Enhancing Evaluation Tender Quality: Integrating Gender for Robust Results

Autor/innen

Abstract

Evaluierungen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bewertung der Wirksamkeit von Strategien, Programmen und Projekten und bei der Ableitung von Schlussfolgerungen für deren künftige Entwicklung. Um die Qualität der Evaluierung zu verbessern, wurden Standards eingeführt, die sich hauptsächlich auf die Evaluator:innen konzentrieren. Die wesentlichen Bedingungen für die Evaluierung werden jedoch im Voraus festgelegt, insbesondere in den Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen. Es wird erwartet, dass in den Ausschreibungen die Anforderungen und Erwartungen klar kommuniziert werden, um sicherzustellen, dass die Vorschläge effektiv verglichen werden können, während den Evaluierenden genügend Flexibilität bei der Gestaltung und Interpretation eingeräumt wird. In den Evaluierungsstandards fehlt jedoch häufig die Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspekten, insbesondere in der Anfangsphase, z. B. bei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen. In diesem Artikel wird die Einbeziehung von Gender-Analysen und Intersektionalität in Evaluierungsstandards bewertet, wobei der Schwerpunkt auf Ausschreibungsverfahren liegt. Es wird die Notwendigkeit eines systematischen Ansatzes zur Einbeziehung von Gender- und Diversitätsaspekten in die Evaluierungspraxis erörtert und die Lücke in den derzeitigen Standards aufgezeigt. Der Artikel verweist auf einen Leitfaden, der vom Arbeitskreis Gender Mainstreaming (AK GM) der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) entwickelt wurde, als Beispiel für Bemühungen, diese Lücke zu schließen. Dieser Leitfaden ist ein Beispiel für einen Rahmen, der Evaluationspraktiker und -ausschreiber zu einer inklusiveren Evaluationspraxis anleiten soll. Auf diese Weise entsprechen Evaluierungen nicht nur den gesetzlichen Anforderungen, sondern erfüllen auch die gesellschaftlichen Verpflichtungen zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, insbesondere in den Bereichen Forschung, Technologie und Innovation.

Veröffentlicht

25.01.2024