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                <title type="main" xml:lang="en">Um die Wette geschrieben</title>
                <title type="sub" xml:lang="en">Eine Untersuchung von Werk und Nachlass Franz
                    Innerhofers im Hinblick auf die Möglichkeiten einer digitalen Edition</title>
                <author>
                    <name>
                        <forename>Christian</forename>
                        <surname>Kaserer</surname>
                    </name>
                    <email>christian.kaserer@posteo.de</email>
                    <idno type="ORCID">0000-0002-7101-3808</idno>
                </author>
            </titleStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>Wiener Digitale Revue</publisher>
                <date>2022</date>
                <availability>
                    <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"><p>For this
                            publication, a Creative Commons Attribution 4.0 International license
                            has been granted by the author(s), who retain full
                        copyright.</p></licence>
                </availability>
                <idno type="DOI">10.25365/wdr-03-03-03</idno>
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            </publicationStmt>
            <seriesStmt>
                <title>Wiener Digitale Revue</title>
                <biblScope unit="issue">3</biblScope>
                <idno type="ISSN">2709-376X</idno>
            </seriesStmt>
            <sourceDesc>
                <p>born digital</p>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc>
            <langUsage>
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            </langUsage>
            <textClass>
                <keywords xml:lang="de">
                    <term xml:lang="de">Franz Innerhofer</term>
                    <term xml:lang="de">Digitale Edition</term>
                </keywords>
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    <text>
        <front>
            <div type="abstract" xml:lang="de">
                <p>Franz Innerhofers Romandebüt <hi rend="italic">Schöne Tage</hi> (1974) war großer
                    Erfolg beschieden, er wurde zu einem der profiliertesten Vertreter einer
                    „Literatur der Arbeitswelt“. Bei seinem Tod 2002 galt Innerhofer hingegen als
                    ein Autor, von dem nichts mehr zu erwarten war. Der Beitrag gibt einen Überblick
                    über Innerhofers Werk und die Nachlasssituation, im Zentrum stehen Überlegungen
                    zur Voraussetzung einer Gesamtausgabe sowie den Möglichkeiten einer digitalen
                    Edition, wobei intermediale Komponenten von besonderem Interesse sind. </p>
            </div>
            <div type="abstract" xml:lang="en">
                <p>Franz Innerhofer‘s debut novel <hi rend="italic">Schöne Tage</hi> (Beautiful
                    Days, 1974) was very successful, he became one of the most prominent
                    representatives of a “literature of the working world”. At the time of his death
                    in 2002, however, Innerhofer was considered an author without expectations. The
                    contribution provides an overview of Innerhofer’s oeuvre and the situation of
                    the legacy, focusing on thoughts regarding the prerequisites of a complete
                    edition and the possibilities of a digital edition, with intermedial components
                    forming a special interest.</p>
            </div>
        </front>

        <body>
            <div xml:id="wdr03_03-03_01">
                <p>Als Franz Innerhofer am 19. Januar 2002, also vor gut zwanzig Jahren, freiwillig
                    aus dem Leben schied, galt er in der österreichischen Literaturlandschaft als
                    erledigter Fall, ein Autor, von dem nichts mehr zu erwarten war (<ref
                        xml:id="ref_Gauß2011-42" target="#Gauß2011" type="bibl">vgl. Gauß 2011:
                        42f.</ref>). Dem tragischen Ende Innerhofers waren ein zunächst rasanter wie
                    überraschender Aufstieg, sowie nach dem großen Erfolg des ersten Romans
                        <title>Schöne Tage</title> ein sukzessiver Abstieg vorausgegangen.
                    Betrachtete man den aus dem Salzburger Pinzgau stammenden Autor in den späten
                    1970er Jahren noch als vielversprechendsten und wohl auch prononciertesten
                    Vertreter einer damals in Österreich in dieser Form völlig neuen
                        <title>Literatur der Arbeitswelt</title><note xml:id="endnote_01"><p>Zu
                            dieser in der Wissenschaft nicht ganz unumstrittenen Zuordnung sei
                            verwiesen auf: <ref xml:id="ref_Birgfeld2022-19" target="#Birgfeld2002"
                                type="bibl">Birgfeld 2002: 19–44</ref> sowie: <ref
                                xml:id="ref_Kaserer2021-14" target="#Kaserer2021" type="bibl"
                                >Kaserer 2021: 14–15</ref></p></note>, war es ab dem Ende der 1980er
                    Jahre immer ruhiger um ihn geworden. Autobiographisch gefärbte Werke aus dem
                    Milieu der Arbeiter*innen entsprachen scheinbar nicht mehr dem Zeitgeist und
                    Innerhofer sagte man nach, nicht darüber hinaus schreiben zu können. Der
                    Versuch, einen Comeback-Roman abzufassen, scheiterte, und auch als Theaterautor
                    vermochte Innerhofer sich nicht zu etablieren. Während sein Debut <title>Schöne
                        Tage</title> sich auch heute noch auf diversen Leselisten für Gymnasien
                    findet, harrt der Rest seines durchaus umfangreichen Œuvres einer
                    Wiederentdeckung. Nebst den Romanen versuchte sich Innerhofer mit
                    Theaterstücken, Hörspielen sowie diversen Erzählungen. Will man sich dem Autor
                    und seinem Werk nähern, stößt man indes schnell auf eine Schwierigkeit: Das Gros
                    seiner Bücher ist, wenn überhaupt, nur noch antiquarisch erhältlich. Von seinem
                    Stammverlag Residenz wird man nur noch <title>Schöne Tage</title> in einer
                    Auflage aus 2011, <title>Die großen Wörter</title> in einer Auflage aus 2002 und
                    des Theatermonologs <title>Scheibtruhe</title> in der Erstauflage von 1996
                    habhaft. Bei insgesamt neun zu Lebzeiten selbständig erschienenen Werken ein
                    ernüchternder Befund. Dabei wäre in der Literatur Franz Innerhofers so manches
                    auch heute noch interessante und aktuelle Detail zu entdecken, nicht nur was die
                    Machtverhältnisse in der Arbeitswelt zwischen oben und unten, sondern ebenso die
                    Klassenverhältnisse in der Gesellschaft und vermeintliche Aufstiegsmöglichkeiten
                    betrifft. Eine Gesamtausgabe ist also ein Desiderat und lohnenswert scheint das
                    Unterfangen einer Edition, wozu dieser Text eine erste theoretische Grundlage
                    bieten soll.</p>
            </div>
            <div xml:id="wdr03_03-03_02">
                <head>1. Der Nachlass </head>
                <p>Innerhofer selbst hat, soweit wir wissen, nie Vorkehrungen für seinen Nachlass
                    getroffen und so kommen die textgenetisch relevanten Varianten seiner Arbeiten
                    eher fragmentarisch auf uns. Ein umfassender Part der Textzeugen seiner
                    selbständig erschienenen Werke findet sich im Literaturarchiv Salzburg in der
                    Sammlung Karlheinz Rossbacher, der Sammlung Adolf Haslinger Literaturstiftung
                    sowie der Sammlung Archiv Residenz Verlag. Von sieben der neun zu Lebzeiten
                    publizierten Bücher liegen dort Typoskripte vor, wobei das Archiv des Residenz
                    Verlags den größten Teil davon ausmacht. Dass es sich bei den überlieferten
                    Typoskripten mehrheitlich um sehr weit entwickelte Varianten handelt, sandte sie
                    Innerhofer doch zur Publikation an den Verlag, ist selbstredend. Überdies sind
                    uns im Archiv Residenz Verlag noch eine Variante der in einer Anthologie
                    erschienenen Erzählung <title>W.</title> als auch die nicht immer friktionsfrei
                    verlaufene Verlagskorrespondenz zwischen Franz Innerhofer, Verlagsgründer
                    Wolfgang Schaffler, Jochen Jung u.a. überliefert. Der Zeitraum dieser
                    Korrespondenz reicht von 1974, dem Veröffentlichungsjahr von <title>Schöne
                        Tage</title>, bis in den April 1995.</p>
                <p>Während in Salzburg, abgesehen von den diversen Briefen, also zuvorderst
                    Textzeugen überliefert sind, finden wir in der Wienbibliothek im Rathaus primär
                    Lebensdokumente Innerhofers. Die Sammlung der Wienbibliothek im Rathaus wurde
                    2009 (<ref type="bibl" target="#Wienbibliothek2009">vgl. Wienbibliothek im
                        Rathaus 2009</ref>) mit einem Teil der Bibliothek des Autors aus dem
                    Antiquariatshandel erworben und umfasst Rechnungen wie Korrespondenzen, welche
                    einen detaillierten Einblick in die Lebens- sowie Schaffensumstände des Autors
                    ermöglichen. Abgesehen von drei aphoristischen Kurztexten<note
                        xml:id="endnote_02"><p>Da keine gesicherten Titel für diese kurzen Texte
                            existieren, benenne ich sie nach den ersten Worten: <hi rend="italic"
                                >Weiter geschrieben wird</hi> – publiziert in: <ref
                                target="#Wienbibliothek2009" type="bibl">Wienbibliothek im Rathaus
                                2009</ref>; <hi rend="italic">Rotzpippen</hi> – publiziert in: <ref
                                target="#Mädl2013" type="bibl">Mädl 2013: 13</ref>; <hi
                                rend="italic">Literatur der Arbeitswelt </hi> – publiziert in: <ref
                                type="bibl" target="#Kaserer2021">Kaserer 2021: 15</ref></p></note>
                    finden sich im Wiener Splitternachlass allerdings keinerlei literarische
                    Überlieferungen.</p>
            </div>
            <div xml:id="wdr03_03-03_03">
                <head>Selbständig erschienene Texte</head>
                <p>Die Überlieferungssituation von Innerhofers Œuvre gestaltet sich also durchaus
                    positiv und bietet, mit einigen wenigen Ausnahmen, einen guten Ausgangspunkt für
                    eine künftige Edition. Betrachten wir, um uns ein besseres Bild der Lage zu
                    verschaffen, die einzelnen Werke und ihre Überlieferungssituation etwas
                    genauer.</p>
                <p><hi rend="italic">Schöne Tage (1974)</hi></p>
                <p>Durch die Sammlungen Karlheinz Rossbacher (dort liegen zwei mit Römisch I sowie
                    Römisch II betitelte Umschläge) und Adolf Haslinger Literaturstiftung sind uns
                    im Literaturarchiv Salzburg insgesamt drei textgenetisch relevante Varianten von
                    Innerhofers bahnbrechendem Debutroman überliefert. Die drei Typoskripte umfassen
                    insgesamt über 270 Blatt und zeugen von den umfangreichen Arbeiten am Roman. So
                    existieren von einzelnen Kapiteln des Romans verschiedene Fassungen, Innerhofer
                    wie auch dritte Personen – hier sind Verlagsmitarbeiter*innen anzunehmen –
                    fügten handschriftliche Korrekturen ein. Der Autor selbst schnitt zuweilen
                    Seiten auseinander und klebte sie neu angeordnet wieder zusammen. Hervorzuheben
                    ist also die einzigartige Materialität dieser Textzeugen. Die Arbeitsphasen am
                    Roman lassen sich gut in den drei Typoskripten und auch mithilfe der
                    Verlagskorrespondenz nachvollziehen. Anzumerken ist, dass der bei Innerhofers
                    Freund und Biographen Frank Tichy erwähnte ursprüngliche Anfang von
                        <title>Schöne Tage</title>, in welchem ein Student und zwei Amerikaner den
                    Pinzgau besuchen und den Innerhofer auf Anraten von Adolf Haslinger verworfen
                    haben soll (<ref type="bibl" target="#Tichy2004">vgl. Tichy 2004: 113</ref>),
                    auch in diesen drei Varianten nicht zu finden ist. Dass dieser Anfang des Romans
                    also dauerhaft verloren ist, muss angenommen werden. Eine Fotokopie auf Basis
                    des umfangreichsten in Salzburg befindlichen Typoskripts liegt im Deutschen
                    Literaturarchiv Marbach im Nachlass von Carl Zuckmayer (Mediennummer:
                    HS000322102), ist jedoch für eine Edition nicht relevant. Anzumerken ist
                    überdies, dass Innerhofer einzelne Kapitel aus <title>Schöne Tage</title> für
                    ein halbes Dutzend Anthologien bereitstellte (<ref type="bibl"
                        target="#Birgfeld2002">vgl. Birgfeld 2002: 231f.</ref>). Hier ist eine
                    editorische Relevanz noch zu prüfen.</p>
                <p><hi rend="italic">Schattseite (1975)</hi></p>
                <p>In der Sammlung Archiv Residenz Verlag im Literaturarchiv Salzburg sind uns zwei
                    Typoskripte von Innerhofers <title>Schattseite</title> mit Anmerkungen eigener
                    wie auch fremder Hand sowie Druckfahnen und Lektoratsgutachten überliefert. Wie
                    auch bereits bei <title>Schöne Tage</title> zeugt die Materialität der
                    Textzeugen von der intensiven Arbeit am Text – sowohl von Innerhofer selbst als
                    auch durch den Verlag. Tichy (<ref type="bibl" target="#Tichy2002"
                        >2002:&#160;22</ref>) erwähnt, Innerhofer habe bereits in Salzburg mit
                        <title>Schattseite</title> angefangen, die dort verfassten 120 Seiten jedoch
                    verworfen und in Orvieto, einem für den Autor wichtigen italienischen Ort,
                    völlig neu geschrieben. Sollte nicht in einem bisher noch unbekannten privaten
                    Nachlass ein Durchschlagtyposkript auftauchen, von welchen Innerhofer in der
                    Regel stets gleich mehrere Exemplare anfertigte, muss die Salzburger
                        <title>Schattseite</title> als verloren gelten. Wie bereits bei
                        <title>Schöne Tage</title> stellte Innerhofer einzelne Kapitel aus dem Buch
                    für Anthologien zur Verfügung (<ref type="bibl" target="#Birgfeld2002">vgl.
                        Birgfeld 2002: 232</ref>) und auch hier wäre zu untersuchen, ob der Autor
                    die Kapitel eins zu eins übernahm oder textgenetisch relevante Veränderungen
                    durchführte. Überdies stellt sich die Frage, wie mit der 1978 erstmals
                    unselbständig erschienenen Erzählung <title>W.</title> zu verfahren ist. Die
                    Geschichte über einen Fabrikarbeiter, welcher durch Zufälle mehrfach am Suizid
                    gehindert wird, fand ihren – deutlich gekürzten – Eingang in
                        <title>Schattseite</title> (<ref type="bibl" target="#mädl2013">vgl. Mädl
                        2013: 23</ref>). Einerseits bestünde also die Möglichkeit, <title>W.</title>
                    als Variante eines Teils von <title>Schattseite</title> zu betrachten,
                    andererseits jedoch den Teil aus <title>Schattseite</title> als kürzere Variante
                    von <title>W.</title> Eine künftige Edition wird sich dieser Sache annehmen
                    müssen.</p>
                <p>
                    <hi rend="italic">Innenansichten eines beginnenden Arbeitstages (1976)</hi></p>
                <p>Die Erzählung über Entfremdung und Sinnlosigkeit des Fabrikarbeitsalltags wurde
                    1976 im deutschen Liebhaberverlag Pfaffenweiler Presse veröffentlicht.
                    Innerhofers Text wurden Grafiken der Künstlerin Margarethe Keith anbeigestellt.
                    Keith und Innerhofer signierten die kleine Auflage von 200 Exemplaren händisch
                    mit Bleistift. Es handelt sich dabei um Innerhofers erste Publikation in einem
                    anderen Verlag, weshalb uns in Salzburg kein Typoskript überliefert ist. Der
                    Pfaffenweiler Verlag selbst dürfte Anfang des neuen Jahrtausends geschlossen
                    worden sein. Der Verbleib eines möglichen Verlagsarchivs konnte bis dato nicht
                    geklärt werden, Kontaktversuche mit der früheren Inhaberin blieben erfolglos.
                    Basis für eine Edition bildet also das Druckwerk selbst.</p>
                <p><hi rend="italic">Die großen Wörter (1977)</hi></p>
                <p>Mit dem dritten Teil seiner autobiographischen Romane kehrt Innerhofer nach
                    seinem kurzen Ausflug zu Pfaffenweiler wieder zu Residenz zurück, weshalb sich
                    hier wieder ein umfassendes Typoskript mit den typischen Anmerkungen und
                    Korrekturen eigener wie fremder Hand im Archiv des Residenz Verlags findet.
                    Überdies haben sich in der Verlagskorrespondenz etwas über 20 Blatt Anmerkungen
                    sowie Kopien aus dem Typoskript mit Anmerkungen des Lektorats erhalten, welche
                    zur Textkritik herangezogen werden müssen. </p>
                <p><hi rend="italic">Der Emporkömmling (1982)</hi></p>
                <p>Mit dem <title>Emporkömmling</title> bricht Innerhofer mit der als Alter Ego
                    angenommenen Erzählerfigur Holl und lässt den ebenfalls autobiographisch
                    inspirierten Hans Peter Lambrecht auftreten. Dieser, wie Innerhofer aus der
                    Arbeiter*innenklasse stammend, zeigt sich als Aufsteiger von der Welt der
                    Intellektuellen enttäuscht und versucht den Milieuwechsel rückgängig zu machen.
                    Der gesellschaftskritische Text wurde von der Kritik zu großen Teilen negativ
                    aufgenommen. Im Literaturarchiv Salzburg haben sich zwei Typoskripte zum
                        <title>Emporkömmling</title> erhalten. Beide zeugen von enormen
                    Anstrengungen, den Text ins Reine zu schreiben. Die Anmerkungen und
                    Korrekturvorschläge von Jochen Jung nehmen ein bisher ungekanntes Ausmaß an.
                    Innerhofer war es sichtlich schwer gefallen, sein bisheriges Niveau zu halten,
                    was freilich zu Konflikten zwischen Lektor und Autor führte. Anzumerken ist,
                    dass das vom veröffentlichten Text weiter entfernte, also wohl ältere Typoskript
                    den Titel <title>Die Safari des Herrn Wennetzki</title> trägt. Ein 1981 in einer
                    Anthologie veröffentlichter und als aus einem in Arbeit befindlichen Roman
                    gekennzeichneter Text trägt selbigen Titel (<ref type="bibl"
                        target="#Birgfeld2002">vgl. Birgfeld 2002: 233</ref>) und darf wohl als
                    älteste Variante angenommen werden.<note xml:id="endnote_03"><p>Mädl geht von
                            einer Verwechslung im Titel aus und meint, beim in der Anthologie
                            publizierten Text handle es sich um einen völlig anderen Roman (<ref
                                type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. Mädl 2013: 97</ref>). Birgfeld
                            hingegen, welchem ich beipflichten will, sieht in der <hi rend="italic"
                                >Safari</hi> eine Vorarbeit zum <hi rend="italic">Emporkömmling</hi>
                                (<ref type="bibl" target="#Birgfeld2002">vgl. Birgfeld 2002:
                                233</ref>).</p></note></p>
                <p><hi rend="italic">Out of Arnfels: Bilder aus Polen und Burghölzli (1989)</hi></p>
                <p>Obwohl Innerhofers zweite Kollaboration mit einem Kunstschaffenden im Grazer
                    Verlag Leuschner + Lubensk erschien, hat sich in der Sammlung Archiv Residenz
                    Verlag im Literaturarchiv Salzburg die Kopie eines entsprechenden Typoskripts
                    mit Korrekturen eigener wie fremder Hand erhalten. Die Korrespondenz zwischen
                    Innerhofer und Jung legt nahe, dass der Autor 1987 daran dachte, seinen Text bei
                    Residenz zu publizieren, was aber aus bisher noch nicht geklärten Umständen
                    nicht realisiert wurde. Eine aus 1986 stammende erste Fassung von
                        <title>Burghölzli</title> wurde überdies im Zürcher <title>Tages Anzeiger
                        Magazin</title> publiziert (<ref type="bibl" target="#Birgfeld2002">vgl.
                        Birgfeld 2002: 233</ref>). Dieser Text ist uns also in drei bei einer
                    Edition zu berücksichtigenden Varianten überliefert.</p>
                <p><hi rend="italic">Orvieto (1990)</hi></p>
                <p>Bei dem 1990 im Grazer Kleinstverlag Edition Strahalm erschienen Theaterstück
                        <title>Orvieto </title>handelt es sich um Innerhofers erste uns bekannte
                    dramatische Arbeit. Die Hoffnung, sich damit von der Autobiographie befreien und
                    als Theaterautor etablieren zu können (<ref type="bibl" target="#Mädl2013">vgl.
                        Mädl 2013: 102</ref>), erfüllte sich nicht. In der Kritik wurden dem 1990
                    vom Verein Mutido im Wiener Theater Gruppe 80 uraufgeführten Stück Banalität und
                    schlechte Dialoge vorgeworfen (<ref type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. Mädl
                        2013: 102–104</ref>). Die Entstehungsgeschichte von <title>Orvieto</title>
                    erweist sich als verworren, so verhält es sich auch mit den Textzeugen. Wie mir
                    Herausgeber Werner Strahalm versicherte, dürften für die von ihm publizierte
                    Variante keine Autographen mehr bestehen, geht er doch davon aus, von Innerhofer
                    eine inzwischen nicht mehr existierende Diskette erhalten zu haben. Tatsächlich
                    hat sich im Nachlass des ehemaligen Wiener Theaters Gruppe 80 eine Variante
                        erhalten,<note xml:id="endnote_04"><p>Wienbibliothek im Rathaus. Signatur:
                            ZPH1340. Archiv Theaterverein Gruppe 80. Archivbox 21. Mappe 2.4. In
                            dieser Sammlung finden sich überdies Fotografien der Proben.</p></note>
                    welche sich nicht nur in der Anzahl der im Stück auftretenden Personen von der
                    Variante im Buch unterscheidet, sondern auch im Nebentext deutliche
                    Veränderungen aufweist.</p>
                <p>Darüber hinaus produzierte der ORF Steiermark im Jahr 1981 ein Hörspiel
                    Innerhofers unter dem Titel <title>Das Haus am Stadtrand</title>. Das am 25.
                    Januar 1981 ausgestrahlte (<ref type="bibl" target="#Ö12021">vgl. Ö1</ref>),
                    etwa einstündige Hörspiel weist eine klare inhaltliche Nähe zu
                        <title>Orvieto</title> auf und muss als vorhergehende Textstufe betrachtet
                        werden.<note xml:id="endnote_05"><p> Innerhofer wurde wegen des Hörspiels
                            scheinbar auch aus Deutschland für eine weitere Produktion kontaktiert
                                (<ref type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. Mädl 2013:
                            104f.</ref>).</p></note> Ein Typoskript hat sich auf Nachfrage beim ORF
                    nicht erhalten, ein Tonbandmitschnitt des Hörspiels, dessen Digitalisat mir
                    vorliegt, allerdings schon. Für eine Edition ein guter Umstand.</p>
                <p>Nebst dieser drei Fassungen findet sich im Archiv des Residenz Verlags ein mit
                        <title>Stück</title> betiteltes Werk, das ebenfalls eine deutliche
                    Ähnlichkeit mit <title>Orvieto</title> aufweist. Es dürfte sich dabei um die
                    älteste auf uns gekommene Fassung handeln. Innerhofer wollte
                        <title>Stück</title> an Josef Kaut, von 1971 bis 1982 Präsident der
                    Salzburger Festspiele, gesandt wissen mit dem Hinweis, es wäre ideal für die
                    Festspiele. Kaut allerdings, so zeugen Notizen auf einem Briefumschlag, in
                    welchem <title>Stück</title> offenbar herumgereicht wurde, hielt das Stück für
                    die Festspiele nicht nur für ungeeignet, sondern gänzlich für schlecht. Eine
                    Publikation im Residenz Verlag kam nicht zustande.</p>
                <p><hi rend="italic">Um die Wette leben (1993)</hi></p>
                <p>Von Innerhofers letztem und in der Kritik durchgehend zerrissenem Roman hat sich
                    im Literaturarchiv Salzburg unter dem Titel <title>Der Esser.
                        Kellerverunglimpfungsgeschichten und Anleitung zum Umgang mit Taschenlampen,
                        Augen und Licht</title> ein umfangreiches Typoskript erhalten. Wie die
                    anderen Typoskripte zeugt auch dieses von den intensiven Arbeiten, die
                    Innerhofer selbständig sowie mit Hilfe des Lektorats am Text durchführte. </p>
                <p><hi rend="italic">Scheibtruhe (1996)</hi></p>
                <p>Bei <title>Scheibtruhe</title> handelt es sich um die zweite dramatische Arbeit
                    des Autors. Auf Vermittlung eines Journalisten nahm sich Innerhofer der
                    Geschichte der Johanna Rittenschober an (<ref type="bibl" target="#Angerer2011"
                        >vgl. Angerer 2011: 59f.</ref>), welche in der Nähe des Konzentrationslagers
                    Gusen unter Bedingungen aufwuchs, die vielfach mit denen Innerhofers verglichen
                    wurden und welche ihr Leben riskierte, indem sie KZ-Häftlingen Nahrung
                    zusteckte.</p>
                <p>Bereits 1990 wurden Ausschnitte aus dem Stück in der Tageszeitung <title>Die
                        Presse</title> publiziert (<ref type="bibl" target="#Angerer2011">vgl.
                        ebd.</ref>), 1992 führte man die <title>Geschichte der Hanni R.</title> im
                    Schauspielhaus Graz erstmals auf. Der Text des Stücks wurde im Programmheft der
                    Bühnen Graz abgedruckt. Eine von Innerhofer, wie der vorhandene Zeitstempel
                    darlegt, am 14. März 1996 angefertigte Fotokopie des Programmhefts wurde von ihm
                    handschriftlich korrigiert und dem Residenz Verlag übersendet, in dessen
                    Sammlung sie sich im Literaturarchiv Salzburg erhalten hat. Überdies wurde
                        <title>Scheibtruhe</title> 1995 durch den ORF-Oberösterreich als Hörspiel
                    vertont. Eine Tonbandkopie hat sich im Archiv erhalten.</p>
                <p>Im Jahr 2003 fand im Theater Gruppe 80 in Wien eine Aufführung des Stücks unter
                    dem Titel <title>Die Geschichte der Hanna R.</title> statt. Wie der ausgedruckte
                    Mailwechsel sowie der vorliegende Text im Nachlass des Theatervereins
                        zeigen,<note xml:id="endnote_06"><p> Wienbibliothek im Rathaus. Signatur:
                            ZPH1340. Archiv Theaterverein Gruppe 80. Archivbox 10. Mappe 1.68. sowie
                            Archivbox 37. Mappe 11.1.3.18. Wie bereits bei <title>Orvieto</title>
                            haben sich auch für <title>Scheibtruhe</title> Fotografien der Proben im
                            Archiv des Vereins erhalten.</p></note> war Innerhofer in die Planung
                    der Inszenierung und die Umarbeitung der Textgrundlage zumindest peripher
                    involviert. Eine künftige Edition hat also nicht nur die drei oben genannten
                    Textzeugen zu untersuchen, sondern ebenso zu evaluieren, inwiefern das Hörspiel
                    sowie der Nachlass der Gruppe 80 als relevant betrachtet werden können.</p>
            </div>
            <div xml:id="wdr03_03-03_04">
                <head>3. Unselbständig erschienene Texte</head>
                <p>Während vom Gros der selbständig erschienenen Texte unseres Autors Typoskripte
                    vorhanden sind, konnten trotz intensiver Recherchen – der oben unter
                        <title>Schattseite</title> aufgeführte Text <title>W.</title> ausgenommen –
                    für die unselbständig erschienenen Arbeiten keine Autographen aufgefunden
                    werden. Für die (mit <title>W.</title>) insgesamt sechs Erzählungen (<ref
                        xml:id="ref_Birgfeld2002-232" type="bibl" target="#Birgfeld2002">vgl.
                        Birgfeld 2002: 232f.</ref>) müssen also die jeweiligen Publikationen als
                    Textgrundlage für eine Edition dienen. Auch die 2004 posthum in der Edition
                    Tartin selbständig erschienene Kurzgeschichte <title>Der Flickschuster</title>
                    geht auf die 1986 im Zürcher <title>Tages Anzeiger Magazin</title>
                    veröffentlichte Fassung zurück.</p>
            </div>
            <div xml:id="wdr03_03-03_05">
                <head>4. Offene Baustellen</head>
                <p>Trotzdem die Überlieferungssituation der Typoskripte Franz Innerhofers summarisch
                    als recht gut zu bezeichnen ist, sind noch einige offene Baustellen zu
                    konstatieren, welche in die Überlegungen einer künftigen Edition miteinbezogen
                    werden müssen.</p>
                <p>
                    <hi rend="italic">Transamazonica</hi></p>
                <p>Gemeinsam mit seinen Kollegen Ingram Hartinger, Alf Schneditz, Franz Praher und
                    Georg Schmid bildete Franz Innerhofer das lose Autorenkollektiv Transamazonica.
                    Über die Ernsthaftigkeit und Enge der Gruppe ließe sich diskutieren (<ref
                        type="bibl" target="#Tichy2004">vgl. Tichy 2004: 129–136</ref>, <ref
                        type="bibl" target="#Schneditz2011">Schneditz 2011: 53–57</ref>).
                    Transamazonica harrt zuweilen noch einer literaturwissenschaftlichen
                    Untersuchung, weshalb eine Edition hier natürlich Pionierarbeit zu leisten
                    hätte. So ließe sich etwa die Frage stellen, welchen Einfluss die Gruppe und
                    ihre Mitglieder auf die Entstehung des Innerhofer’schen Werks ausübten. Überdies
                    wäre zu recherchieren, ob Materialien wie etwa Aufzeichnungen der ersten
                    gemeinsamen Lesung aus dem Jahr 1987 überdauerten.</p>
                <p><hi rend="italic">Das rechte Murufer</hi></p>
                <p>In den 1990er Jahren begann Innerhofer mit der Arbeit an dem Roman <title>Das
                        rechte Murufer</title>. Es dürfte sich dabei um eine Art literarische Studie
                    über die sozial schwächergestellte Bevölkerung von Graz gehandelt haben. Einige
                    Zeilen daraus sind uns durch Frank Tichy überliefert (<ref type="bibl"
                        target="#Tichy2004">vgl. Tichy 2004: 283–287</ref>), ein Typoskript indes
                    konnte noch nicht ausfindig gemacht werden.<note xml:id="endnote_07"><p>Die von
                            Tichy angegebene Quelle hat sich nach meinen Recherchen
                            bedauerlicherweise als falsch herausgestellt.</p></note> Innerhofer
                    erhielt ein Stipendium für seine Arbeit am Roman (<ref type="bibl"
                        target="#Mädl2013">vgl. Mädl 2013: 12f.</ref>), las daraus (<ref type="bibl"
                        target="#Mädl2013">vgl. ebd. 81</ref>) und dürfte wohl eine Publikation beim
                    Deuticke Verlag angedacht haben (<ref type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. ebd.
                        24</ref>). Eine Innerhofer-Edition wäre freilich eine gute Möglichkeit die
                    Veröffentlichung des Romans, sollte er denn doch noch gefunden werden, in
                    Angriff zu nehmen. </p>
                <p><hi rend="italic">Korrespondenz</hi></p>
                <p>Innerhofers in Salzburg und Wien aufbewahrte Korrespondenzen wurden durch Judith
                    Mädls Arbeit <title>Franz Innerhofer – Leben und Werk nach dem großen
                        Erfolg</title> umfangreich ausgewertet. Mädls Untersuchung kann als
                    Grundlage für eine künftige Edition herangezogen werden, bietet sie doch einen
                    profunden Überblick über Innerhofers biographische Schaffensumstände. Nebst den
                    bereits ausgewerteten Korrespondenzen wird es allerdings die Aufgabe einer
                    künftigen Edition sein, weitere Lebensdokumente Franz Innerhofers aufzuspüren
                    und für die Forschung heranzuziehen. Hierin dürfte vielleicht die größte
                    Schwierigkeit liegen, sind Briefe des Autors doch in unterschiedlichsten
                    Nachlässen zu erwarten. Ein noch zu erschließendes Konvolut findet sich etwa im
                    Deutschen Literaturarchiv in Marbach im Bestand des Suhrkamp Lektorats
                    (Mediennummer HS011687792), wo Innerhofers Werke in Taschenbuchausgaben
                    erschienen. </p>
            </div>
            <div xml:id="wdr03_03-03_06">
                <head>5. Möglichkeiten einer digitalen Edition</head>
                <p>Wie wir zeigen konnten, sind die Bedingungen zu einer literaturwissenschaftlich
                    fundierten Edition von Franz Innerhofers Werk durchaus gegeben. Für die meisten
                    selbständig erschienenen Arbeiten finden sich Textzeugen, und auch eine
                    Werkbibliographie der unselbständig erschienenen Texte liegt vor (<ref
                        type="bibl" target="#Birgfeld2002">vgl. Birgfeld 2002: 231–233</ref>).
                    Selbst die Korrespondenz Innerhofers ist zu großen Teilen erforscht, was
                    biographische und somit für die Entstehung der Texte relevante Details mit einem
                    überschaubaren Aufwand erschließbar macht. Es bleibt also die Frage nach der
                    Gestalt einer künftigen Edition.</p>
                <p>Werk und Nachlass Franz Innerhofers bieten, so scheint mir, ideale
                    Voraussetzungen für eine Online-Edition. Ein Grund für diese Annahme ist die
                    bisher kaum als solche explizit erforschte Intermedialität in mehreren seiner
                    Arbeiten. Zu nennen wäre hier etwa der Debutroman: <title>Schöne Tage</title>
                    wurde 1981 in der Regie von Fritz Lehner verfilmt. Eine digitale Edition hätte
                    die Möglichkeit, nebst dem Roman auch die Verfilmung digital verfügbar zu
                    machen. Mit <title>Das Haus am Stadtrand</title> existiert eine frühe Fassung
                    des Stücks <title>Orvieto</title> als Hörspiel, welches ebenfalls bedacht werden
                    müsste. Offline könnte dies nur durch einen der gedruckten Edition beigelegten
                    Datenträger geleistet werden. Ein Format, welches in Anbetracht der immer
                    seltener werdenden CD-Laufwerke zunehmend anachronistisch erscheint. </p>
                <p>Weiters böte eine digitale Edition die Möglichkeit, die oben bereits genannte
                    Materialität der Autographen sichtbar zu machen. Die eingeklebten Stellen, mit
                    unterschiedlichen Schreibmaterialien durchgeführten Korrekturstufen, etc. sind
                    direkte Zeugen der intensiven Arbeit des Schriftstellers an seinen Texten und
                    lassen sich ohne entsprechende Digitalisate der Typoskripte kaum sichtbar
                    machen. Eine entsprechende Edition in Form einer Website könnte beispielsweise
                    eine simultane Ansicht von Digitalisat sowie diplomatischer Transkription
                        anbieten.<note xml:id="endnote_08"><p>Ein gelungenes Beispiel für so eine
                            Darstellungsart ist die an der Österreichischen Akademie der
                            Wissenschaften entstandene Edition von Thomas Bernhards <hi
                                rend="italic">Wittgensteins Neffe</hi>. Abrufbar unter: <ref
                                target="https://wn.ace.oeaw.ac.at"
                            >https://wn.ace.oeaw.ac.at</ref></p></note>
                </p>
                <p>Nebst der Einbettung von Digitalisaten, Videos, Fotografien und Audiodateien wäre
                    wohl auch Geo-Mapping eine naheliegende Option. Über ein solches Tool ließen
                    sich nicht nur die Orte in den Romanen, wie etwa Krimml und Kaprun, mit den
                    jeweiligen Textstellen verknüpfen. Eine zweite Karte könnte überdies wichtige
                    Orte der Biographie markieren, etwa diverse Studienaufenthalte in Italien (<ref
                        type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. Mädl 2013: 13–15</ref>), Innerhofers
                    Lesereisen (<ref type="bibl" target="#Mädl2013">vgl. ebd. 72–81</ref>) und
                    natürlich Orte im Oberpinzgau oder etwa Graz. </p>
                <p>Bei all dem hier sichtbar werdenden Enthusiasmus bleibt indes ein
                    Wehrmutstropfen. Freilich muss für solch ein Vorhaben die nicht unkomplizierte
                    rechtliche Situation bedacht werden. Innerhofers Tod liegt zwanzig Jahre zurück,
                    wodurch einerseits die Erbin, seine Tochter, einbezogen werden muss.
                    Andererseits wären die Rechte für die Verfilmung von <title>Schöne Tage</title>
                    sowie den Hörspielen <title>Das Haus am Stadtrand</title> und
                        <title>Scheibtruhe</title> mit dem Österreichischen Rundfunk abzuklären.
                    Auch die Verlage Innerhofers wären einzubeziehen. Dass mit Pfaffenweiler Presse
                    ein Verlag nicht mehr besteht, macht die Situation wohl nicht weniger
                    kompliziert. Die rechtliche Lage dürfte wohl als größte Hürde eines solchen
                    Vorhabens betrachtet werden.</p>
                <p>Eine digitale Edition von Franz Innerhofers Œuvre böte nicht nur eine gute
                    Gelegenheit, die technischen Möglichkeiten der digitalen Editionsphilologie
                    auszuschöpfen, sondern würde das inzwischen großteils vergessene Werk des Autors
                    wieder zugänglich machen und könnte damit überdies die sogenannte <hi
                        rend="italic">Literatur der Arbeitswelt</hi> erneut in den Fokus der
                    Forschung rücken. Gute Argumente also, sich trotz bestehender Schwierigkeiten
                    eines solchen Vorhabens anzunehmen.</p>

                <figure xml:id="wdr03_03-03_Abb_01">
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                    <head type="legend">Aus Franz Innerhofers persönlichem Nachlass:
                        Erinnerungsfotos an schöne Zeiten in Italien (Fotograf*in unbekannt. Quelle:
                        Wienbibliothek im Rathaus, ZPH-1471)</head>
                </figure>

                <figure xml:id="wdr03_03-03_Abb_02">
                    <graphic url="wdr03_03-03_Abb_02.jpg" width="350px" height="550px"/>
                    <head type="legend">Plan für die erste Jahreshälfte 1983. Innerhofer
                        dokumentierte sein Leben aufgrund diverser Stipendien minutiös (Quelle:
                        Wienbibliothek im Rathaus, ZPH-1471)</head>
                </figure>

                <figure xml:id="wdr03_03-03_Abb_03">
                    <graphic url="wdr03_03-03_Abb_03.jpg" width="350px" height="450px"/>
                    <head type="legend">Blick in Innerhofers Arbeitsweise: Die erste Seite seines
                        Debütromans <hi rend="italic">Schöne Tage</hi>. Entnommen der Sammlung
                        Karlheinz Rossbacher, Mappe zu <hi rend="italic">Schöne Tage</hi>, Umschlag
                        Römisch II (Quelle: Literaturarchiv Salzburg, Forschungszentrum von
                        Universität, Land und Stadt Salzburg, Nachlass Franz Innerhofer, Sammlung
                        Karlheinz Rossbacher)</head>
                </figure>

                <figure xml:id="wdr03_03-03_Abb_04">
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                    <head type="legend">Erste Seite der späteren Fassung von Innerhofers <hi
                        rend="italic">Emporkömmling</hi> mit Anmerkungen eigener sowie fremder
                        Hand (Literaturarchiv Salzburg, Nachlass Franz Innerhofer, Sammlung Archiv
                        Residenz Verlag)</head>
                </figure>
            </div>
        </body>
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            </div>
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