Editorial
Mediengeschichte im Spannungsfeld von Krieg, Erinnerung, Sozialisation und Digitalisierung
Schlagworte:
editorial, open issue, media historyAbstract
Auch in dieser Ausgabe bietet die offene Sektion von medien & zeit Raum für vielfältige Perspektiven auf Mediengeschichte und Kommunikationsprozesse. Die vier Beiträge dieser Ausgabe eint ein zentrales Motiv: Medien als Akteur:innen gesellschaftlicher Transformation. Sie zeigen, wie Medien historische Ereignisse inszenieren, kollektive Erinnerungen prägen, soziale Ungleichheiten verstärken oder abmildern und wie sie selbst zum Gegenstand individueller und kollektiver Aushandlungen werden. Die Spannweite reicht von der antikapitalistischen und antimilitaristischen proletarischen Frauenpresse im deutschen Kaiserreich über visuelle Mediendarstellungen des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) und die digitale Erinnerungskultur des Massakers von Srebrenica 1995 auf TikTok bis hin zur Mediensozialisation bildungsarmer Erwachsener in einer prä-digitalen Zeit.
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