Eva feministisch neuinterpretiert
Das feministische Potential der Interfiguralität anhand eines Vergleichs der biblischen Eva und Simone Hirths Malus
DOI:
https://doi.org/10.48646/ur.20230102/ur.202607011Abstract
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage der feministischen Interfiguralität. Im Zentrum steht dabei die Figur der biblischen Eva. Untersucht wird das feministische Potential einer interfiguralen Verwendung am Beispiel des Romans Malus von Simone Hirth. Dies geschieht durch eine Analyse der Figur in der Bibel und in Malus und die Beschäftigung mit der Frage, inwiefern es sich dabei um dieselbe Figur handelt. Ein Vergleich der beiden Figurenvarianten legt offen, inwiefern eine feministische Neuinterpretation der biblischen Eva möglich ist, ohne zu stark von dieser ursprünglichen Eva abzuweichen und so den Kernmerkmalen der Figur treu zu bleiben. Außerdem zeigt sich, dass das feministische Potential dieser interfiguralen Praxis durch die kulturelle Bedeutung der Bibel im Allgemeinen und der Figur der Eva im Besonderen verstärkt wird, da die biblische Eva auch als kulturelle Ikone bezeichnet werden kann. Gerade durch die starke Treue zu den Kernmerkmalen der Figur und diese Ikonizität ist es dem Roman möglich, die Figur der Eva gänzlich neu zu kontextualisieren und zu bewerten, ihr als Figur jedoch treu zu bleiben.
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