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Call 03/2026: Medienpädagogik & Kybernetik. Zwischen Kontradiktion und Kooperation

26.03.2026

Herausgegeben von Alessandro Barberi, Martin Donner und Christian Swertz

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von E-Learning-Technologien stellt sich nach wie vor die Frage, ob die Wissenschaft der Kybernetik nur eine Episode oder ein Versuch zur falschen Zeit war. Dabei wurden strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Erziehungs- und Steuerungsprozessen im Bildungssystem und kybernetische Denkfiguren immer wieder deutlich. Schon in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren sorgte die Kybernetik im Wettstreit der Systeme im Osten wie im Westen für Furore, indem sie den Anspruch erhob, Lehr- und Lernprozesse mittels informationstheoretischer Perspektiven auf ein „exaktes Fundament“ zu stellen und mit Hilfe von Lerntechnologien und „programmiertem Unterricht“ das menschliche Bewusstsein an die neuen Technologien anzupassen.

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Bd. 64 Nr. 1 (2026): Social Media und Extremismus

Mit ihren Kommunikationssystemen („Social Media“) haben verschiedene politische und ökonomische Interessensvertreter die Art und Weise, wie extremistische Ideologien verbreitet und aufgenommen werden, genutzt, um global vernetzte virtuelle Plattformen zu etablieren und durchzusetzen. Diese Plattformen sind zu zentralen Schauplätzen der Radikalisierung und affektiven Verstärkung geworden, auf denen gezielt junge Menschen angesprochen werden, um für radikale und extreme Argumente gewonnen zu werden. Der unter Verwendung von Algorithmen angetriebene Charakter Sozialer Medien unter dem Zeichen der Marktradikalisierung verstärkt diese Problematik erheblich. Nutzerinnen und Nutzer werden durch personalisierte Inhalte in sogenannte „Echokammern“ geleitet, in denen ihre bestehenden Überzeugungen verstärkt und radikalisiert werden. Ein anfänglich harmloses Interesse an politischen, religiösen oder ökonomischen Themen kann so schrittweise zu extremistischen Weltanschauungen führen. Diese Radikalisierung erfolgt oft unmerklich und macht es für Betroffene schwer, den schleichenden Prozess zu erkennen.

Veröffentlicht: 20.03.2026

Editorial

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