>Ben Akiba</quote>)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,84f.</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">39.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">17. 9.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Das Kasperltheater EUROPA
                                ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">wiener mischung (1982)
                                    (<quote>Die Zinnsoldatenrevue</quote>)</hi>
                        </cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">II,86</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">40.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Sept.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Warten</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B3</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">8. 10.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Verlorenes Lied</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Neue Wege 135 (1958)</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">IV,119</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">42.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">21.10.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Was der Teich Narziß zu sagen
                                ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">43.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Nov.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Eva hat nun ein
                            Zeichen</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">44.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">22. 11.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Ad me ipsum</hi>
                        </cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">26. 11.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Alter Vater u. Sohn</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">28. 11.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">In der Schule</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">V,8</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">11. 12.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Junger Dichter
                            träumt</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">48.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">23.12.?</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Drehorgellieder vor
                            Gott</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">49.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">23. 12.</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">Frei gab Gott die Wahl
                            ...</hi></cell>
                        <cell rend="left"><hi style="font-size:8pt">B4</hi></cell>
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                            Mitterbauer</editor> in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der
                        Österreichischen Nationalbibliothek.
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                        Nachwort von <editor>Christa Gürtler</editor> und <editor>Helga
                            Mitterbauer</editor> in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der
                        Österreichischen Nationalbibliothek.
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                            Wedl</editor> in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der
                        Österreichischen Nationalbibliothek.
                            <pubPlace>Graz</pubPlace>/<pubPlace>Wien</pubPlace>:
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                            3</biblScope>).</bibl>

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                            Wedl</editor> in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der
                        Österreichischen Nationalbibliothek.
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                        Österreichischen Nationalbibliothek.
                            <pubPlace>Graz</pubPlace>/<pubPlace>Wien</pubPlace>:
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            </div>
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    </text>
</TEI>
