„Aber wenn man sagt: Nein, unbedingt besuchst du Sprachkurs und dann, wir suchen eine Arbeit für dich, auch ich finde es schwer auch.“ – Zum Zusammenwirken von Klassismus & (Neo-)Linguizismus im Berufssprachkurs
DOI:
https://doi.org/10.25365/mpzd-2025-4-9Schlagworte:
Klassismus, (Neo-)Linguizismus, Berufssprachkurs, IntersektionalitätAbstract
Im Beitrag stehen die Ergebnisse einer qualitativ-rekonstruktiven Studie im Zentrum, in der die Intersektion der Differenzverhältnisse Klassismus und (Neo-)Linguizismus im Rahmen eines vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten B2-Berufssprachkurses untersucht wurden. Mittels einer teilnehmenden Unterrichtsbeobachtung sowie episodischen Interviews konnte die Reproduktion sowie Normalisierung der den Differenzverhältnissen inhärenten Wissensbeständen herausgearbeitet werden. Curriculare und strukturell-diskursive Rahmenbedingungen führen u.a. zu einer Homogenisierung sowie Bevormundung der Teilnehmenden auf Grundlage des Differenzmerkmals Deutsch als weitere Sprache. Dies beeinflusst maßgeblich unterrichtliches Handeln und beobachtete Interaktionen, wobei Unterricht genau jener Raum zu sein scheint, in dem widerständiges Handeln möglich wird.
Downloads
Veröffentlicht
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2025 Migrationspädagogische Zweitsprachdidaktik

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.