Die (Pro-)Seminararbeit

Im Spannungsfeld zwischen Erwartungen und Realität

Autor/innen

  • Sabrina Komarek Universität Wien
  • Sebastian Drobny Universität Wien
  • Romana Luftensteiner

DOI:

https://doi.org/10.48646/zisch.220604

Schlagworte:

Seminararbeit, Schreibkompetenzen, Unterstützung, Qualitative Leitfadeninterviews

Abstract

Proseminararbeiten und Seminararbeiten sind ein fester Bestandteil der meisten Studiengänge, dennoch berichten Forscher*innen von fehlender Aufklärung über wissenschaftliches Schreiben und mangelnden Schreibkompetenzen von Studierenden an Hochschulen (Gruber & Wetschanow, 2004; Sennewald, 2021). Aufgrund des hohen Stellenwerts von Seminararbeiten im Erwerb von Wissenschaftskompetenz haben wir uns die Frage gestellt, welche Erfahrungen Studierende mit dem Schreiben von (Pro-)Seminararbeiten an der Universität Wien machen. Ein weiterer Fokus unserer Arbeit liegt auf der Perspektive der Lehrenden, da die Aufgabenstellung der Seminararbeit und Betreuung wichtige Teile im Schreibprozess sind. Insgesamt wurden drei Interviews mit Studierenden und drei Interviews mit Lehrenden anhand qualitativer Leitfadeninterviews geführt und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende an unterschiedlichen Stellen Unterstützung brauchen und generell von mehr Angeboten für optionales Feedback profitieren würden. Die Aussagen der Lehrenden stimmen größtenteils mit denen der Studierenden in der Hinsicht überein, diese seien jedoch aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage, mehr Feedback anzubieten. Eine Lösung wäre, das Angebot von externen Unterstützungsmöglichkeiten (zum Beispiel Schreibmentoring) zu verstärken.

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Veröffentlicht

2022-06-02

Zitationsvorschlag

Komarek, S., Drobny, S., & Luftensteiner, R. (2022). Die (Pro-)Seminararbeit: Im Spannungsfeld zwischen Erwartungen und Realität. Zeitschrift für interdisziplinäre Schreibforschung, 6(1), 60–80. https://doi.org/10.48646/zisch.220604