Zwischen Bewerten und Vermitteln
Der Umgang von Lehrenden der Universität Wien mit epistemologischen Entwicklungsprozessen
DOI:
https://doi.org/10.48646/zisch.241106Schlagworte:
Persönliche Epistemologie, Schreibentwicklung, Schreibdidaktik, personal epistemologyAbstract
Diese Forschungsarbeit untersucht epistemologische Entwicklung und Schreibentwicklung Studierender aus Lehrenden-Perspektive. Erkennen Lehrende den Entwicklungsstand Studierender in diesen Prozessen? Wie bewerten sie dabei auftretende Phänomene und wie bewältigen sie die Heterogenität studentischer Entwicklungsprozesse? Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurden problemzentrierte Interviews (Witzel, 2000) mit drei Lehrenden von geisteswissenschaftlichen Instituten durchgeführt. Diese Interviews wurden transkribiert und anschließend mit einem Codierverfahren orientiert an den Prinzipien der Grounded Theory codiert (Charmatz, 2014). Die Befunde wurden entlang von drei Dimensionen, „Beobachten”, „Bewerten” und „Bewältigen von epistemologischer Heterogenität” systematisiert. Hierbei zeigte sich, dass die Lehrenden vor allem selbständiges Denken und Argumentieren als wesentliche Marker studentischer Entwicklungsprozesse ansehen. Eine gelungene Argumentation wird hier schwerer gewichtet, als die korrekte Verwendung wissenschaftlicher Fachbegriffe. Als wesentliche Bewältigungsstrategien von Heterogenität im studentischen Entwicklungsprozess sehen die Lehrenden Feedback in verschiedenen Stadien des Schreibprozesses sowie die Diskussion in Peer-Gruppen an. Die Arbeit verdeutlicht damit die bedeutsame Rolle, die Peer Gruppen in der Herausbildung von argumentativen Schreibkompetenzen spielen können. Werden diese angeleitet und bewusst von den Lehrenden initiiert, können sie eine wertvolle Ergänzung zum Feedback der Lehrenden darstellen.
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