„[…] dass jede Philosophie im Entstehen eine lange Tragödie war.“

Nietzsches Zarathustra IV zwischen Dialog, Karneval und Satyrspiel

Autor/innen

  • Alexander Hartl

DOI:

https://doi.org/10.48646/ur.20250506

Abstract

Ausgehend von der Debatte über die Einordnung des Vierten Teils von Also sprach Zarathustra in den Gesamtzusammenhang des Textes, soll im vorliegenden Artikel eine Verknüpfung mit den Begriffen Karneval und Satyrspiel erfolgen. Es wird vorgeschlagen, dass die Überschreitung des tragischen Dreischritts im Vierten Teil durch karnevaleske Motivik, ein an das antike Satyrspiel gemahnendes Figurenensemble und Anleihen an eine Aufhebung des Tragischen im Lachen Schlussfolgerungen für die Frage einer geglückten, positiv genannten Progression des Helden Zarathustra erlaubt. Die „satirische Demontage“ wird als parodistischer Beiklang verstanden, der die „monologischen“ Reden der ersten drei Teile dem Vergessen überantwortet und Zarathustra eine Wiederkunft des Wortes erleiden lässt.

Downloads

Veröffentlicht

2025-12-11