Call 2/2021: Digitaler Humanismus

2021-02-02

Le corps humain est une Machine
qui monte elle-même ses ressorts …

Der menschliche Körper ist eine Maschine,
die selbst ihre Federn aufzieht …

The human body is a machine
which winds its own springs ...

Julien Offray de La Mettrie (1748): L’Homme machine / Der Mensch als Maschine /
Man a Machine

In den letzten Jahren wurde eine Ethik (Nida-Rümelin/Weidenfeld 2018, https://tinyurl.com/y5wwqhl3) und Medienethik (Barberi 2020, https://tinyurl.com/ydbtxh3f) zum Digitalen Humanismus sowie das Wiener Manifest für Digitalen Humanismus (Werthner 2019, https://tinyurl.com/y6aatkcy) veröffentlicht, welche auch und gerade aus philosophischer, informatischer und medienpädagogischer Sicht auf den Punkt bringen, welche Rollen und Funktionen digitalen Medien – im Guten wie im Schlechten – in unseren Gesellschaften zugeordnet werden. Das Manifest beginnt mit dem Wortlaut:

">The system is failing< – so Tim Berners-Lee. Der Gründer des Web betont, dass die Digitalisierung zwar beispiellose Möglichkeiten eröffnet, aber auch ernste Bedenken aufwirft: die Monopolisierung des Web, die Ausbreitung extremistischer Verhaltensmuster, die von sozialen Medien orchestriert werden, ebenso wie Filterblasen und Echokammern als Inseln entkoppelter ‚Wahrheiten‘, der Verlust der Privatsphäre sowie die weite Verbreitung digitaler Überwachungstechnologien. Digitale Technologien verändern die Gesellschaft fundamental und stellen unser Verständnis in Frage, was unsere Existenz als Menschen ausmacht." (Werthner et al. 2019: 1)

Durch digitale Technologien ändern sich die Formate der Kommunikation, wobei humanen Fortschritten auch Nachteile gegenüberstehen, die insbesondere mit der umfassenden Kommerzialisierung der Internetkommunikation zusammenhängen. Im Manifest zum Digitalen Humanismus ist der Ausgangspunkt der Veränderungen den digitalen Technologien zugeschrieben, denn Tim Berners-Lee macht klar: „Digitale Technologien verändern die Gesellschaft“ (ebd. 2019: 1). Die genuin menschlichen Qualitäten werden damit in digitale Technologien versenkt. Mit dieser Vorgehensweise werden Machtstrukturen verschleiert, stattdessen wird die Depotenzierung menschlicher Verantwortlichkeit inszeniert. Dies weiterzuverfolgen und zu unterstützen hätte einen digitalen Antihumanismus zur Folge (Schmoelz 2020). Deswegen bricht das Manifest für digitalen Humanismus mit dieser Ansicht und stellt klar, dass digitale Technologien nicht aus dem Nichts entstehen und nach menschlichen Werten und Bedürfnissen geformt werden müssen.

Mit dem Digitalen Humanismus und dem Bruch mit dem Anti-Humanismus werden Kernbereiche der Medienpädagogik und Digitalisierung mehrfach berührt. Nicht nur die Rolle digitaler Medien in kindlichen und jugendlichen Lebenswelten, sondern das prinzipielle Verhältnis von Mensch(en) zu Maschine(n) steht gerade angesichts von Kybernetik, Informatik, Künstlicher Intelligenz, Robotik oder Computational Thinking auch und gerade im Rahmen der COVID-19-Pandemie vor Augen. Denn vom Kindergarten bis zur Hochschule sehen wir uns auch im Bereich der (Medien-)Pädagogik in diese Problemfelder eingelassen. Dies bedarf einer näheren Bestimmung dessen, was die Conditio Humana im Gegensatz zum Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ausmacht. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche menschlichen Charaktereigenschaften wir (illegitimer Weise) auf Maschinen übertragen und welche maschinellen Eigenschaften wir (falsifizierbarer Weise) auf Menschen projiziert haben. So lässt sich eine Reihe von menschlichen Charaktereigenschaften nennen, die bis dato eben nicht digitalisiert werden können: Emotionen, Schmerzen, Krea(k)tivität, Spontaneität, Sensitivität, Empathie, Intimität, Bewusstseinsformen, Entscheidungen, Möglichkeit(en), Ambiguitäten, Regellosigkeit(en), Überraschung(en), Ästhetiken, Ethiken, Wertschätzungen, Wertsetzungen u. v. m.

Dabei geht es auch historisch darum, den Weg des klassischen Humanismus über die Aufklärung bis hin zur modernen Wissenschaft durchzuarbeiten, um die jeweiligen Fassungen des Verhältnisses von Mensch(en) und Maschine(n) zu untersuchen. Dabei geht es immer auch um das Verhältnis von Mensch zu Gott, Mensch zu Natur und eben Mensch zu Technologie. Um dafür nur ein Beispiel zu bringen: Mit La Mettries L’Homme machine / Der Mensch als Maschine (1748) wurde bereits im 18. Jahrhundert eine Konzeption des Menschen formuliert, die ihn über seine Triebe und im Sinne eines perpetuum mobile als Triebfeder konzipierte, die sich – wie ein Uhrwerk – bis ins Unendliche selbst aufzieht. Diese Hypothese wurde seitens der Aufklärer der Encyclopédie deutlich als Mechanismus wahrgenommen und nicht zuletzt deshalb an den Rand gedrängt. Der Mechanismus und die damit verbundene technologisch deterministische Ansicht über Technologie und Medien werden sowohl in der Cyberutopie mit Ausrufen wie «Technologie wird uns alle befreien» als auch in der technologiepessimistischen Position vermittelt (Schmoelz 2020, https://tinyurl.com/53ixod5u) und kann eben mit einer „Ethik“ (Nida-Rümelin/Weidenfeld 2018) und „Medienethik“ (Barberi 2020) des Digitalen Humanismus überwunden werden.

Derartige intellektuelle Konstellationen wurden in letzter Zeit wiederholt und mehrfach ins Gespräch gebracht, weshalb diese Ausgabe der MEDIENIMPULSE das Verhältnis von Digitalisierung und Humanität auf breiter Ebene andiskutieren soll, um sich buchstäblich über das Verhältnis von Mensch und Maschine aufzuklären. Deshalb stellen wir mit diesem Call folgende Fragen in den Raum:

  • Welche Rolle spielt der klassische Humanismus der Renaissance über die Aufklärung in unserer modernen Wissenschaftsgeschichte? Reicht es aus, diesen Weg als den Weg „weißer Männer“ zu begreifen?

  • In welchem Verhältnis stehen Humanismus, Trans-, Post- oder Antihumanismus angesichts der medienpädagogischen Problemlagen der Wissens- und Informationsgesellschaften im 21. Jahrhundert?

  • Wie wurde und wird das Verhältnis von Mensch / Gott, Mensch / Natur und Mensch / Technologie historisch gefasst und welche Rolle spielen diese Bestimmungen in den medienpädagogischen Diskussionen der Gegenwart?

  • Wie wurden die Fragen Immanuel Kants „Was ist der Mensch?“ und „Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?“ nach ihrem Erscheinen im 19. und 20. Jahrhundert beantwortet und was bedeutet dies für die Ausformulierung einer medienspezifischen Anthropologie(n)?

  • Was sind die medienpädagogischen Spezifika des Digitalen Humanismus angesichts von Kybernetik, Informatik, Künstlicher Intelligenz, Robotik oder Computational Thinking oder auch hinsichtlich der MINT-Fächer?

  • Welche Rolle spielen diese Fragen hinsichtlich der Medienpädagogik und der konkreten Unterrichtspraxis? Welche Rolle spielt also der Digitale Humanismus in unserem Bildungssystem?

  • Wie wirkt sich das jeweilige Menschenbild auf didaktische Szenarios und insbesondere auf Theorie und Praxis der Medienpädagogik, Informatik und Philosophie aus?

  • Welche menschlichen Charaktereigenschaften haben wir (illegitimer Weise) auf Maschinen übertragen und welche maschinellen Eigenschaften haben wir (falsifizierbarer Weise) auf Menschen projiziert?

  • Welchen (medien-)ethischen Fragen müssen sich (Medien-)Pädagogik, Informatik und Philosophie stellen, um ein plausibles Verhältnis von Mensch(en) und Maschine(n) zu entwerfen, das dann auch praktisch im Unterricht umgesetzt werden kann?

Literatur

Barberi, Alessandro (2020): Medienpädagogische Elemente einer Medienethik nach Dieter Baacke: Psychoanalyse, Sprachspiel und Diskursethik als Voraussetzungen eines digitalen Humanismus, in: Trültzsch-Wijnen, Christine/Brandhofer, Gerhard (Hg.): Bildung und Digitalisierung. Auf der Suche nach Kompetenzen und Performanzen, Baden-Baden: Nomos, 13–27, online unter: https://tinyurl.com/ydbtxh3f (letzter Zugriff: 01.02.2021)

Nida-Rümelin, Julian/Weidenfeld Nathalie (2018): Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Intelligenz, München: Piper, Verlagsseite mit Leseprobe online unter: https://tinyurl.com/y5wwqhl3 (letzter Zugriff: 01.02.2021)

Schmoelz, Alexander (2020): Die Conditio Humana im digitalen Zeitalter. Zur Grundlegung des Digitalen Humanismus und des Wiener Manifests, in: MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 20, 208–234, online unter: https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2020.11.13.X (letzter Zugriff: 01.02.2021).

Werthner, Hannes et al. (2019): »Wiener Manifest für Digitalen Humanismus«, online unter: https://tinyurl.com/y6aatkcy (letzter Zugriff: 01.02.2021).

Die Herausgeberinnen und Herausgeber dieser Schwerpunktausgabe sind:

Alessandro Barberi, OVGU Magdeburg / Universität Wien
(alessandro.barberi@medienimpulse.at)

Petra Missomelius, Universität Innsbruck
(petra.missomelius@medienimpulse.at)

Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität München
(julian.nida-ruemelin@lrz.uni-muenchen.de)

Alexander Schmölz, Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung
(alexander.schmoelz@oeibf.at)

Hannes Werthner, Technische Universität Wien
(hannes.werthner@tuwien.ac.at)

Einreichung der Artikel

Bitte reichen Sie Ihre Beiträge auf unserer Homepage über das Redaktionssystem unter folgendem Link ein:

https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/about/submissions

Umfang der Beiträge im Bereich Schwerpunkt: 20.000–45.000 Zeichen. Falls Ihr Beitrag ein Peer Review-Verfahren durchlaufen soll, reichen Sie ihn bitte bis zum 15. Mai 2021 ein. Beiträge ohne Peer-Review-Verfahren können bis zum 25. Mai 2021 eingereicht werden.

Neben der thematischen Schwerpunktsetzung können Beiträge für alle Ressorts der MEDIENIMPULSE eingereicht werden. Beiträge, die ein Peer Review-Verfahren durchlaufen haben, werden durch einen eigenen Vermerk kenntlich gemacht.

Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen und stehen selbstverständlich gerne für eventuelle Rückfragen zur Verfügung!

  • Redaktionsschluss:     15. Mai 2021
  • Erscheinungsdatum:  21. Juni 2021

 

Call MEDIENIMPULSE 2/2021: Digital Humanism

Le corps humain est une Machine
qui monte elle-même ses ressorts …

Der menschliche Körper ist eine Maschine,
die selbst ihre Federn aufzieht …

The human body is a machine
which winds its own springs ...

Julien Offray de La Mettrie (1748): L’Homme machine / Der Mensch als Maschine /
Man a Machine

In recent years, an Ethics (Nida-Rümelin/Weidenfeld 2018) and Media Ethics (Barberi 2020) on Digital Humanism as well as the Vienna Manifesto for Digital Humanism (Werthner 2019, https://tinyurl.com/y6aatkcy) have been published, which get to the heart of what roles and functions digital media - for better or worse - are assigned in our societies from a philosophical, informational and media pedagogical point of view. The manifesto begins with the following:

"'The system is failing' – says Tim Berners-Lee. The founder of the web emphasises that while digitisation opens up unprecedented possibilities, it also raises serious concerns: the monopolisation of the web, the spread of extremist behaviour patterns orchestrated by social media, as well as filter bubbles and echo chambers as islands of disconnected 'truths', the loss of privacy, and the widespread use of digital surveillance technologies. Digital technologies are fundamentally changing society and challenging our understanding of what constitutes our existence as humans." (Werthner et al. 2019: 1)

Digital technologies are changing the formats of communication, whereby human advances are also countered by disadvantages, which are related in particular to the extensive commercialization of Internet communication. In the Digital Humanism Manifesto, the starting point of change is attributed to digital technologies, as Tim Berners-Lee makes clear: "Digital technologies change society" (ibid. 2019: 1). Genuinely human qualities are thus submerged in digital technologies. With this approach, power structures are obscured and the depotentiation of human responsibility is enacted. To pursue and support this would result in a digital anti-humanism (Schmoelz 2020). Therefore, the Manifesto for Digital Humanism breaks with this view and makes it clear that digital technologies do not emerge from nothing and must be shaped according to human values and needs.

With digital humanism and the break with anti-humanism, core areas of media education and digitalisation are touched on several times. Not only the role of digital media in children's and adolescents' lives, but also the fundamental relationship between humans and machines is in view of cybernetics, computer science, artificial intelligence, robotics or computational thinking, especially in the context of the COVID 19 pandemic. From kindergarten to university, we also see ourselves involved in these problem areas in the field of (media) pedagogy. This requires a closer definition of what constitutes the Conditio Humana in contrast to the field of information and communication technologies (ICT). At the centre of this is the question of which human character traits we have (illegitimately) transferred to machines and which machine traits we have (falsifiably) projected onto humans. A number of human character traits can be named that cannot be digitised to date: Emotions, pain, creativity, spontaneity, sensitivity, empathy, intimacy, forms of consciousness, decisions, possibility(s), ambiguities, rulelessness(es), surprise(s), aesthetics, ethics, appreciations, valuations and much more.

The aim is also to work historically through the path of classical humanism via the Enlightenment to modern science in order to examine the respective versions of the relationship between man(s) and machine(s). This might also involve the relationship between man and God, man and nature, and man and technology. To give just one example: In La Mettrie's L'Homme machine / Man a Machine (1748), a conception of man was formulated as early as the 18th century that conceived of him through his drives and in terms of a perpetual motion machine as a mainspring that - like clockwork - winds itself up to infinity. This hypothesis was clearly perceived as a mechanism on the part of the Enlightenment writers of the Encyclopédie and was marginalised not least for this reason. The mechanism and the associated technologically deterministic view of technology and media are conveyed both in the cyberutopia with exclamations such as "technology will liberate us all" and in the technology-pessimistic position (Schmoelz 2020) and can be overcome precisely with an "ethics" (Nida-Rümelin/Weidenfeld 2018) and "media ethics" (Barberi 2020) of digital humanism.

Such intellectual constellations have been brought up repeatedly and repeatedly in recent times, which is why this issue of MEDIENIMPULSE is intended to discuss the relationship between digitalisation and humanity on a broad level in order to literally enlighten ourselves about the relationship between man and machine. That is why we are posing the following questions with this call for papers

  • What role does the classical humanism of the Renaissance via the Enlightenment play in our modern history of science? Is it enough to understand this path as the path of "white men"?

  • What is the relationship between humanism, trans-, post- or anti-humanism in view of the media-pedagogical problems of the knowledge and information societies in the 21st century?

  • How was and is the relationship between man / God, man / nature and man / technology historically conceived and what role do these determinations play in contemporary discussions on media education?

  • How were Immanuel Kant's questions "What is man?" and "How do I cultivate freedom in the face of constraint? " after their appearance in the 19th and 20th centuries and what does this mean for the formulation of a media-specific anthropology(s)?

  • What are the media pedagogical specifics of Digital Humanism in view of cybernetics, computer science, artificial intelligence, robotics or computational thinking or also with regard to STEM subjects?

  • What role do these questions play with regard to media education and concrete teaching practice? So what role does Digital Humanism play in our education system?

  • How does the respective image of man affect didactic scenarios and, in particular, the theory and practice of media education, computer science and philosophy?

  • Which human character traits have we (illegitimately) transferred to machines and which machine traits have we (falsifiably) projected onto humans?

  • What (media) ethical questions must (media) pedagogy, computer science and philosophy face in order to design a plausible relationship between humans and machines that can then also be implemented practically in the classroom?

Literature

Barberi, Alessandro (2020): Medienpädagogische Elemente einer Medienethik nach Dieter Baacke: Psychoanalyse, Sprachspiel und Diskursethik als Voraussetzungen eines digitalen Humanismus, in: Trültzsch-Wijnen, Christine/Brandhofer, Gerhard (eds.): Bildung und Digitalisierung. In Search of Competences and Performances, Baden-Baden: Nomos, 13–27, online at: https://tinyurl.com/ydbtxh3f (last access: 20.01.2021)

Nida-Rümelin, Julian/Weidenfeld, Nathalie (2018): Digitaler Humanismus. An Ethics for the Age of Intelligence, Munich: Piper

Schmoelz, Alexander (2020): The Conditio Humana in the Digital Age. Zur Grundlegung des Digitalen Humanismus und des Wiener Manifests, in: MedienPädagogik. Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 20, 208–234, online at: https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2020.11.13.X (last access: 20.01.2021)

Werthner, Hannes et al. (2019): "Wiener Manifest für Digitalen Humanismus", online at: https://tinyurl.com/y6aatkcy (last access: 20.01.2021).

The editors of this focus issue are:

Alessandro Barberi, OVGU Magdeburg / University of Vienna
(alessandro.barberi@medienimpulse.at)

Petra Missomelius, University of Innsbruck
(petra.missomelius@medienimpulse.at)

Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität Munich
(nida-ruemelin.sekretariat@parmenides-foundation.org)

Alexander Schmölz, Austrian Institute for Research on Vocational Education and Training.(alexander.schmoelz@oeibf.at)

Hannes Werthner, Vienna University of Technology
(hannes.werthner@tuwien.ac.at)

Article submission

Please submit your contributions to our homepage via the editorial system at the following link:

https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/about/submissions

Length of contributions in the focus area: 20,000–45,000 characters. If your contribution is to undergo a peer review process, please submit it by 15 May 2020. Contributions without peer review can be submitted until 25 May 2019.

In addition to the thematic focus, contributions can be submitted for all departments of MEDIENIMPULSE. Contributions that have undergone a peer review process will be marked with a separate note.

We look forward to receiving your submissions and will of course be happy to answer any questions you may have!

  • Editorial deadline: 15 May 2021
  • Publication date: 21 June 2021