“Spectacle of Broken Cities and Broken Lives”
Media Innovations in U.S. Journalistic Reporting of the Spanish Civil War
Schlagworte:
War Reporting, Spanish Civil War, Newsreel, Radio, Photography, AffordanceAbstract
Dieser Aufsatz untersucht, wie der Spanische Bürgerkrieg (1936–1939) in den Vereinigten Staaten durch innovative Medien dargestellt wurde. Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse der Nachrichtenangebote von Time Inc. wird erforscht, wie Fotografie, Radio und Wochenschauen über den Konflikt berichteten. Diese Medien waren Pioniere interpretativer Berichterstattung und nutzten die neuen Möglichkeiten aufkommender Medientechnologien. Die Analyse zeigt, dass sich die Berichterstattung auf die Erfahrungen gewöhnlicher Menschen und insbesondere auf die Zerstörungen durch Luftangriffe fokussierte. Während ein Teil der Berichte Mitgefühl und Solidarität hervorrufen wollte, entmenschlichten andere Narrative die Opfer oder deuteten das Leid der Zivilbevölkerung als unvermeidliche Folge moderner Kriegsführung. Die Berichterstattung nutzte neue Medien, um durch Augenzeugenschaft Unmittelbarkeit und Authentizität zu suggerieren. In Verbindung mit drastischen Darstellungen von Gewalt führte dies zu Emotionalisierung. Der Krieg wurde so als konsumierbares Spektakel konstruiert.
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