Mitteilungen

Die OeZG, die Frauen und der Feminismus – ein melancholischer Blick zurück

2021-10-12

Gabriella Hauch

Die OeZG hat eine Schwester. Im Gründungsjahr 1990 startete, ebenfalls von der Universität Wien ausgehend, „L’Homme. Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft“. Der programmatische Text der Philosophin Herta Nagl-Docekal „Feministische Geschichtswissenschaft – ein unverzichtbares Projekt“ (pdf) gab die Richtung vor und evozierte gleichzeitig eine seltsam anmutende Grenze zur OeZG. Das Editorial der Nummer 1 „Geschichte neu schreiben“ listete zwar akkurat die historischen Felder auf, aus denen die Akteur*innen gestartet waren, um die deutschsprachige Mainstream-Historiografie zum Tanzen zu bringen. Die Feministische beziehungsweise die Frauen- und Geschlechtergeschichte allerdings blieben ungenannt – obwohl gleichzeitig Herta Nagl-Docekal die einzige Frau im männlichen Gruppenbild OeZG war.

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 31 Nr. 3 (2020): Gutachten / Begutachtete
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Herausgeberinnen: Maria Heidegger, Lisa Pfahl, Gabriele Werner-Felmayer,
Regina Thumser-Wöhs

Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit Begutachtungspraktiken verschiedener Epochen und zeigen die Entwicklung des Gutachtens als einen Prozess auf, der zunehmend der Diskussion, Ausverhandlung und dem Einfluss von Wissen und Gegenwissen um soziokulturelle Normen unterliegt. Ausgehend von der Annahme, dass der Medizin in der Klassifikation, Bewertung und Einschätzung bzw. in der Subjektivierung von Einzelnen und Gruppen eine besondere Bedeutung zukommt, rückt insbesondere jenes Verhältnis in den Fokus, das durch die Tätigkeit des Gutachtens zwischen und für Menschen hergestellt wird.

Diese Ausgabe ist auch als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

Veröffentlicht: 2021-01-20

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Die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) besteht seit dem Jahr 1990. Sie veröffentlicht insbesondere Forschungsbeiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Politikgeschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in deutscher und englischer Sprache. Sie erscheint dreimal im Jahr, meist in Themenbänden, gelegentlich auch in thematisch offenen Heften. Ihre Stärke ist es, theoretisch und methodisch innovative Zugänge mit historisch relevanten Themenstellungen und Debatten zu verbinden.
Seit 2020 erscheint die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) via OJS3 als Open Access Journal. Alle Ausgaben seit 1990 wurden eingearbeitet und an dieser Stelle zugänglich gemacht (Backlist). Aktuelle und alte Ausgaben der OeZG in gedruckter Form sind in Printform weiterhin über den StudienVerlag (bzw. im Buchhandel) erhältlich. Außerdem sind alle bisherigen Ausgaben (bis Jg. 30/H. 2/2019) auf der Website des Verlages auch digital verfügbar.