Was bedeutet Schreiben für mich?

Autor/innen

  • Georgia Montana Peretta

DOI:

https://doi.org/10.48646/zisch.251308

Schlagworte:

Autoethnografie

Abstract

In meinem Zimmer fand ich einen Notizblock der Firma, bei der mein Vater immer Farbe bestellte. Ich schrieb eine Geschichte. Als ich fertig war, setzte ich mich zu meinem Vater und kündigte an: „Ich möchte dir was vorlesen.“ Er schaltete den Fernseher stumm, und ich begann zögerlich zu lesen. Er hörte mir zu. Er lachte nur, wenn es die Geschichte verlangte, und ansonsten blieb der Raum still. Kein Fernseher, kein Kommentar. Bloß meine Stimme und seine Augen, die auf mir hafteten.
Als ich fertig war, fragte er: „Bist du elf oder zwölf?“
Ich sagte: „Elf.“
Er zog die Augenbrauen nach oben, während er sich eine Zigarette anzündete, und sagte zu mir: „Das
ist wirklich gut, Giorgia. Mach das weiter.“

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Veröffentlicht

2026-01-29

Zitationsvorschlag

Peretta , G. M. (2026). Was bedeutet Schreiben für mich?. Zeitschrift für interdisziplinäre Schreibforschung, 13, 81–86. https://doi.org/10.48646/zisch.251308

Ausgabe

Rubrik

Interdisziplinäre Schreibwissenschaft: Themenschwerpunkt