Wissenschaftstransfer durch Studierende: Potenzial des Konzepts und Rolle von Wissenschaftssprache
DOI:
https://doi.org/10.48646/zisch.251315Schlagworte:
Wissenschaftstransfer, Science Communication, Wissenschaftssprache, Studierende, SelbstwirksamkeitAbstract
Der Forschungsprozess ist mit der zunehmenden Spezialisierung weniger wissenschaftlicher Expert*innen geprägt, was zu einer Distanz zwischen diesen Expert*innen und Personen außerhalb der jeweiligen Fächer führt. Der Wissenstransfer von Expert*innen hin zu einem fachfremden bzw. nicht akademischen Publikum z. B. durch Wissenschaftskommunikation ist aktuell nicht zufriedenstellend gegeben. Eine mögliche praktische Alternative ist die Einbindung Dritter als vermittelnde Personen anstatt der Expert*innen selbst. Dies ist eine Rolle, welche auch Studierende und Studiumsabgänger*innen übernehmen könnten. Anhand von Schreibübungen gefolgt von retrospektiven Interviews erforscht diese Studie qualitativ die Vorgehensweise von aktuellen Studierenden der Universität Wien, um das Potenzial dieser Rollenübernahme und mögliche Stellschrauben im Einsatz von Wissenschaftssprache zu untersuchen. Studierende sind sich bewusst, dass ihr Ausdruck an ihr jeweiliges Publikum angepasst werden muss. Dies wird jedoch nicht konsequent umgesetzt und es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der ungewohnten Rolle und der Effektivität ihrer Kommunikation. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass mehr Übung für die Kommunikation von Inhalten aus der Disziplin hinaus notwendig ist, um die Umsetzung von Wissenschaftstransfer durch Dritte effizienter umzusetzen und Verständnis in einem nichtwissenschaftliches Publikum für die Forschung, ihre Prozesse, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in unterschiedlichen Disziplinen zu verbreiten und zu gewährleisten.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2026 Hélène Zillig

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Keine Bearbeitungen 4.0 International.
Sofern nicht anders angegeben, sind die Inhalte dieses Journals ab Dezember 2025 lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Share Alike 4.0 International Lizenz (davor: CC-BY-ND 4.0). Das Copyright bleibt bei den Autor*innen.