Ein Gedenken an den Text, der gerade entsteht
DOI:
https://doi.org/10.48646/zisch.251310Schlagworte:
AutoethnografieAbstract
Ich war mit meinen Nerven am Ende. Wirklich, ich war eine tickende Zeitbombe, unmittelbar vor ihrer Explosion. Ich wollte explodieren! Ich war wie ein brodelnder Vulkan, der Druck in seinem Inneren am Maximum. Aber ich explodierte nicht, ich brach nicht aus. Ich starrte auf ein leeres Blatt und es passierte… nichts. Es waren simple Wörter. Eine Aneinanderreihung von Buchstaben, die in ihrer Kombination einen Sinn ergaben. Ergeben sollten. Doch ich saß hier, als hätte ich nicht bereits an einem einzelnen Tag 9.000 Wörter für meinen Roman geschrieben, als hätte ich nicht Jahre damit verbracht, mich in den Welten zu verlieren, die ich selbst kreiert hatte, als hätte ich mein Herz nicht den Worten gewidmet. Als wäre ich keine Schreibende.
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