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  • Cities – Regions – Hinterlands: Metabolisms, Markets, and Mobilities Revisited
    Bd. 17 (2020)

     

    Herausgeber: Martin Knoll

    Redaktion: Reinhard Bodner, Brigitte Semanek und Stephan Stockinger unter Mitarbeit von Ulrich Schwarz-Gräber

    Seit Jahrhunderten unterhalten Städte enge und komplexe Beziehungen mit ihrem jeweiligen Hinterland. Strukturiert wurden diese Gebiete durch Zonen der landwirtschaftlichen Produktion, Verkehrskorridore, Marktbeziehungen, aber auch durch politische Dominanz oder Grundeigentum. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden die Stadt-Hinterland-Beziehungen unter den Vorzeichen fossilenergetischer, industrialisierter und globalisierter Ökonomien und Gesellschaften neu verhandelt. Mobilitätsformen wie Migration und Tourismus intensivierten und komplizierten das Beziehungsgefüge. Basierend auf Fallstudien zu Österreich, Dänemark und Italien untersucht das Jahrbuch die sich historisch wandelnden Beziehungen zwischen Städten und ländlichen Gebieten sowie die Produktion sozio-ökonomischer, sozial-ökologischer und kultureller Regionalität.

    Diese Ausgabe ist auch als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • Farming the City. Resilienz und Niedergang der städtischen Landwirtschaft in der europäischen Geschichte
    Bd. 16 (2019)

    Herausgeber: Erich Landsteiner und Tim Soens

    Redaktion: Martin Bauer, Brigitte Semanek und Thomas Stockinger unter Mitarbeit von Markus Rheindorf und Ulrich Schwarz-Gräber

    Die urbane Landwirtschaft ist ein vielschichtiges Phänomen, dessen Wurzeln unterschiedlich weit in der europäischen Geschichte zurückreichen. In einigen Regionen schien die städtische Landwirtschaft in einem frühen Stadium nachzulassen, in anderen beruhte die städtische Wirtschaft und Gesellschaft bis in die jüngste Vergangenheit fest auf einer mehr oder weniger spezialisierten und kommerzialisierten Agrarproduktion. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gewinnt sie in einer von globalisierten Lebensmittelmärkten, sozialer Polarisierung, aber auch zunehmender Ernährungsunsicherheit geprägten urbanen Welt wieder rasant an Bedeutung: StädterInnen betreiben Landwirtschaft in einem gemeinsamen Bemühen, ihre Lebensmittelversorgung zu diversifizieren, die Produktionsketten zu verkürzen und das Gemeinschaftsleben zu stärken. Um die Organisation, die Resilienz und das Scheitern der städtischen Landwirtschaft in verschiedenen Kontexten zu verstehen, zielt dieser Band darauf ab, einen vergleichenden und langfristigen Ansatz zu entwickeln. Dabei stehen die Akteure der städtischen Landwirtschaft, ihre Einkommensstrategien und die sozialen und ökonomischen Bedingungen, in denen sie arbeiten, im Mittelpunkt.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2019 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • Landmedien. Kulturhistorische Perspektiven auf das Verhältnis von Medialität und Ruralität im 20. Jahrhundert
    Bd. 15 (2018)

    Herausgeber*innen: Clemens Zimmermann, Gunter Mahlerwein und Aline Maldener

    Redaktion: Martin Bauer und Brigitte Semanek unter Mitarbeit von Rolf Bauer, Jessica Richter und Ulrich Schwarz-Gräber

    Der Band thematisiert die weithin unterschätzte Geschichte der Landmedien im 20. Jahrhundert in verschiedenen europäischen Kontexten. Das Spektrum der in diesem Band untersuchten Einzelmedien reicht von der Fotografie über Postkarten und Fahrradkarten bis zum Kino und Fernsehen. Es wird der im 20. Jahrhundert wachsenden und überraschend starken Präsenz von Medien in Landorten nachgegangen und gezeigt, dass ländliche Kommunikationsweisen stark medialisiert waren, sich indes wichtige Charakteristika ländlicher Soziabilität behaupteten. In hohem Maße wurden und werden Bilder von Ländlichkeit durch öffentliche und private Medien erstellt und weiter verbreitet, auch in die ländlichen Gesellschaften hinein. Romantisierend-idealisierende Aspekte, Nostalgie, Idylle, Utopie und immer noch dichotomisch angelegte Vorstellungen von Stadt und Land kennzeichnen eine solche medial hergestellte Ruralität. Medialität und Ruralität, so diese Gesamtthese dieses Bandes, erweisen sich als zentrale Kategorien ländlicher Gesellschaftsanalyse. Dabei wird deutlich, dass sich im Zusammenhang ländlicher Gesellschaften und Publika aktive Aneignungsprozesse vollzogen und vollziehen. Die Kommunikations- und Medienanalyse sollte folglich, wie das hier geschieht, nicht allein von den jeweiligen Produkten ausgehen, sondern soziale Praktiken einbeziehen.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2018 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.