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            <titleStmt>
                <title type="main" xml:lang="de">Editorial</title>
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                        <forename>Wolfgang</forename>
                        <surname>Straub</surname>
                    </name>
                    <affiliation>Universität Wien</affiliation>
                    <email>wolfgang.straub@univie.ac.at</email>
                    <idno type="ORCID">0000-0001-6007-5707</idno>
                </author>
                <author>
                    <name>
                        <forename>Claudia</forename>
                        <surname>Dürr</surname>
                    </name>
                    <affiliation>Universität Wien</affiliation>
                    <email>claudia.duerrn@univie.ac.at</email>
                </author>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Wiener Digitale Revue</publisher>
                <date>2022</date>
                <availability>
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
                        <p>For this publication, a Creative Commons Attribution 4.0 International
                            license has been granted by the author(s), who retain full
                            copyright.</p>
                    </licence>
                </availability>
                <idno type="DOI">10.25365/wdr-03-01-01</idno>
                <idno type="URL"
                    >https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/0000</idno>
            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <title>Wiener Digitale Revue</title>
                <biblScope unit="issue">3</biblScope>
                <idno type="ISSN">2709-376X</idno>
            </seriesStmt>
            <sourceDesc>
                <p>born digital</p>
            </sourceDesc>
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                <keywords>
                    <term xml:lang="de">Editorial</term>
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    <text>
        <front>
            <div type="abstract" xml:lang="de">
                <p>Die dritte Nummer der Wiener Digitalen Revue ist der Stimme und der
                    Vielstimmigkeit gewidmet. Dabei geht es den Beiträgen des Schwerpunkts darum,
                    Stimme(n) mit den Phänomenen Intermedialität und Polyphonie zu verkreuzen: Die
                    Untersuchung intermedialer Phänomene bringt im Sinne des Mottos unserer
                    Zeitschrift eine starke Gegenwärtigkeit ins Spiel; zugleich gehört es zu den
                    Leistungen der Beiträge, den Begriff Polyphonie nicht länger rein metaphorisch
                    zu verwenden, sondern analytisch fruchtbar zu machen. (Mit einem Asterisk [*] versehene Beiträge durchliefen ein double-blind review.)</p>
            </div>
            <div type="abstract" xml:lang="en">
                <p>The third number of Wiener Digitale Revue is dedicated to the voice and
                    polyphony. The contributions to its focus aim to crosslink voice(s) with the
                    phenomena of intermediality and polyphony: the study of intermedial phenomena is
                    true to the motto of our journal, introducing a strong contemporaneity; at the
                    same time, these contribution’s achievements include that they no longer use the
                    concept of polyphony in a purely metaphorical manner but put its potential for
                    analysis to use. (Contributions marked with an asterisk [*] have undergone a double-blind review.)</p>
            </div>
        </front>
        <body>
            <div xml:id="wdr03_01-01_01">
                <p>Die dritte Ausgabe der <hi rend="italic">Wiener Digitalen Revue</hi> widmet sich
                    dem Phänomen der Stimme(n). Wir lassen den Begriff bewusst in der Schwebe
                    zwischen Singular und Plural, weil sich unser Schwerpunkt einerseits mit der
                    Vielstimmigkeit und der Polyphonie auseinandersetzt, zugleich aber auch der
                    einzelnen Stimme Gehör verleiht. Die Beiträge des Schwerpunkts gehen auf die
                    internationale Tagung <hi rend="italic">„sah ich mich rufen hören“. Stimme
                        intermedial, polyphon, digital</hi> zurück, die wir im September 2020 am
                    Klagenfurter Robert-Musil-Institut für Literaturforschung veranstaltet haben.
                    Ausgehend von unserem Forschungsprojekt <hi rend="italic">Kofler
                        intermedial</hi> (<ref target="www.aau.at/musil/literaturforschung/kofler"
                        >www.aau.at/musil/literaturforschung/kofler</ref> und <ref
                        target="www.wernerkofler.at">www.wernerkofler.at</ref>), das sich dem Werk
                    des österreichischen Schriftstellers Werner Kofler (1947–2011) und den
                    Möglichkeiten einer im Digitalen fußenden Intermedialitätsanalyse widmet, haben
                    wir angeregt, sich mit Stimme(n) sowohl polyphon als auch intermedial
                    auseinanderzusetzen.</p>
                <p>Der Beitrag des Polyphonie-Spezialisten Boris Previšić legt mit seiner
                    Begriffsgeschichte und mit explikativen Analysen den Grundstein des
                    Schwerpunkts. Die Auseinandersetzung mit Stimme(n) unter medialen Auspizien ist
                    facettenreich: Gundula Hachmann Stimmlichkeit denkt (,vocality‘) und Realismus
                    zusammen; Anna Bers hört und schaut
                    intermedialen Stimmen im Online-Lesungsvideo nach; Silvan Moosmüller untersucht
                    die Polyphonie in ,Wir‘-Erzählungen der Gegenwartsliteratur; Sascha Rothbart
                    geht in die stimmlichen Texturen von Rimbauds Sonett <hi rend="italic">Voyelles
                    </hi>hinein; in Einzelstudien untersuchen Anna Olivari die lyrische Stimme bei
                    Mascha Kaléko und Rosa Coppola die gesellschaftskritische Stimme Kathrin
                    Rögglas; Shira Miron geht der Metapher des <hi rend="italic">chiaroscuro</hi>,
                    des <hi rend="italic">Helldunkel </hi>bei Adorno, Schelling und Bachtin auf die
                    Spur; und Anke Bosse sowie Gernot Waldner widmen sich schließlich dem
                    „Polyphonisten“ Werner Kofler in seinen Hörspielen und seiner dem Juristischen
                    entspringenden Poetik.</p>
                <p>In unserer Rubrik „Aus der digitalen Praxis“ stellen wir einerseits zwei
                    spannende Wiener Editionen vor: die entstehende digitale Sigmund-Freud-Ausgabe
                    sowie die digitale Edition der Handke’schen Notizbücher. Andererseits stellt
                    Christian Kaserer Überlegungen an, wie man mit einer digitalen Werkausgabe den
                    wichtigen österreichischen Schriftsteller Franz Innerhofer wieder ins Zentrum
                    der Aufmerksamkeit rücken könnte. </p>
                <p>Die Rubrik „Schwarzes Brett“ präsentiert zwei sehr unterschiedliche Stimmen der
                    österreichischen Literatur: Anton Tantner hat eine Edition eines wichtigen
                    Beispiels der radikalen Richtung der österreichischen Aufklärung besorgt, Franz
                    Hebenstreit von Streitenfelds <hi rend="italic">Eipeldauer Lied</hi>, und ein
                    studentisches Autor:innenkollektiv schreibt über die Erzählstimme in einem der
                    zentralen Werke der Nachkriegsliteratur, Hans Leberts Roman <hi rend="italic"
                        >Die Wolfshaut</hi>. </p>
                <p>Unserer Videokolumnistin Daniela Strigl geht es gegen den Strich, dass beim Thema
                    ,Stimme(n)‘ heute sogleich die virulente Frage auftaucht, wer für wen die Stimme
                    erheben darf und wer wegen Appropriation angegriffen wird.</p>
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