Beiß’ mich! – Karnivore Pflanzen als lernförderliche Beispielorganismen im Biologieunterricht
DOI:
https://doi.org/10.25365/azba.161.07Schlagworte:
Interesse, plant awareness, Evolution, Schüler:innenvorstellungenAbstract
Der vorliegende Artikel untersucht aus der Perspektive von Schüler:innen, welche Attribute karnivoren und anderen Pflanzen zugeschrieben werden und ob diese mit den Gründen für das geringe Interesse an Pflanzen zusammenhängen. Mithilfe qualitativer Fragebögen wurden die Wahrnehmungen und Präferenzen von 22 Schüler:innen der neunten Schulstufe analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Eigenschaften, die karnivoren Pflanzen zugeschrieben werden, wie ungewöhnliches Aussehen, aktive Bewegungen, sichtbare Interaktionen mit der Umwelt und Parallelen zur Tierwelt, genau jene Aspekte sind, deren Fehlen bei anderen Pflanzen für mangelndes Interesse verantwortlich gemacht werden. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass nicht nur der Einsatz karnivorer Pflanzen, sondern vielmehr die Förderung bestimmter Wahrnehmungsdimensionen – wie Bewegungen, Interaktionen und Ästhetik – im Unterricht entscheidend sein können, um das Interesse an Pflanzen zu steigern. Die Studie zeigt jedoch auch, dass karnivore Pflanzen häufig mit Tieren gleichgesetzt werden, was bestehende Alltagsvorstellungen verstärkt und ihre Wahrnehmung als Pflanzen erschwert.
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