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         <titleStmt>
            <title type="main" xml:lang="de">Betty Paoli und die Mode</title>
            <author>
               <name>
                  <forename>Karin S.</forename>
                  <surname>Wozonig</surname>
               </name>
               <affiliation>Universität Wien</affiliation>
            </author>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Wiener Digitale Revue</publisher>
            <date>2025</date>
            <availability>
               <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/"><p>For this
                     publication, a Creative Commons Attribution 4.0 International license has been
                     granted by the author(s), who retain full copyright.</p></licence>
            </availability>
            <idno type="DOI">10.25365/wdr-06-02-04</idno>
            <idno type="URL">https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/9446</idno>
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         <seriesStmt>
            <title>Wiener Digitale Revue</title>
            <biblScope unit="issue">6</biblScope>
            <idno type="ISSN">2709-376X</idno>
         </seriesStmt>
         <sourceDesc>
            <p>born digital</p>
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               <term xml:lang="de">Betty Paoli</term>
               <term xml:lang="de">fashion writing</term>
               <term xml:lang="de">Frauenbewegung avant la lettre</term>
            </keywords>
            <keywords xml:lang="en">
               <term xml:lang="en">Betty Paoli</term>
               <term xml:lang="en">fashion writing</term>
               <term xml:lang="en">women’s movement avant la lettre </term>
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   <text>
      <front>
         <div type="abstract" xml:lang="de">
            <p>Am Beispiel der zu ihren Lebzeiten berühmten und renommierten Lyrikerin und
               Feuilletonistin Betty Paoli (1814–1894) erörtert Karin S. Wozonig Beschränkungen der
               Frauen im 19. Jahrhundert durch Vorgaben der Mode. Paoli beschäftigte sich in ihrem
               Schaffen bereits vor der sogenannten bürgerlichen Frauenbewegung mit
               Geschlechterstereotypen und Mode. Im Mittelpunkt des Beitrags steht das 1867 in der
               liberalen <title>Neuen Freien Presse</title> erschienene Feuilleton „Unsere Moden“.
               Wozonig zeigt, wie Paoli selbstbewusst über das Thema Mode nachdenkt und eine
               „Mitschuld“ der Frauen an manchen Missständen konstatiert – und wie sie dabei auf ihr
               Lebensthema abzielt: die Bildung der Frauen.</p>
         </div>
         <div type="abstract" xml:lang="en">
            <p>Using the example of Betty Paoli (1814–1894), a famous and renowned lyricist and
               feuilletonist during her lifetime, Karin S. Wozonig discusses the restrictions placed
               on women in the 19th century by the dictates of fashion. Paoli’s work dealt with
               gender stereotypes and fashion even before the so-called bourgeois women’s movement.
               The article focuses on the feuilleton “Unsere Moden” (Our Fashions) published in the
               liberal <title>Neue Freie Presse</title> in 1867. Wozonig shows how Paoli
               self-confidently reflects on the topic of fashion and states that women are partly to
               blame for some grievances – and how she at the same time aims at her life's theme:
               the education of women.</p>
         </div>
      </front>
      <body>
         <div xml:id="wdr06_02-04_01">
            <p>Betty Paoli (eigentlich Barbara Glück, geboren 1814 in Wien, gestorben 1894 in Baden
               bei Wien) war eine gefeierte Lyrikerin, eine erfolgreiche Novellenautorin und die
               erste Journalistin Österreichs. Zu den Themen ihres literarischen und publizistischen
               Werks gehören die soziale Stellung der Frauen und ihre bürgerlichen Rechte, die
               Mädchenbildung und die weibliche Erwerbstätigkeit – Themen, bei denen sich zahlreiche
               Anknüpfungspunkte zur Mode ergeben. Paoli ist hier einmal mehr ihrer Zeit voraus,
               oszillierend zwischen Konservatismus und gesellschaftlichem Fortschritt. Während sich
               die sogenannte bürgerliche Frauenbewegung erst um 1900 intensiv mit dem Zusammenhang
               zwischen der Befreiung des weiblichen Körpers vom Mieder und jener des weiblichen
               Alltags von überkommenen Geschlechterstereotypen befasst, widmete Paoli bereits 1867
               eines ihrer gesellschaftskritischen Feuilletons in der liberalen <title>Neuen Freien
                  Presse</title> „Unseren Moden“, so der Titel, und zwar einerseits aus ästhetischer
               und andererseits aus emanzipatorischer Sicht. Den Begriff „emanzipatorisch“ hätte
               Paoli allerdings nicht verwendet, denn um sich in der großbürgerlichen Presse mit
               ihren Forderungen Gehör zu verschaffen, musste sie sich von <quote
                  source="#ref_Paoli2024-209">thörichten und unsauberen
                  Emancipations-Gelüsten</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024"
                  xml:id="ref_Paoli2024-209">Paoli 2024: 209</ref>) distanzieren.</p>
         </div>
         <div xml:id="wdr06_02-04_02">
            <head>Erster Auftritt: Modezeitschrift</head>
            <p>Betty Paolis literarische Karriere ist von Anfang an eng mit der Mode verknüpft, was
               mit der Medienlandschaft des Biedermeier zu tun hat: Die Modepublizistik ging mit der
               Literatur Hand in Hand, denn die Unterhaltungsblätter der ersten Jahrhunderthälfte
               enthielten sowohl Modetexte und -bilder als auch Belletristik. Es waren die so
               genannten ‚gemischten‘ Modezeitschriften, deren vielfältiger, (oft nur auf den ersten
               Blick) unpolitischer Inhalt auch in der Zeit der Zensur und der Restauration unter
               dem Staatskanzler Metternich keinen Anstoß erregte. <quote
                  source="#ref_Krempel1935-104">Sie [die gemischte Modezeitschrift] enthält Bilder
                  von Kleidermodellen, Modeberichte, Beschreibung der abgebildeten Kleidermodelle,
                  kleine Aufsätze über Mode, Schmuck, Kosmetik, ferner meist einen Roman in
                  Fortsetzungen, Novellen, kleine Skizzen, Humor, Haushaltecke und dergl.</quote>
                  (<ref type="bibl" target="#Krempel1935" xml:id="ref_Krempel1935-104">Krempel 1935:
                  104</ref>) Was in der Aufzählung fehlt, sind Gedichte, Rätsel und Musikbeilagen
               für die Hausmusik. Diese Unterhaltungsblätter dienten dem bürgerlichen Zeitvertreib
               im Salon und richteten sich gleichermaßen an Männer und Frauen, denen sie
               Konversationsstoff boten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden diese Zeitschriften
               von ausdifferenzierten Publikationen abgelöst, womit auch einherging, dass Frauen zum
               erklärten Zielpublikum für die Modepresse wurden.</p>
            <p>Paoli begann in jungen Jahren zu dichten. Ihr erstes Gedicht erschien (noch unter
               ihrem bürgerlichen Namen Betty Glück) im Jahr 1832 in einer populären
               Modezeitschrift, im <title>Spiegel oder Blätter für Kunst, Industrie und
               Mode</title>, gegründet 1828 in Pesth (Budapest). Es war Ungarns <quote
                  source="#ref_Ujvari2009-73">niveauvollste belletristische Zeitschrift der
                  Epoche</quote>, in der Lyriker der romantischen Schule und des Biedermeier,
               Vertreter des Jungen Deutschland und ihre österreichischen Pendants buchstäblich
               Seite an Seite standen (<ref type="bibl" target="#Ujvari2009"
                  xml:id="ref_Ujvari2009-73">Ujvári 2009: 73</ref>). Der Publikationsort abseits der
               Residenzstadt bedeutete ein wenig mehr Freiheit von Zensur und Überwachung. Im
                  <title>Spiegel</title> wurde nicht nur Paolis erstes Gedicht, sondern auch ihre
               erste Novelle (<title>Alfred</title>) veröffentlicht. Romane, Reiseberichte,
               Erzählungen und Novellen in Fortsetzungen waren ein wichtiger Teil des
               Geschäftsmodells der biedermeierlichen Unterhaltungsblätter.</p>
            <p>Ein weiteres bedeutendes Publikationsorgan war die <title>Wiener Zeitschrift für
                  Kunst, Literatur, Theater und Mode</title>. Adalbert Stifter und Franz Grillparzer
               waren ebenso Beiträger wie E. T. A. Hoffmann (seine Erzählung <title>Der Zusammenhang
                  der Dinge</title> sowie ein Teil der Sammlung <title>Serapionsbrüder</title>
               erschienen hier). Die Zeitschrift wurde 1816 vom Besitzer der Weiß- und
               Kurzwarenhandlung „Zu den drey Grazien“, dem Textilhändler Johann Valentin Schickh,
               gegründet. Nach Schickhs Tod im Jahr 1836 übernahm Friedrich Witthauer die Redaktion.
               Er war als Novellenautor und Theaterkritiker bekannt und ein Förderer Paolis. 1832
               erschien in dieser Zeitschrift Paolis Gedicht <title>An die Männer unserer
                  Zeit</title>, in dem sich die junge Dichterin gegen Männer wehrt, die spotten
                  <quote source="#ref_Paoli2024-12">[o]b der Flachheit und des Unwerths uns’rer
                  jetz’gen Frauenwelt, / Wie sie einzig nur verehren, was dem Auge
                  wohlgefällt</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024"
                  xml:id="ref_Paoli2024-12">Paoli 2024: 12f.</ref>). Dem stereotypen
               geschlechtsspezifischen Vorwurf der Oberflächlichkeit begegnet Paoli mit der
               Beobachtung, dass die Frauen nur ihre Umgebung spiegelten und sich verhielten, wie
               die Männer es von ihnen erwarteten. Das Gedicht trägt den Untertitel <quote
                  source="#ref_Paoli2024-12">Halb Scherz, halb Ernst</quote>, das Thema der
               Beschränkung der bürgerlichen Frauen auf die dekorative Funktion an der Seite ihrer
               Männer wird in Paolis Lyrik und in ihren feuilletonistischen Texten öfter
               wiederkehren. Hintergrund der Klage über weibliche Eitelkeit ist die Ablösung der
               ständischen Ordnung durch ein auf Konsum ausgerichtetes (städtisches) Bürgertum. Die
               Frau hat nun durch ihre Kleidung in der gesellschaftlichen Sphäre den Status und die
               Finanzkraft ihres Mannes zu repräsentieren, da er andernfalls im immer einförmiger
               werdenden Anzug und ohne Orden in der anonymen Mittelschicht zu verschwinden
               droht.</p>
            <p>Adolf Bäuerles <title>Wiener Theaterzeitung</title> war das langlebigste
               belletristische Blatt dieser Art und bestand von 1806 bis 1860. Es war bekannt für
               originelle Theaterkritiken und qualitätsvolle Modebilder, kolorierte Kupferstiche,
               die auch einzeln gekauft werden konnten. 1833 bot die Zeitschrift der jungen Betty
               Glück eine Bühne für ihr Gedicht <title>Empfindungen am Ende eines
                  Maskenballs</title>. Darin stellt das lyrische Ich fest, dass die Ballbesucher am
               Ende der durchtanzten Nacht die Masken, <quote source="#ref_Paoli2024-16">bunten
                  Trachten</quote> und <quote source="#ref_Paoli2024-16">falschen
                  Trugeshüllen</quote> nicht ablegen, sondern nur vertauschen: <quote
                  source="#ref_Paoli2024-16">Sie werden morgen prunken, wie heut, im Maskenkleid, /
                  Auch morgen sich verstellen, sich täuschen so wie heut</quote>. Es ist eine
               Warnung vor den falschen Hoffnungen, die sich die Mädchen, Adressatinnen des
               Gedichts, machen, wenn sie auf dem Ball erotische Bande knüpfen, <quote
                  source="#ref_Paoli2024-16">[u]mschlingend wol die Sinne / doch fesselnd nie das
                  Herz</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-16">Paoli
                  2024: 16</ref>). Bälle waren die klassischen Gelegenheiten der Heiratsanbahnung,
               die Mädchen wurden dabei potentiellen Heiratskandidaten präsentiert. Dass sie
               imstande sein würden, an der Seite eines Ehemannes in genau richtigem Maß zu glänzen,
               mussten die Mädchen durch sorglich gewählte Balltoilette und angemessenes Benehmen
               unter Beweis stellen.</p>
         </div>
         <div xml:id="wdr06_02-04_03">
            <head>Unsere Moden demokratisch-ästhetisch-emanzipatorisch</head>
            <p>Bereits in ihren ersten Gedichten befasst sich Betty Paoli also mit dem Zusammenhang
               der äußeren Erscheinung der bürgerlichen Frauen und ihrer Rolle in der Gesellschaft.
               Die Mode ist aber durch die ihr inhärente Eigenschaft der Schnelllebigkeit, des
               häufigen Wechsels, der Betonung des Individuellen bei gleichzeitiger Normierung und
               der Wichtigkeit von ‚Subjektivität‘ (die Mode <quote source="#ref_Simmel1905-8">gibt
                  ein Allgemeines, das das Verhalten jedes Einzelnen zu einem bloßen Beispiel
                  macht</quote> [<ref type="bibl" target="#Simmel1905" xml:id="ref_Simmel1905-8"
                  >Simmel 1905: 8</ref>]) auch dazu prädestiniert, in den ‚kleinen Formen‘ wie dem
               essayistischen Feuilleton behandelt zu werden. Karl Gutzkow, Journalist, Autor des
               verbotenen emanzipatorischen Romans <title>Wally, die Zweiflerin</title>, Meister des
               Ideenschmuggels und wohlwollender Rezensent der Gedichte Betty Paolis, die er bei
               seinem Aufenthalt in Wien kennenlernte, schreibt: <quote
                  source="#ref_Gutzkow1837-154">Das Moderne verwirft das Alte nicht, sondern modelt
                  es entweder nach eigenem Geschmack um oder treibt es ins Extrem, wo es komisch
                  wird, oder raffinirt sonst daran auf irgend eine Weise</quote> (<ref type="bibl"
                  target="#Gutzkow1837" xml:id="ref_Gutzkow1837-154">Gutzkow 1837: 154</ref>). Diese
               Überlegungen stehen am Anfang eines Essays, in dem Gutzkow das Moderne dadurch zu
               definieren versucht, dass er ein Hauptmerkmal der Kleidermode darauf überträgt. Das
               Nebeneinander von Vorgabe und ihrer Überschreitung sieht der jungdeutsche Autor als
               Symptom seiner Gegenwart, der Stimmung vor der Revolution von 1848: <quote
                  source="#ref_Gutzkow1837-153">Die Mode entspricht den massenhaften Bestrebungen
                  unsrer Zeit. Sie gibt dem Einzelnen eine Auszeichnung und drängt ihn doch wieder
                  in ein größeres Niveau zurück. Die Mode bindet und löset, ist eben so sehr
                  Freiheit wie Gesetz und entspricht vollkommen dem konstitutionellen Charakter
                  unsrer Zeit</quote> (<ref type="bibl" target="#Gutzkow1837"
                  xml:id="ref_Gutzkow1837-153">Gutzkow 1837: 153</ref>).</p>
            <p>Diese Entwicklung zur gesellschaftlichen (statt obrigkeitlichen) Kontrolle bestimmter
               modischer Normen und der immer wichtiger werdende Einfluss des Marktes auf die
               Kleidung ging in der nachrevolutionären Zeit weiter und nahm an Fahrt auf, als in der
               Gründer- bzw. Ringstraßenzeit das Besitzbürgertum zur tonangebenden Schicht wurde,
               deren Bekleidungstrends die anderen Schichten nach ihren Möglichkeiten folgten:
                  <quote source="#ref_Ober2005-123">Der Zugang zu modischer Kleidung war nur noch
                  von den finanziellen Mitteln abhängig und wurde in der Tendenz
                  demokratisiert</quote> (<ref type="bibl" target="#Ober2005"
                  xml:id="ref_Ober2005-123">Ober 2005: 123</ref>).</p>
            <p>Betty Paoli sieht zu ihrem Ärger, dass die Frauen den Modetrends ohne Rücksicht auf
               Natürlichkeit und Geschmack folgen und schreibt 1867 in einem Feuilleton für die
                  <title>Neue Freie Presse</title>, dem Leibblatt der Bourgeoisie:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Paoli-191">Sollte ich den Begriff „Mode“ definiren, so würde ich
                  sie einen Ausfluß des demokratischen Principes nennen. Was strebt dieses an? Die
                  Gleichstellung Aller. Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Mode. Ja, ihr
                  Radicalismus ist kühner als irgend einer, denn das Ziel, das sie im Auge hat, ist,
                  den Unterschied zwischen Schön und Häßlich aufzuheben, und das will mehr bedeuten,
                  als blos die Vorzüge beseitigen zu wollen, die Zufall und Glück den Menschen
                  verleihen (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli-191">Paoli 2024:
                     191</ref>).</quote>
            </cit>
            <p>Nichts sei vor den <quote source="#ref_Paoli2024-192">Nivellirungs-Gelüsten der
                  Mode</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-192"
                  >ebd.: 192</ref>) sicher, lamentiert Paoli: Auswüchse wie Schleppen und falsches
               Haar, wattierte Leibbinden, Hüte, die wie <quote source="#ref_Paoli2024-191"
                  >Deckelchen</quote> aus dem Affentheater aussähen, machten aus schönen Frauen
               hässliche, während sie hässlichen keinen Vorteil brächten. Paoli ist nicht
               grundsätzlich gegen eine Demokratisierung: <quote source="#ref_Paoli2024-191">Daß sie
                  [die Mode] aber, nicht zufrieden, dem echten Schönheitsadel ihre
                  Protectionskinder, die Parvenues der Schönheit, an die Seite zu setzen, in
                  neuester Zeit die Parteilichkeit noch weiter treibt und ausschließlich die
                  Häßlichen begünstigt, ist eine Perfidie, die gerügt werden muß</quote> (<ref
                  type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024">ebd.: 191</ref>).</p>
            <p>Für den Soziologen Georg Simmel zeigt gerade der modische Trend zu <quote
                  source="#ref_Simmel1905-10">häßliche[n] und widrige[n] Dinge[n]</quote>, dass es
               in der Mode um andere als ästhetische <quote source="#ref_Simmel1905-10"
                  >Motivierungen</quote>, nämlich <quote source="#ref_Simmel1905-10">die
                  formal-sozialen, als die einzig übrig bleibenden</quote> geht (vgl. <ref
                  type="bibl" target="#Simmel1905" xml:id="ref_Simmel1905-10">Simmel 1905:
               10</ref>). Dem Zweck, die gesellschaftliche <quote source="#ref_Simmel1905-10"
                  >Macht</quote> der Mode zu unterstreichen diene auch <quote
                  source="#ref_Simmel1905-10">die völlige Gleichgültigkeit gegen die sachlichen
                  Normen des Lebens</quote> (vgl. <ref type="bibl" target="#Simmel1905"
                  xml:id="ref_Simmel1905">ebd.</ref>). Die in Paolis typischer komischer Mieselsucht
               vorgetragene feuilletonistische Beschwerde über die Hässlichkeit der aktuellen Mode
               mündet in einen emanzipatorischen Appell – und zwar über den Umweg des Arguments
               gegen die lebenspraktischen Vorgaben: <quote source="#ref_Paoli2024-193">Wäre die
                  jetzige Modetracht nur eine Übervortheilung der Schönheit oder nur einfach
                  abgeschmackt, so hätte man nicht viel Grund, eine baldige Umkehr zur Vernunft zu
                  prophezeien. Nebst diesem Übelstand hat sie aber noch einen tiefer
                  einschneidenden: sie ist im höchsten Grade unpraktisch und erschwert jede
                  Beschäftigung</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024"
                  xml:id="ref_Paoli2024-193">Paoli 2024: 193</ref>). Früher, so Paoli weiter, mag
               das egal gewesen sein, denn die Schichten seien so <quote source="#ref_Paoli2024-193"
                  >scharf geschieden</quote> gewesen, dass es keiner bürgerlichen Frau eingefallen
               wäre, <quote source="#ref_Paoli2024-193">die Moden der vornehmen Welt
                  mitzumachen</quote>; und der Aristokratin machte es nichts aus, dass <quote
                  source="#ref_Paoli2024-193">der ungeheure Reifrock, die hohen Absätze an den
                  Schuhen u. s. w. sie zur Unbeweglichkeit verdammten</quote> (vgl. <ref type="bibl"
                  target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-193b">ebd.</ref>). Die aktuelle Mode
               aber behinderte alle gleichermaßen: <quote source="#ref_Paoli2024-193">Das Material
                  mag je nach den verschiedenen Vermögensverhältnissen mehr oder minder kostbar
                  sein, der Schnitt, die Form – und die Unbequemlichkeit sind dieselben für
                  Alle</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-193c"
                  >ebd.</ref>).</p>
            <p>Paoli führt in der Folge aus, dass die sehr begrenzten Möglichkeiten einer
               Erwerbstätigkeit für Frauen des Mittelstandes gerade jetzt erweitert werden müssten
               (die Niederlage von Königgrätz 1866 und die Gründung des Norddeutschen Bundes löste
               eine Wirtschaftskrise in Österreich aus). Mit dieser Forderung vertritt Paoli die
               Anliegen des am 13. November 1866 von ihrer Freundin Iduna Laube initiierten und von
               Marie von Ebner-Eschenbach unterstützten „Wiener Frauen-Erwerb-Vereins“, der die
               Ausbildung und Erwerbsfähigkeit von Frauen und Mädchen förderte. Die aktuelle Mode
               steht laut Paoli dieser notwendigen Erweiterung der möglichen weiblichen Berufe
               entgegen. Diese waren bislang stark beschränkt, nicht zuletzt auch durch die
               Mitschuld der Frauen, wie Paoli in ihrem Feuilleton <title>Eine Zeitfrage</title>
               zwei Jahre zuvor festgestellt hatte:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Paoli2024-213">Gedankenloses Herkommen, Vorurtheil und eine meist
                  mangelhafte Erziehung lassen den vermögenslosen Mädchen aus den gebildeten Ständen
                  nur sehr wenige Wege zum Erwerb offen. Mit Entrüstung würde die Tochter eines
                  höheren Staatsbeamten oder Militärs den Gedanken verwerfen, sich durch Handel und
                  Wandel, eine gewerbliche oder geschäftliche Thätigkeit ihr Brot zu verdienen. Das
                  Äußerste, wozu sie sich im Nothfall entschließt, ist, Erzieherin oder
                  Gesellschafterin zu werden (<ref type="bibl" target="#Paoli2024"
                     xml:id="ref_Paoli2024-213">Paoli 2024: 213</ref>).</quote>
            </cit>
            <p>Auch bei ihren Überlegungen zur Mode nimmt Paoli, hochgebildete Autodidaktin aus der
               Mittelschicht (ihr Vater war Militärarzt) und Gesellschafterin hocharistokratischer
               Damen, die <term>fashion victims</term> selbst in die Pflicht:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Paoli2024-193d">Wer wird einem à la Struwwelpeter frisirten oder
                  mit einem abenteuerlichen Lampenteller bedeckten Kopf die Fähigkeit zutrauen,
                  einen ernsten Gedanken in sich zu beherbergen? Wer wird erwarten, daß eine Frau,
                  welcher die Länge und Weite ihres Kleides, die Fransen, Quasten und Perlenbehänge
                  daran unausgesetzt zu schaffen machen, dem ihr zugewiesenen Geschäft mit
                  ungetheilter Aufmerksamkeit vorstehen werde? Antwort: Niemand! mit vollem Rechte,
                  Niemand! (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-193d">Paoli
                     2024: 193</ref>)</quote>
            </cit>

            <figure xml:id="wdr06_02-04_Abb_01">
               <graphic width="130px" height="195px" url="media/wdr06_02-04_Abb_01.jpg"/>
               <head type="legend">Credits: H. Seepolt Wien, Nachmittags- bzw. Besuchstoilette, um
                  1873, Wien Museum Inv.-Nr. M 15759, CC BY 4.0, Foto: Christin Losta.</head>
            </figure>

            <p>Paoli verwahrt sich gegen den Verdacht, eine Uniformierung zu wünschen. Sie möchte
               den Individualismus und den Hang zu Schmuck und Dekor nicht unterdrückt wissen,
               sondern argumentiert ästhetisch und praktisch:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Paoli2024-195">Die Forderungen, welche ich an die Tracht der
                  Zukunft stelle, beschränken sich auf folgende: Sie begünstige nicht die
                  Häßlichkeit auf Kosten der Schönheit, sie gebe anständigen Frauen nicht das
                  Ansehen leichtfertiger Dämchen, sie lasse dem Körper die Freiheit der Bewegung,
                  die Unbehindertheit, deren man zu jeder Arbeit des Geistes wie der Hände bedarf –
                  lauter Forderungen, von denen die gegenwärtige Mode auch nicht Eine erfüllt (<ref
                     type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-195">Paoli 2024:
                     195</ref>).</quote>
            </cit>
         </div>
         <div xml:id="wdr06_02-04_04">
            <head>Frauen – Bewegung</head>
            <p>Gabriele Mentges beschreibt die weibliche Mode des neunzehnten Jahrhunderts, die
               Parallelen zur Dekorationskunst aufwies, als zunehmend beschränkend und die Bewegung
               (mithin die als männlich konnotierte Aktivität) behindernd:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Mentges2011-51">Besaß die Empiremode um 1800 eine gelockerte,
                  freie Form, so kehrt die Frauenkleidung mit der Biedermeiermode um 1825–1830
                  wieder zu einer konservativen Frauenmode mit Krinoline und enger Taille zurück.
                  Verschiedene, zeitlich aufeinanderfolgende Korsettformen machen bis zu Beginn des
                  20. Jahrhunderts aus Frauenkörpern vestimentäre Repräsentationsobjekte in Form von
                  Tournüre und S-Kurve […]. (<ref type="bibl" target="#Mentges2011"
                     xml:id="ref_Mentges2011-51">Mentges 2011: 51</ref>)</quote>
            </cit>
            <p>Die Einengung durch das Korsett erfolgte in den 1840er Jahren. Louise Otto-Peters,
               Gründerin des „Allgemeinen deutschen Frauenvereins“ und Paoli-Leserin (einigen
               Kapiteln ihres vorerst nur zensuriert erschienenen sozialkritischen Romans
                  <title>Schloss und Fabrik</title> sind Verse aus Paoli-Gedichten vorangestellt),
               erinnert sich:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Otto1876-72">Diese langen und hohen Taillen [i. e. Korsett oder
                  Mieder] hatten nur den einen Uebelstand, daß sie im Rücken entweder mit Schnüren
                  durch gegen dreißig Schnürlöcher zugeschnürt oder mit einem Dutzend paar kleiner
                  Hefte und Schlingen zugeheftelt werden mußten. Da war es denn absolut unmöglich,
                  daß eine Dame allein mit ihrem Anzug fertig werden konnte, namentlich im ersteren
                  Falle – im letzteren vermochten geschickte Hände und Arme sich wenigstens
                  einigermaßen selbst zu helfen. Es war allerdings das wichtigste Argument gegen die
                  Frauenemanzipation: eine Frau, die ohne fremde Hilfe nicht einmal vermochte, sich
                  so anzuziehen, daß sie sich sehen lassen konnte – wie konnte die selbstständig
                  sein wollen! (<ref type="bibl" target="#Otto1876" xml:id="ref_Otto1876-72">Otto
                     1876: 72f.</ref>)</quote>
            </cit>
            <p>Nach 1848 gibt es dann eine technische Errungenschaft: <quote
                  source="#ref_Otto1876-77">Die Faltentaillen, die wir hier erwähnten, begannen sich
                  mehr und mehr vorn zu lockern, die Rücken sich zu glätten und endlich war es
                  erlaubt, sie vorn zu schließen – und das war der Hauptschritt zu weiblicher
                  Selbstständigkeit!</quote> (<ref type="bibl" target="#Otto1876"
                  xml:id="ref_Otto1876-77">Otto 1876: 77</ref>)</p>
            <p>Generell wird die Beschränkung durch die Mode als Thema für die bürgerliche
               Frauenbewegung jedoch erst um 1900 akut, wobei immer wieder eine Abgrenzung zur
               (stereotyp geschlechts- und standesüblichen) Beschäftigung mit der Oberfläche nötig
               scheint. Kritik an der Mode bedeutete auch <quote source="#ref_Schludermann2014-84"
                  >Kritik an der Frau als Subjekt und diente dazu, Frauen als unvernünftig, eitel,
                  unselbstständig und unmoralisch hinzustellen</quote> (vgl. <ref type="bibl"
                  target="#Schludermann2014" xml:id="ref_Schludermann2014-84">Schludermann 2014:
                  84</ref>). So rechtfertigt sich Louise Otto dafür, dass sie in ihren Memoiren der
               Frauenmode ein Kapitel widmet, damit, dass <quote source="#ref_Otto1876-49">selbst im
                  oft gescholtenen ‚Unsinn‘ der Mode doch auch ein gewisser Sinn liegt, und wie sie
                  nicht allein das Product der Willkür der Gewerbtreibenden oder tonangebenden Damen
                  sind, sondern ein Product der Zeit, die sie hervorbringt, wie sie gern anknüpfen
                  an die vorherrschenden, speciell auch an die Interessen der Zeitgeschichte und
                  Politik</quote> (<ref type="bibl" target="#Otto1876" xml:id="ref_Otto1876-49">Otto
                  1876: 49</ref>).</p>
            <p>Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts melden sich immer öfter Ärzte zu Wort, die
               aus medizinischer Sicht gegen das Tragen von Korsetts argumentieren. Für das
               Reformkleid setzen sich schließlich auch Künstler wie Gustav Klimt und Adolf Loos
               ein. Neben der häufiger werdenden Erwerbstätigkeit der bürgerlichen Frauen (1895
               waren 36% der 15- bis 69-jährigen Mädchen und Frauen erwerbstätig, vgl. <ref
                  type="bibl" target="#Syre2019" xml:id="ref_Syre2019-oS">Syré 2019 o.S.</ref>) gab
               es auch immer mehr andere praktische Gründe gegen Kleider mit Schleifen, Volants und
               Schleppe. Sie machten zum Beispiel das Einsteigen in eine Straßenbahn zur
               komplizierten Angelegenheit.</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Syre2019-oSb">[D]er wirtschaftliche Aufschwung nach der
                  Jahrhundertwende hatte eine große Zahl von neuen Arbeitsplätzen für Mädchen und
                  Frauen geschaffen in den Fabriken der expandierenden Industrieunternehmen, auch im
                  Handel, wie z.B. in den neuen Warenhäusern, in den Verwaltungen und nicht zuletzt
                  bei den Verkehrs- und Postbetrieben. Technisierung und Elektrifizierung, aber auch
                  die Ausweitung von Verwaltung und Bürokratie förderten diese Entwicklung. Die
                  Anforderungen, die damit an die Frauen gestellt wurden, und ihr Kleidungsstil
                  passten nicht mehr zusammen, ganz abgesehen von den gesundheitlichen Folgen der zu
                  schweren Kleidung und des einschnürenden Korsetts. (<ref type="bibl"
                     target="#Syre2019" xml:id="ref_Syre2019-oSb">Syré 2019 o.S.</ref>)</quote>
            </cit>
            <p>1902, fünfunddreißig Jahre nach Erscheinen von Paolis Feuilleton <title>Unsere
                  Moden</title>, wurde in Wien der „Verein zur Verbesserung der Frauenkleider“
               gegründet, der <quote source="#ref_Schludermann2014-37">durch Wort, Schrift und
                  Beispiel dafür wirken [will], dass die Frauentracht mehr als bisher den
                  Forderungen des praktischen Lebens und der Gesundheit gerecht werde, ohne dabei
                  die Gesetze der Schönheit, des Geschmackes und soweit als möglich der Mode zu
                  vernachlässigen</quote> (zitiert in <ref type="bibl" target="#Schludermann2014"
                  xml:id="ref_Schludermann2014-37">Schludermann 2014: 37</ref>).</p>
         </div>
         <div xml:id="wdr06_02-04_05">
            <head>Exkurs: Der Strickstrumpf</head>
            <p>Wenn Betty Paoli über weibliche Bildung nachdenkt, dann bedeutet das auch, dass sie
               sich über die Zeitverschwendung Gedanken macht, die für sie die übliche bürgerliche
               Mädchenerziehung bedeutet: lauter oberflächliche Kenntnisse, keine Fähigkeit zum
               selbstständigen Denken, alles nur zum Zweck, geheiratet zu werden. Bei der
               Mädchenerziehung werde davon ausgegangen, <quote source="#ref_Paoli2024-213b">es gebe
                  für ein weibliches Wesen kein anderes Lebensziel, als nur unter die Haube zu
                  kommen. […] Man hält den Mädchen lange Predigten über die Gefahren der Koketterie,
                  und treibt sie andererseits, alle Künste aufzubieten, um sich einen Mann zu
                  erbeuten</quote> (<ref type="bibl" target="#Paoli2024" xml:id="ref_Paoli2024-213b"
                  >Paoli, 2024: 213</ref>), schreibt Paoli in einem Feuilleton 1865. Und als sie
               sich einige Jahre später Gedanken über die weibliche Erziehung macht, mokiert sie
               sich über Frauen, die behaupten, sich nicht um ihre Bildung kümmern zu können:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Paoli2001-103">Die Frauen hätten nicht Zeit, sich geistig zu
                  beschäftigen? Ich werde an die Richtigkeit dieses Einwandes erst dann glauben,
                  wenn man mir beweist, dass es ihnen auch an Zeit fehlt, die Angelegenheiten des
                  lieben Nächsten zu vertiefen, geistlose Romane zu lesen, Teppiche zu sticken, die
                  vielleicht schon im nächsten Jahre dem Mottenfraß zum Opfer fallen, und allerhand
                  niedliche Sachen anzufertigen, die schöner und billiger in dem nächsten besten
                  Laden feilgeboten werden. (<ref type="bibl" target="#Paoli2001"
                     xml:id="ref_Paoli2001-103">Paoli 2001: 103</ref>)</quote>
            </cit>
            <p>Etwas anderes als ein mottenzerfressener Teppich ist jedoch der handgestrickte
               Strumpf. Ohne Strickstrumpf sah man weder Caroline Pichler, Grande Dame der
               österreichischen Literatur, noch Betty Paoli selbst, denn der ist ein Mittel zur
               weiblichen Emanzipation über die Bande. Marie von Ebner-Eschenbach sagt: <quote
                  source="#ref_Ebner-Eschenbach1882-87">Als eine Frau lesen lernte, trat die
                  Frauenfrage in die Welt</quote> (<ref type="bibl" target="#Ebner-Eschenbach1882"
                  xml:id="ref_Ebner-Eschenbach1882-87">Ebner-Eschenbach 1882: 87</ref>), und die
               Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters erklärt den Zusammenhang mit dem
               Strickstrumpf:</p>
            <cit>
               <quote source="#ref_Otto1876-37">Da in den früheren Zeiten das weibliche Lesen immer
                  als Zeitverschwendung galt, so war es doch gestattet, wenn man dabei strickte und
                  so geistige Nahrung und realistisches Schaffen miteinander Hand in Hand gingen.
                  Was wäre in früherer Zeit aus so mancher weiblichen Bildung geworden, wenn nicht
                  die strengen Mütter, sobald sie das Strickzeuch in der Hand der Töchter dabei
                  sahen, ihnen das Lesen gestattet hätten! (<ref type="bibl" target="#Otto1876"
                     xml:id="ref_Otto1876-37">Otto 1876: S. 37f.</ref>)</quote>
            </cit>
         </div>
         <div xml:id="wdr06_02-04_06">
            <head>Zum Schluss</head>
            <p><figure xml:id="wdr06_02-04_Abb_02">
                  <graphic width="400px" height="211px" url="media/wdr06_02-04_Abb_02.jpg"/>
                  <head type="legend">Ann Cotten: Wenn, in: Die Anleitungen der Vorfahren. Berlin:
                     Suhrkamp 2023, S. 41.</head>
               </figure></p>
         </div>
      </body>
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         <div type="bibliography">
            <listBibl>
               <bibl xml:id="Gutzkow1837">[Gutzkow, Karl] (1837): Die Zeitgenossen. Ihre Schicksale,
                  ihre Tendenzen, ihre großen Charaktere. Aus dem Englischen des E. L. Bulwer.
                  Erster Band. Stuttgart: Verlag der Classiker.</bibl>
               <bibl xml:id="Cotten2023">Cotten, Ann (2023): Die Anleitungen der Vorfahren. Berlin:
                  Suhrkamp.</bibl>
               <bibl xml:id="Ebner-Eschenbach1882">Ebner-Eschenbach, Marie von (1882): Aphorismen,
                  in: Die Dioskuren 11, S. 86–88.</bibl>
               <bibl xml:id="Krempel1935">Krempel, Lore (1935): Die deutsche Modezeitschrift.
                  Coburg: Tageblatt-Haus.</bibl>
               <bibl xml:id="Mentges2011">Mentges, Gabriele (2011): Europäische Kleidermode
                  (1450–1950), in: Europäische Geschichte Online (EGO), hg. vom Institut für
                  Europäische Geschichte (IEG), Mainz, 22.02.2011. Abgerufen von <ref
                     target="https://www.ieg-ego.eu/mentgesg-2011-de"
                     >www.ieg-ego.eu/mentgesg-2011-de</ref>, Zugriff am 17.09.2024.</bibl>
               <bibl xml:id="Ober2005">Ober, Patricia (2005): Der Frauen neue Kleider. Das
                  Reformkleid und die Konstruktion des modernen Frauenkörpers. Tübingen:
                  Schiler.</bibl>
               <bibl xml:id="Otto1876">Otto, Louise (1876): Frauenleben im Deutschen Reich:
                  Erinnerungen aus der Vergangenheit mit Hinweis auf Gegenwart und Zukunft. Leipzig:
                  Verlag von Moritz Schäfer.</bibl>
               <bibl xml:id="Paoli2024">Paoli, Betty (2024): „Ich bin nicht von der Zeitlichkeit“.
                  Ausgewählte Werke, hg. und mit einem Nachwort von Karin S. Wozonig. Wien/Salzburg:
                  Residenz.</bibl>
               <bibl xml:id="Paoli2001">Paoli, Betty (2001): „Was hat der Geist denn wohl gemein mit
                  dem Geschlecht?“, hg. und eingeleitet von Eva Geber. Wien: Mandelbaum.</bibl>
               <bibl xml:id="Schludermann2014">Schludermann, Marianne (2014): Die ‚Kleiderfrage‘ und
                  deren Rezeption in Zeitschriften der Ersten Frauenbewegung in Österreich. Eine
                  Analyse der ‚Kleiderreform‘-Debatte unter besonderer Berücksichtigung des Vereines
                  zur Verbesserung der Frauenkleidung in Wien. Masterarbeit Universität Wien.</bibl>
               <bibl xml:id="Simmel1905">Simmel, Georg (1905): Philosophie der Mode, in: Landsberg,
                  Hans (Hg.): Moderne Zeitfragen 11. Berlin: PanVerlag, S. 5–41.</bibl>
               <bibl xml:id="Syre2019">Syré, Christiane (2019): Kleiderwechsel zwischen Kaiserreich
                  und Weimarer Republik, Version 1.0, in: frauen/ruhr/geschichte, 03.03.2019,
                  Abgerufen von <ref
                     target="www.frauenruhrgeschichte.de/frg_wiss_texte/kleiderwechsel-zwischen-kaiserreich-und-weimarer-republik/"
                     >www.frauenruhrgeschichte.de/frg_wiss_texte/kleiderwechsel-zwischen-kaiserreich-und-weimarer-republik</ref>,
                  Zugriff am 17.09.2024.</bibl>
               <bibl xml:id="Ujvari2009">Ujvári, Hedvig (2009): Abriss der deutschsprachigen
                  Presselandschaft in Ungarn im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in:
                  Germanistische Studien VII, S. 63–76.</bibl>
            </listBibl>
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</TEI>
