Editorial
Tu felix Austria? Politische Skandale und Affären in Österreich
DOI:
https://doi.org/10.25365/mz-2026-42-1-1Keywords:
editorial, politische skandaleAbstract
Politische Skandale und Affären scheinen sich in den letzten Jahrzehnten als Konstante in der politischen Landschaft Österreichs etabliert zu haben. Sie werden als moralische Verfehlungen von Akteur:innen in ihrer Funktion als entscheidungstragende Personen verstanden, die eindeutig für einen nicht allgemein bekannten Sachverhalt verantwortlich sind und eine öffentliche Empörung zur Folge haben (Burkhardt, 2025). In diesem Zusammenhang werden die Begriffe Affäre und Skandal im deutschen Sprachraum überwiegend synonym verwendet (von Allemann, 2024, S. 102). Gleichzeitig muss auf den insbesondere in Österreich gebräuchlichen Begriff der Causa verwiesen werden, der ebenfalls Vorfälle mit anhaltender öffentlicher und politischer Resonanz bezeichnet. Zwar kann in vielen westlichen Demokratien von einer Zunahme solcher politischen Skandale gesprochen werden (für einen Überblick siehe von Sikorski, 2017, S. 306–309), aber insbesondere die soziopolitische Struktur des Landes bietet ein günstiges Umfeld für das Entstehen von politischen Skandalen und Affären.
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