Reconceptualizing Food Regimes from a National (State-Capital Nexus) Perspective
DOI:
https://doi.org/10.25365/rhy-2025-2Schlagworte:
food regime, state-capital nexus, capitalism, state, class, imperium, peripheryAbstract
Dieser Beitrag unternimmt eine Kritik der bislang dominanten globalistischen Nahrungsregime-Theorie, wie sie im Werk von Friedmann und McMichael zum Ausdruck kommt – insbesondere in ihrem Aufsatz Agriculture and the State System: The Rise and Decline of National Agricultures, 1870 to the Present von 1989. Angesichts der als gravierend zu erachtenden theoretischen und empirischen Schwächen des Ansatzes, die aus einer unzureichenden Theoretisierung der Natur des Kapitalismus, seines Verhältnisses zum Staat sowie der daraus folgenden Substanz und Periodisierung von Nahrungsregimen resultieren, präsentiert dieser Beitrag eine maßgeblich revidierte theoretische Grundlage aus der Perspektive der politischen Ökonomie für die Analyse der Dynamiken, die Nahrungsregimen zugrunde liegen. Auf dieser revidierten Grundlage wird sodann eine neue Periodisierung von fünf internationalen Nahrungsregimen an Stelle der drei ,globalen‘ Regime von Friedmann und McMichael vorgeschlagen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Begründung und Charakterisierung des ersten, zweiten und fünften internationalen Nahrungsregimes: Das erste und das fünfte wurden in der bisherigen Forschung noch nicht diskutiert, während das zweite in der hier entwickelten Konzeption substanziell von Friedmann und McMichaels erstem Nahrungsregime abweicht, auch wenn es zeitlich mit diesem übereinstimmt.
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