Wiener Digitale Revue https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr <p>Die&nbsp;<em>Wiener Digitale Revue</em>&nbsp;versteht sich als Plattform für germanistische Forschung – mit einem Fokus auf Literaturwissenschaft. Die halbjährlich erscheinende Onlinezeitschrift wendet sich den neuen Möglichkeiten zu, die sich aus dem ‚digital turn‘ in den Geisteswissenschaften ergeben.</p> de-DE Wiener Digitale Revue 2709-376X Editorial https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2932 <p>Die HerausgeberInnen der 1. Nummer der Wiener Digitalen Revue führen in den Schwerpunkt „Tagebücher 1945–1955. Zwischen zeitgeschichtlicher und poetischer Reflexion“ ein. Dessen Beiträge gehen zurück auf eine gleichnamige Konferenz, die am 21. September 2017 an der Universität Wien stattfand und bei der deutschsprachige AutorInnentagebücher aus der unmittelbaren Nachkriegszeit auf ihren literarhistorischen Wert und zeithistorischen Dokumentationscharakter hin befragt wurden. Dementsprechend versuchen die Beiträge des Schwerpunkts das Verhältnis von Dichtung und Zeitzeugenschaft, Privatheit und Öffentlichkeit sowie Autorschaft und literarisches Feld mit Fokus auf die Jahre 1945–1955 auszuloten.</p> <p>The editors of the first number of <em>Wiener Digitale Revue</em> introduce the focus on “Diaries 1945–1955. Between contemporary history and poetic reflection.” Its contributions were first presented at a conference at the University of Vienna by the same title on 21 September 2017, and address the literary historical and documentary value for contemporary history of German language authors’ diaries from the immediate post-war era. The focal topic contributions range from explorations of the relationship between poetry and the role of contemporary testimony, the private and the public, to authorship and the literary field with a focus on the years between 1945 and 1955.</p> Laura Tezarek Christian Zolles Ingo Börner Roland Innerhofer Bernhard Fetz Copyright (c) 2020 Laura Tezarek, Christian Zolles, Ingo Börner, Roland Innerhofer, Bernhard Fetz http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-01-01 Zwischen Apologetik und Progression https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2924 <p class="p1">Nach einen allgemeinen Überblick über deutschsprachige Autobiographik nach 1945 werden im Beitrag die Funktionen der Diaristik im und nach dem Dritten Reich beleuchtet.<em> Im</em> Nationalsozialismus deshalb, weil das Funktionieren oder die Dominanz des Formtypus’&nbsp;Tagebuch <em>nach</em> 1945 ohne die Behandlung und den propagandistischen Einsatz der Zweckform&nbsp;davor nicht verständlich wäre. An zahlreichen Beispielen wird die Frage der persönlichen Selbstinszenierung, der Möglichkeit von Gegenwartsfindung und der Innovationsfähigkeit des Genres Tagebuch nach 1945 behandelt.</p> <p class="p1"><em>Between Apologetics and Progression. Autobiography and Diaristics in the Period 1945–1955</em>: Following a general overview on German language autobiography after 1945, Michaela Holdenried examines in her contribution the functions of diaristics in and after the Third Reich. <em>In </em>National Socialism because the functioning or the dominance of the formal type of the diary <em>after </em>1945 would be impossible to understand without the approach to and the propagandistic use of this ‘purposeful form’ in the preceding years. Numerous examples address the question of individual self-staging, the possibility of discovering the present, and the innovative capabilities of the diary genre after 1945.</p> Michaela Holdenried Copyright (c) 2020 Michaela Holdenried http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-01 Ilse Aichingers Tagesaufzeichnungen https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2925 <p>Siebzehn Jahre war Ilse Aichinger alt, 1938, als sie mit Tagesnotizen begann. Als ‚Halbjüdin‘ fixierte sie ihr Dasein in Wien, rettete die Orte, die die nationalsozialistische Macht besetzte, ins persönliche Wort – und erlebte das Kriegsende im diaristischen Raum der Schwedenbrücke, über die ihre Verwandten Jahre zuvor deportiert worden waren. Nach dem Krieg brach sie die Aufzeichnungen ab, um sie 1950 wieder aufzunehmen und in poetische wie poetologische Notate zu überführen. Seit den sechziger Jahren tauschte sie das Tagebuch gegen vorgedruckte Kalendarien, die, wechselhaft und inkonsequent geführt, endlich formelhaft den Rhythmus ihrer Tage und deren latente Not festhielten, individuell und typisiert in einem. Auch anhand ihnen wird wieder festzustellen sein: Einen Nenner, auf den Ilse Aichingers Schreiben zu stellen ist, existiert nicht.</p> <p><em>Ilse Aichinger</em>’<em>s Diary Entries</em>: There is no one denominator that will cover all of Ilse Aichinger’s writing: According to Roland Berbig, this diagnosis can also be applied to the author’s diary entries. She was seventeen when she began writing a diary in 1938. As a ‘half Jewess’, she pinned down her existence in Vienna, she rescued the places occupied by National Socialist power into individual work – and experienced the end of the war in the diaristic space of the Schwedenbrücke bridge, which her relatives had crossed some years earlier when they were deported. After the war she interrupted her entries and restarted in 1950, translating them into poetic as well as poetological notations. Since the 1960s, she exchanged the diary for pre-printed calendars; initially kept inconsistently, they finally recorded the rhythm of her days and their latent hardship in a formulaic, both individual and typified manner.</p> Roland Berbig Copyright (c) 2020 Roland Berbig http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-02 Elfriede Gerstls ‚Arbeitsjournal‘ von 1955 https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2926 <p>Eine Notiz von Elfriede Gerstl aus dem Jahr 1991 lautet: „Tagebücher sind zwar Dokumente der Zeit, aber immer auch Dokumente persönlichen Unglücks.“ Wohl auch aus diesem Grund hat Gerstl kein Tagebuch im eigentlichen Sinn geschrieben, obwohl sie dennoch datierte Aufzeichnungen geführt hat. Die frühesten stammen aus den Jahren 1954/55. Sie lassen sich am ehesten als ‚Arbeitsjournal‘ bezeichnen: Es sind Prosaskizzen und lyrische Versuche, die korrigiert und mitunter in Hinblick auf eine Veröffentlichung durchaus nachdrücklich redigiert worden sind. Sie zeigen sowohl zeitgenössisch typische wie poetisch-witzige Formen der Vergangenheitsbewältigung, der Erinnerung und der Selbstreflexion.</p> <p><em>Elfriede Gerstl’s work journal of 1955</em>: A note by Elfriede Gerstl from 1991 says: “Diaries may be documents of their time, but they always are documents of personal tragedy, too.” As Konstanze Fliedl states in her contribution, this may be one of the reasons Gerstl did not keep a diary in the proper sense, although she still kept dated notes. The earliest ones date from the years 1954–55. They may best be characterized as ‘work journal’: They include prose sketches and lyrical attempts that were corrected and sometimes emphatically revised for publication. They present some forms of coming to terms with the past, of remembering and self-reflection that are typical of their time, but also poetic-witty ones.</p> Konstanze Fliedl Copyright (c) 2020 Konstanze Fliedl http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-03 Schreibrecht und Zeitgenossenschaft https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2928 <p>Während der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs hatte Max Frisch das in der Schweiz verbreitete intellektuelle Selbstverständnis des verschonten, aber „gefesselten Betrachters“ geteilt, der sich auf die Orientierung an zeitlosen humanistischen Werten zurückzog. Nach dem Kriegsende jedoch war er angesichts der nun empfundenen „Irrelevanz der Schweizer Existenz“ einem besonderen Legitimationsdruck ausgesetzt, zugleich sah er es nachgerade als seine Pflicht, im zerstörten Europa herumzureisen, zu schauen, zu fragen, zu berichten. „Jetzt ist Sehenszeit“, war Frischs Selbstapell, und „Graphomanie“ seine Selbstdiagnose.</p> <p><em>The right to write and testifying to the contemporary. Max Frisch’s ‘Diary 1946-1949’ and its genesis from notebooks</em>: In his contribution Ulrich Weber explains, how during the Nazi era and World War II, Max Frisch had shared the widespread intellectual attitude of the spared but “captivated observer” who retreated into orienting himself towards timeless humanistic values. After the end of the war, however, when confronted with a new sense of the “irrelevance of Swiss existence”, he felt a pronounced need to justify himself; at the same time, he practically felt it to be his duty to travel across devastated Europe, to see, to ask, to report. “Now it’s seeing time”, was Frisch’s appeal to himself, and “graphomania” his self-diagnosis.</p> Ulrich Weber Copyright (c) 2020 Ulrich Weber http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-04 Bild als Beute https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2927 <p>Seine literarischen Tagebücher bezeichnete Günther Anders als „Warnbilder“: Menetekel sollten sie sein, Schriften an der Wand, die in die Zukunft zu weisen hätten, statt bloß Vergangenes aufzuzeichnen. Anhand der Tagebuchaufzeichnungen aus Florenz 1954 aus dem Nachlass am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek soll gezeigt werden, wie Anders in seinen Tagebuchtexten Argumente (vor-)formuliert, die sich später in seinen genuin philosophischen Texten wiederfinden, wie also das Tagebuch zum Ausgangspunkt theoretischer Überlegungen wird. Es erweist sich als eine der Anders’schen, unakademischen ‚Gelegenheitsphilosophie‘ besonders adäquate Form: Die Themen seiner Philosophie wollte Anders, einem programmatischen Okkasionalismus folgend, aus Alltag und Praxis, aus Gegenwart und Zeitgenossenschaft, kurz aus den Forderungen des Tages beziehen.</p> <p><em>Image as Prey. Günther Anders’ Florence Diary</em>: Günther Anders called his literary diaries “warning images”: they were meant to be writings on the wall that were to point into the future instead of simply recording past events. Using the 1954 diary entries from Florence in the literary archive of the Austrian National Library, Kerstin Putz<em>’</em> contribution aims to show how Anders (pre-)formulates arguments in his diary texts that will later resurface in this genuinely philosophical texts, i.e. how the diary becomes the starting point of theoretical reflection. It proves to be a form particularly suited to Anders’ non-academic ‘philosophy of occasion’: in the name of a programmatic occasionalism, Anders aimed to take the subjects of his philosophy from everyday life and practice, from the present and the contemporary, in short, from the demands of the day.</p> Kerstin Putz Copyright (c) 2020 Kerstin Putz http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-05 Tagebuch im Krieg https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/4158 <p>In Form eines „kollektiven Tagebuchs“ verhandelt Walter Kempowskis <em>Echolot</em> nach fünf Jahrzehnten jene katastrophalen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs, die in der unmittelbaren Nachkriegszeit noch jeder chronikalischen Ordnung entbehrten. Bei Kempowski sollten die Betroffenen resp. ihre Aufzeichnungen und Briefe ‚selbst‘ zu Wort kommen und Geschichte schreiben. Doch diese Uniformierung von Selbstzeugnissen muss aufs Kritischste hinterfragt bleiben: Es ist nur scheinbar ein ‚neutrales‘ Vorhaben, Autorschaft vordergründig aus der Hand zu geben, Texte ihres Kontextes zu entheben und gerade für die Zeit des singulären Zivilisationsbruches eine totale Dialogizität zu suggerieren. Es scheint vielmehr, als führe die Chronik im <em>Echolot</em> noch in der Memoria Krieg.</p> <p><em>The Diary at War: Walter Kempowski’s ‘Echolot’</em>: With his “collective diary” <em>Echolot, </em>Walter Kempowski attempted from 1993 onwards to present a unified chronicle of World War II: by giving their ‘own’ voice to those concerned, or rather their diary records, and having them write history. Arno Dusini’s contribution shows the clear limits of such an endeavour and points out the huge problems of the claim of seemingly relinquishing authorship, taking texts out of their context and suggesting a total dialogue in a time of a singular breach of civilization. As a result, it seems the chronicle in the <em>Echolot</em> is still waging war even in memory<em>.</em></p> Arno Dusini Copyright (c) 2020 Arno Dusini http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-02-06 Developing the ‘Beckett Digital Manuscript Project’ https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3122 <p>Dirk Van Hulle and Vincent Neyt report on the <em>Beckett Digital Manuscript Project</em>. Its purpose is to reunite the manuscripts of Samuel Beckett’s works in a digital way, and to facilitate genetic research: the project brings together digital facsimiles of documents that are now preserved in different holding libraries, and adds transcriptions of Beckett’s manuscripts, tools for bilingual and genetic version comparison, a search engine, and an analysis of the textual genesis of his works.</p> <p>Der Werkstattbericht von Vincent Neyt und Dirk van Hulle liefert Einblicke in das <em>Beckett Digital Manuscript Project</em> (BDMP), das Samuel Becketts weltweit verstreute Manuskripte im Hypertext vereinen wird. Das Projekt führt auf einzigartigem Weg digitale Faksimiles, Transkriptionen und textgenetische Auszeichnungen zusammen: Nicht umsonst gewann es 2018 den Modern Language Association Prize for a Bibliography.</p> Dirk Van Hulle Vincent Neyt Copyright (c) 2020 Dirk Van Hulle, Vincent Neyt http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-01 The Humboldt Code https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3123 <p>Tobias Kraft and Stefan Dumont report on the hybrid digital scholarly edition of Alexander von Humboldt. The complementary approach of ‘edition humboldt’ combines the strengths of a reader-friendly book edition with those of a digital full-text and facsimile edition based on a carefully curated data infrastructure. In addition to the advantages of the book for the concentrated study of longer texts, the online edition offers the complementary technological and methodological framework to provide a scholarly reliable basis for research into Humboldt’s work and life-long research activities.</p> <p>Tobias Kraft und Stefan Dumont geben einen Werkstattbericht zur Hybridedition von Humboldts Reisedokumenten im Rahmen des deutschen Akademieprogramms. Der Ansatz der ‚edition humboldt‘ verbindet die Stärken einer lesefreundlichen Buchedition mit denen einer digitalen Volltext- und Faksimile-Edition auf der Grundlage einer sorgfältig entwickelten Dateninfrastruktur.</p> Tobias Kraft Stefan Dumont Copyright (c) 2020 Tobias Kraft, Stefan Dumont http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-02 Die Tagebuch-Edition innerhalb der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe (WeGA) https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2935 <p>Solveig Schreiter und Peter Stadler liefern Einblicke in das Projekt der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe,&nbsp;das von 1992 bis 2026 (200. Todestag) anberaumt ist und in dem seit 2011 sämtliche Textteile (ausschließlich der Notentexte) als digitale Edition publiziert werden. Alle Dokumente (Schriften, Tagebücher, Briefe, Pressetexte sowie&nbsp;Personenbiogramme, Orts- oder Werkbeschreibungen) werden dabei manuell nach den Richtlinien der TEI resp. der&nbsp;MEI (Music Encoding Initiative) ausgezeichnet.</p> <p><em>The Diary Edition in the context of the Carl Maria von Weber Complete Edition (WeGA)</em>: In the context of the 1992 to 2026&nbsp;(200th death anniversary) project of a Carl Maria von Weber Complete Edition, all text segments (excluding sheet music)&nbsp;are in the process of being published as a digital edition since 2011. All documents (writings, diaries, letters, press texts&nbsp;as well as biograms of individuals or descriptions of places and oeuvres) are manually tagged according to the TEI or&nbsp;MEI (Music Encoding Initiative) guidelines, as Solveig Schreiter and Peter Stadler explain in their work in progress report.</p> Solveig Schreiter Peter Stadler Copyright (c) 2020 Solveig Schreiter, Peter Stadler http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-03 Auf dem Weg zu einer digitalen Edition der Notizen von Max Frisch https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2933 <p>Tobias Amslinger liefert einen Werkstattbericht aus dem Max Frisch Archiv (ETH Zürich), das etwa 130 kleine Notizhefte aus den Jahren 1943 bis 1952 verwahrt. Im Rahmen einer digitalen Edition wird das umfangreiche werkgenetische, biographische und zeitgeschichtliche Quellenmaterial einerseits systematisch erschlossen, andererseits kann es als integraler Bestandteil von Frischs Werk angesehen werden. Ein neuer Werkkomplex tut sich auf: „Schreiben als Entwurf“.</p> <p><em>Toward a digital edition of Max Frisch’s notes</em>: The Max Frisch Archiv (ETH Zurich) contains approximately 130 small notebooks that Max Frisch used between 1943 and 1952. In the context of a digital edition, this extensive work genetic, biographical and historical source material is made accessible in a systematic manner one the one hand, on the other hand, we may regard it as an integral part of Frisch’s oeuvre. A new work complex appears: “writing as draft”, as Tobias Amslinger illustrates in his work in progress report.</p> Tobias Amslinger Copyright (c) 2020 Tobias Amslinger http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-04 Andreas Okopenko: Tagebücher 1949–1954 https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3124 <p>Laura Tezarek stellt den Workflow des von 2015 bis 2018 am Institut für Germanistik der Universität Wien und der Österreichischen Nationalbibliothek durchgeführten FWF-Projekts zu Andreas Okopenkos frühen Tagebüchern vor. Nach der bereits erfolgten erfolgreichen Veröffentlichung der digitalen Edition erscheint im Herbst 2020 eine Auswahl an Tagebüchern aus dem Zeitraum von 1945 bis 1955 gedruckt im Klever Verlag.</p> <p><em>Andreas Okopenko: Diaries 1949–1954</em>: From 2015 to 2018, the focus of an FWF project based at the Department of German Studies at the University of Vienna and the Austrian National Library were Andreas Okopenko’s diaries. In her contribution, Laura Tezarek presents the workflow of the already published first digital part of the hybrid edition.</p> Laura Tezarek Copyright (c) 2020 Laura Tezarek http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-05 Warum es so lange gedauert hat, bis Arthur Schnitzlers Tagebuch online gestellt wurde https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2934 <p>In seinem Beitrag erläutert Martin Anton Müller, weshalb es gute Gründe dafür gibt, dass das Tagebuch von Arthur Schnitzler bislang nur als Beta-Version zur Verfügung steht. Nicht zuletzt lassen sich schon jetzt die vorhandenen Informationen mannigfaltig weiterverwenden: in Form eines Twitter-Bots, für die maschinelle Handschriftenerkennung (bei Schnitzler schließlich eine besondere Herausforderung) oder in der projektübergreifenden relationalen Datenbankrecherche.</p> <p><em>Why it took so long until Arthur Schnitzler’s diary was published online</em>: In his contribution, Martin Anton Müller explains why there are good reasons that Arthur Schnitzler’s diary is only available as a beta version so far. In the end, even now the available information can be used in a number of ways: in the form of a twitter bot, for machine handwriting recognition (in Schnitzler’s case a particular challenge, after all), or in cross-project relational database research.</p> Martin Anton Müller Copyright (c) 2020 Martin Anton Müller http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-03-06 Memorandum: „Glück auf dem Weg, ihr jungen Kunstschaffenden!“ https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3126 <p>Das Projekt ‚Österreichische Literaturzeitschriften 1945–1990‘ an der Österreichischen Nationalbibliothek verweist auf eine Kulturzeitschrift, deren Titel in Zusammenhang mit unserer Publikation zu stehen scheint: Wiener Revue. Die Parallele besteht einzig im Titel – dennoch möchten wir in einer gekürzten Version des Essays von Holger Englerth für das erwähnte Projekt an diese Zeitschrift erinnern, die in den sechs Jahren ihres Bestehens die wechselvolle Geschichte von einer Halbmonatsschrift für Kultur, Kunst, Theater, Film und Unterhaltung unter kommunistischem Einfluss zu einem Blatt der eleganten Welt erlebte.</p> <p><em>Memorandum: “All the best on your path, you young artists!” The Culture Journal Wiener Revue (1945–1950)</em>: The project ‘Austrian Literary Magazines 1945–1990’ at the Austrian National Library refers to a culture journal with a title that seems to suggest a strong connection to our own publication: <em>Wiener Revue</em>. The only parallel is the title – nevertheless, we want to evoke this journal in an abridged version of Holger Englerth’s essay for the mentioned project, which, in its six years of existence, had an eventful history from a “bi-monthly journal for culture, art, theatre, film, and entertainment” under communist influence to a “gazette of the elegant world”.</p> Holger Englerth Copyright (c) 2020 Holger Englerth http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-04-05 Lyrik: warte + anleitung zur überwindung von unwesen (analog/digital) https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3129 <p>Mit den beiden Gedichten „warte“ und „anleitung zur überwindung von unwesen“ eröffnet Michael Eberle die in der nächsten Ausgabe der <em>Wiener Digitalen Revue</em> fortgesetzte Serie an Beiträgen von Studierenden am Wiener Institut für Germanistik. Äußerst treffend, laden die Verse mit der Medien- zur Selbstreflexion ein.</p> <p>With the two poems “warte” and “anleitung zur überwindung von unwesen”, Michael Eberle opens the series of student contributions from the Viennese German Studies Department, which will be continued in the next edition of the <em>Wiener Digitale Revue</em>. In a most suitable manner, the verses invite the reader to reflect on media, and on themselves.</p> Michael Eberle Copyright (c) 2020 Michael Eberle http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-04-02 Interview: „Wir haben nämlich beide eine Zahnspange, aber er nur oben“ https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/2937 <p>Diana Köhle veranstaltet und moderiert seit 2004 Poetry Slams in Wien, sie ist Herausgeberin von Slam-Anthologien. Seit 2013 organisiert sie regelmäßig Tagebuch-Slams. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrungen mit diesem von ihr erfundenen Format.</p> <p><em>Interview: “You know we both wear dental braces, but he only in the upper jaw.” Interview with Diana Köhle, organisor of Austrian diary slams</em>: Since 2004, Diana Köhle has been organizing and moderating poetry slams in Vienna, she is an editor of slam anthologies. Since 2013, she is regularly organizing diary slams. In the interview with Wolfgang Straub<em>, </em>she talks about her experiences with this format of her own invention.</p> Wolfgang Straub Copyright (c) 2020 Wolfgang Straub http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-04-01 Report: The European Diary Archives and Collections Network – EDAC https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3127 <p>Li Gerhalter and Christa Hämmerle report on the second European Diary Archives &amp; Collections-meeting that took place in Vienna on October 19 and 20 2018. The two-day event was organised by the Collection of Women’s Personal Papers at the University of Vienna’s Department of History, and could successfully establish further networking throughout Europe.</p> <p>Li Gerhalter und Christa Hämmerle berichten über das zweite Treffen der <em>European Diary Archives &amp; Collections</em>, das am 19. und 20. Oktober in Wien stattfand. Die Veranstaltung wurde von der <em>Sammlung Frauennachlässe</em> am Insitut für Geschichte der Universität Wien organisiert und hat eine wichtige Grundlage für weitere internationale Vernetzungstreffen und Kollaborationen im Bereich der Aufarbeitung von Tagebuchbeständen gelegt.</p> Li Gerhalter Christa Hämmerle Copyright (c) 2020 Li Gerhalter, Christa Hämmerle http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-04-03 Call for Papers: WDR 2 + WDR 3 https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/3130 <p>Hier finden Sie die Calls zu den beiden nächsten Ausgaben der <em>Wiener Digitalen Revue</em> zu den Themen „Das Lied“ und „Poetikvorlesung“.</p> <p>Please find here the Call for Papers 2 and 3 for the <em>Wiener Digitale Revue</em>, adressing “The Song" and “Poetics Lecture”.</p> Redaktion Wiener Digitale Revue Copyright (c) 2020 Redaktion Wiener Digitale Revue http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1 10.25365/wdr-01-04-04 Literaturkritik im Netz https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/4176 <p>Die bekannte österreichische Literaturkritikerin <em>Daniela Strigl</em> kommentiert regelmäßig den Schwerpunkt der <em>Wiener digitalen Revue</em>. Zum Beginn der Serie wurde sie jedoch in einen Reflexionsprozess geschickt, der sie selbst am meisten betrifft: Literaturkritik analog oder digital, wo liegen die Unterschiede?</p> <p><em>Literary criticism online</em>: Prominent Austrian literary critic Daniela Strigl regularly comments the focus of the <em>Wiener Digitale Revue. </em>To begin with, however, we assigned her a reflection process that intimately concerns her: literary criticism in the analogue or digital form, what are the differences?</p> Daniela Strigl Copyright (c) 2020 Redaktion der WDR http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ 2020-10-01 2020-10-01 1