Wie hören Schüler:innen das „Gras“ wachsen? – Alltagsvorstellungen von „Drogenpflanzen“
DOI:
https://doi.org/10.25365/azba.161.08Schlagworte:
stimulant herbal drugs, students’ ideas, interviews, plant awareness, educational researchAbstract
Dieser Beitrag untersucht die Alltagsvorstellungen von Schüler:innen der Sekundarstufe zu sogenannten „Drogenpflanzen“. Aufbauend auf qualitativen Interviews mit Jugendlichen aus drei Altersgruppen (6., 9. und 12. Schulstufe) zeigt sich, dass der Begriff „Drogenpflanze“ je nach Alter sehr unterschiedlich verstanden wird – meist diffus, teils fehlerhaft und häufig mit mystifizierenden Zuschreibungen belegt. Die Ergebnisse belegen, dass viele Schüler:innen nur wenige bekannte Beispiele wie Cannabis oder Schlafmohn nennen können und Schwierigkeiten haben, zwischen Pflanzen und ihren isolierten Wirkstoffen zu unterscheiden. Zudem verschwimmen in den Vorstellungen oft die Grenzen zwischen Heil, Gift- und Drogenpflanzen. Der Artikel diskutiert das Potenzial, Drogenpflanzen als didaktisches Vehikel zu nutzen, um das bestehende Interesse Jugendlicher für eine fundierte botanische Bildung und Suchtprävention zu aktivieren. Durch eine differenzierte und kontextualisierte Auseinandersetzung können stereotype und gefährliche Fehlschlüsse vermieden und ein reflektierter Zugang zur Pflanzenwelt gefördert werden.
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