Wissenschaftstransfer durch Studierende: Potenzial des Konzepts und Rolle von Wissenschaftssprache

Autor/innen

  • Hélène Zillig
  • Jule Lehkij

DOI:

https://doi.org/10.48646/zisch.251315

Schlagworte:

Wissenschaftstransfer, Science Communication, Wissenschaftssprache, Studierende, Selbstwirksamkeit

Abstract

Der Forschungsprozess ist mit der zunehmenden Spezialisierung weniger wissenschaftlicher Expert*innen geprägt, was zu einer Distanz zwischen diesen Expert*innen und Personen außerhalb der jeweiligen Fächer führt. Der Wissenstransfer von Expert*innen hin zu einem fachfremden bzw. nicht akademischen Publikum z. B. durch Wissenschaftskommunikation ist aktuell nicht zufriedenstellend gegeben. Eine mögliche praktische Alternative ist die Einbindung Dritter als vermittelnde Personen anstatt der Expert*innen selbst. Dies ist eine Rolle, welche auch Studierende und Studiumsabgänger*innen übernehmen könnten. Anhand von Schreibübungen gefolgt von retrospektiven Interviews erforscht diese Studie qualitativ die Vorgehensweise von aktuellen Studierenden der Universität Wien, um das Potenzial dieser Rollenübernahme und mögliche Stellschrauben im Einsatz von Wissenschaftssprache zu untersuchen. Studierende sind sich bewusst, dass ihr Ausdruck an ihr jeweiliges Publikum angepasst werden muss. Dies wird jedoch nicht konsequent umgesetzt und es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der ungewohnten Rolle und der Effektivität ihrer Kommunikation. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass mehr Übung für die Kommunikation von Inhalten aus der Disziplin hinaus notwendig ist, um die Umsetzung von Wissenschaftstransfer durch Dritte effizienter umzusetzen und Verständnis in einem nichtwissenschaftliches Publikum für die Forschung, ihre Prozesse, und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in unterschiedlichen Disziplinen zu verbreiten und zu gewährleisten.

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Veröffentlicht

2026-01-29

Zitationsvorschlag

Zillig, H., & Lehkij, J. (2026). Wissenschaftstransfer durch Studierende: Potenzial des Konzepts und Rolle von Wissenschaftssprache. Zeitschrift für interdisziplinäre Schreibforschung, 13, 168–181. https://doi.org/10.48646/zisch.251315