Schüler*innen erschließen sich die Welt der Wissenschaft
Forschungsvignetten als Instrument der wissenschaftspropädeutischen Schreibdidaktik
DOI:
https://doi.org/10.48646/zisch.261401Schlagworte:
Vignette, Forschungsvignette, Profilierte Schreibaufgabe, Schreibdidaktik, WissenschaftspropädeutikAbstract
Während Vignetten in der Bildungs- und Sozialforschung ein etabliertes Forschungsinstrument darstellen, spielen sie im sprachdidaktischen Diskurs bislang eine untergeordnete Rolle. Der Beitrag knüpft daran an und untersucht aus theoretisch konzeptioneller Perspektive das Potenzial sogenannter Forschungsvignetten, wie sie im FWF-Projekt Entwicklung wissenschaftlicher Textkompetenz in der Sekundarstufe II (kurz: ElWisS) entwickelt wurden, für die wissenschaftspropädeutische Schreibdidaktik in der Sekundarstufe II. Hierzu wird zunächst der Diskurs zu Vignetten in der Bildungs- und Sozialforschung skizziert und mit dem Diskurs zu profilierten Schreibaufgaben in der deutschsprachigen Schreibdidaktik verknüpft. Im Rahmen der theoretisch-konzeptionellen Auseinandersetzung wird gezeigt, dass Gestaltungsprinzipien von Vignetten grundlegenden Anforderungen an profilierte Schreibaufgaben in der Deutschdidaktik entsprechen. Anhand einer exemplarischen Analyse wird anschließend das wissenschaftspropädeutische und schreibdidaktische Potenzial von Forschungsvignetten konkretisiert. Der Beitrag macht deutlich, dass Forschungsvignetten das Konzept der profilierten Schreibaufgabe grundlegend erweitern können. Sie ermöglichen es Schüler*innen, sich in die Rolle von Forschenden zu versetzen, mit lebensweltlich relevanten wissenschaftlichen Problemen auseinanderzusetzen, und eröffnen zugleich einen niederschwelligen Zugang zu den Grundlagen wissenschaftlichen Denkens, Arbeitens und Schreibens.
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