Die Waldbirkenmaus (Sicista betulina) in Österreich: Eine Übersicht der Nachweise

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.25365/azba.162.19

Schlagworte:

Sicista betulina, occurrence record, fragmented populations, small mammals, biogeography, databases, conservation, Austria

Abstract

Die Waldbirkenmaus (Sicista betulina) zählt zu den am wenigsten untersuchten Säugetierarten Österreichs. Trotz ihres großen Verbreitungsgebiets in Eurasien sind die Vorkommen am westlichen Rand, worunter in Österreich, fragmentiert und oft isoliert. Diese Studie stellt bestätigte Nachweise der Art (Nachweis durch Fotodokumentation oder Belegexemplar) in Österreich auf Basis wissenschaftlicher Literatur, Biodiversitätsdatenbanken, Museumssammlungen und Feldstudien zusammen. Insgesamt wurden 78 Nachweisstandorte (Fundorte) aus dem Zeitraum 1964–2025 identifiziert und georeferenziert. Die Analyse weist drei räumlich getrennte Teilareale in Österreich aus: (1) Mühlviertel+ = Mühlviertel einschließlich eines kleinen Bereichs im nordwestlichen Waldviertel (Ober- und Niederösterreich, nördlich der Donau) als Teil eines grenzüberschreitenden Vorkommens; (2) Steirische Nordalpen–Zentralalpen = umfassend die nördlichen Kalkalpen der Steiermark sowie die angrenzenden südwestlichen Zentralalpenräume in Salzburg, der Steiermark und Kärnten; und (3) Bregenzerwald = eine montane Region in Vorarlberg in Westösterreich. Die Studie unterstreicht den Bedarf an weiteren gezielten Erhebungen, um eine mögliche genetische Isolation von Populationen innerhalb der Teilareale besser zu beurteilen und die tatsächliche Gefährdungslage dieser spezialisierten Art verlässlich einschätzen zu können.

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Veröffentlicht

2026-08-25