Ich seh’, ich seh’, was du nicht siehst – Wahrnehmung von Pflanzen im Alltag bei Wiener Schüler*innen

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.25365/azba.161.05

Schlagworte:

plant awareness, attention, educational research, questionnaire, mixed method design

Abstract

Die vorliegende Studie widmet sich der Erfassung der visuellen Wahrnehmung von Pflanzen bei Schüler*innen im urbanen Kontext. Ausgehend vom Konzept der „Plant Awareness“ wurde ein Fragebogen entwickelt, der sowohl offene als auch geschlossene Aufgaben zur Benennung und Erinnerung pflanzlicher Objekte auf alltagsnahen Bildern enthält. An der Pilotstudie nahmen 99 Wiener Schüler*innen der Sekundarstufe I und II teil. Die Ergebnisse zeigen, dass pflanzliche Objekte im Vergleich zu nicht-pflanzlichen signifikant seltener erkannt und erinnert werden. Zwischen dem aktiven Benennen und dem Erinnerungsvermögen besteht eine hochsignifikante, hohe Korrelation (rs = 0,863), was die Konstruktvalidität des entwickelten Instruments belegt. Die Studie leistet einen Beitrag zur biologiedidaktischen Forschung, indem sie eine Methode zur Messung von Aufmerksamkeit gegenüber Pflanzen bereitstellt – ein zentraler Schritt zur Förderung von Bewusstsein für Pflanzen in der schulischen Bildung vor dem Hintergrund aktueller ökologischer Herausforderungen.

Veröffentlicht

2025-12-19 — aktualisiert am 2025-12-19

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