Ein Gedenken an den Text, der gerade entsteht

Autor/innen

  • Neele Reimers

DOI:

https://doi.org/10.48646/zisch.251310

Schlagworte:

Autoethnografie

Abstract

Ich war mit meinen Nerven am Ende. Wirklich, ich war eine tickende Zeitbombe, unmittelbar vor ihrer Explosion. Ich wollte explodieren! Ich war wie ein brodelnder Vulkan, der Druck in seinem Inneren am Maximum. Aber ich explodierte nicht, ich brach nicht aus. Ich starrte auf ein leeres Blatt und es passierte… nichts. Es waren simple Wörter. Eine Aneinanderreihung von Buchstaben, die in ihrer Kombination einen Sinn ergaben. Ergeben sollten. Doch ich saß hier, als hätte ich nicht bereits an einem einzelnen Tag 9.000 Wörter für meinen Roman geschrieben, als hätte ich nicht Jahre damit verbracht, mich in den Welten zu verlieren, die ich selbst kreiert hatte, als hätte ich mein Herz nicht den Worten gewidmet. Als wäre ich keine Schreibende.

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Veröffentlicht

2026-01-29

Zitationsvorschlag

Reimers, N. (2026). Ein Gedenken an den Text, der gerade entsteht. Zeitschrift für interdisziplinäre Schreibforschung, 13, 93–103. https://doi.org/10.48646/zisch.251310

Ausgabe

Rubrik

Interdisziplinäre Schreibwissenschaft: Themenschwerpunkt