„Nein, das hat es bei uns noch gar nicht gegeben.” (Birgit, Z 116)
Aufwachsen mit Medien in einer prä-digitalen Zeit
Schlagworte:
Mediensozialisation, medialer Habitus, Medienbiografie, Medienwandel, Mediatisierung, BildungsarmutAbstract
Im vorliegenden Beitrag werden Teilergebnisse eines Projekts vorgestellt, das sich mit der Mediensozialisation bildungsarmer Erwachsenen beschäftigt, die bereits beim Aufkommen digitaler privat genutzter Medien im jungen Erwachsenenalter waren. Die theoretische Basis bilden der Mediatisierungsansatz, die praxeologische Mediensozialisationsforschung und die Theorie des sozialen Raums nach Bourdieu. Der Artikel zeigt zum einen die Bedeutung von sozioökonomischen und sozio-emotionalen Faktoren in der Kindheit und Jugend für den weiteren Lebensverlauf auf. Der mediale Habitus der Eltern beeinflusst damit wesentlich die Mediensozialisation der Heranwachsenden. So werden beispielsweise Medienroutinen der Eltern in den eigenen Alltag im Erwachsenenalter übernommen. Außerdem zeigen sich ab der Jugend geschlechtsspezifische Unterschiede im Medienhandeln. In der Mediennutzung dominieren audiovisuelle Medien und populäre Inhalte. Zum anderen geht der Beitrag auf die Wahrnehmung des Medienwandels durch die Zielgruppe ein. Die Praktikabilität im Alltag ist dabei der vorherrschende Motivationsfaktor für die private Nutzung digitaler Medien. Überforderung, sozialer Druck und ein großes Sicherheitsbedürfnis sind negative mit dem Medienwandel in Verbindung gebrachte Phänomene.
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