„Aus seiner Sprach kann man sehen, daß er Kopf hat“
Sprachgebrauch als Mittel der Figurencharakterisierung im Wiener Volkstheater – ein noch zu erschließendes Forschungsgebiet
DOI:
https://doi.org/10.48646/ur.20250505Abstract
Dieser Beitrag bietet einen praktischen Einstieg in das Analysieren der Funktionen des Sprachgebrauchs für die Figurendarstellung in Wiener Komödien. Zunächst werden dafür einige kontextuelle Faktoren angedeutet, ehe anhand der Schikaneder-Stücke Die bürgerlichen Brüder und Die Postknechte Beispielanalysen präsentiert und mögliche Forschungsfragen vorgeschlagen werden. Im Vordergrund stehen dabei das sprachliche Auseinanderfallen von Sein und Schein, die sprachliche Ausgestaltung von Beziehungen sowie Bezüge zum zeitgenössischen metasprachlichen Diskurs und ihr Zusammenhang mit argumentativem Erfolg oder Scheitern der Figuren. Abschließend werden die zu berücksichtigende methodische Problematik und Strategien für den Umgang mit dieser skizziert.
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