The funding scheme “Impact innovation” - The idea behind and the results of an assessment

Autor/innen

  • Richard Heidler Information Management, German Research Foundation

Schlagworte:

Peer Review, Research Data, Data Sharing, Grant Peer Review, Review Criteria, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Programme Evaluation

Abstract

Forscher erkennen zunehmend, dass die gemeinsame Nutzung von Daten, ein verbessertes Datenmanagement und die Verfügbarkeit von Forschungsdateninfrastrukturen der Effektivität des Wissenschaftssystems dienen. Die Förderorganisationen unterstützen dieses Anliegen und reagieren darauf. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Förderprogramm "Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten" konzipiert, um diesem Bedarf gerecht zu werden. Das Programm wurde 2019 im Hinblick auf den langfristigen Erfolg und die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte evaluiert. Die Vollstudie enthält neben einer Förderstatistik und einer deskriptiven Inhaltsanalyse von Gutachterprotokollen auch qualitative Fallstudien. Für die inhaltliche Analyse hat ein DFG-internes Team für 158 Programmanträge die Inhalte der Fachgruppenprotokolle kodiert. Eine Expertenkommission begleitete die ursprüngliche Evaluation und gab Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Programms ab. Der vorliegende Beitrag baut auf dieser Studie auf und ergänzt sie um eine statistische Analyse der programmspezifischen Förderentscheidung auf der Basis der Originaldaten der inhaltlichen Analyse von Gutachtergruppenprotokollen. Welche Kriterien sind für die Auswahl der Finanzierung entscheidend? Die multivariate Analyse der Förderentscheidung modelliert das Ergebnis der Förderungsbegutachtung unter Berücksichtigung der Argumente und Bewertungen der Gutachtergremien. Die Ergebnisse zeigen, dass die bewertete Qualität des Forschungsplans die stärkste Auswirkung auf die Förderentscheidung hat. Dies steht im Einklang mit anderen Studien zu den Peer-Review-Kriterien. Programmspezifischer ist die Schlussfolgerung, dass auch die wissenschaftliche Nachfrage nach den geplanten Forschungsdateninfrastrukturen einen deutlichen Einfluss auf die Förderentscheidung hat. Ein unerwartetes Ergebnis ist die geringe Bedeutung des institutionellen Umfelds für die endgültige Förderentscheidung.

Veröffentlicht

01.03.2020