• Ernährungsgeschichte / Food History
    Bd. 30 Nr. 2 (2019)

    Herausgeber:Peter Eigner und Ulrich Schwarz-Gräber

    Redaktion: Stefan Benedik, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner, Ulrich Schwarz-
    Gräber

    Ernährungsgeschichte hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem äußerst dynamischen Forschungsfeld innerhalb der Geschichtswissenschaft entwickelt. Dieser Trend geht einher mit einem Perspektivenwechsel, durch den neben der Geschichte einzelner Lebensmittel oder Ernährungspraktiken vermehrt größere historische Prozesse und Strukturen aus ernährungsgeschichtlicher Perspektive in den Blick genommen werden. Diese Perspektive ermöglicht es, weitreichende Prozesse wie die Urbanisierung oder Ungleichheitsstrukturen in einen konkreten Zusammenhang mit dem alltäglichen Leben und Überleben der Menschen zu setzen. Das Heft versammelt Beiträge aus unterschiedlichen Perioden und behandelt unterschiedliche Bereiche und Aspekte der Ernährungsgeschichte.

    Der Band ist derzeit nur als Print-Version im StudienVerlag erhältlich. Ein Jahr nach Erscheinen wird er an dieser Stelle als open-access Ausgabe zugänglich gemacht. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • Produzieren/Konsumieren – Prosumieren/Konduzieren
    Bd. 30 Nr. 1 (2019)

    Produzieren/Konsumieren – Prosumieren/Konduzieren

    Es scheint selbstverständlich, dass es sich beim Konsumieren um eine vom Produzieren unterscheidbare Tätigkeit handelt und daher Konsument*in und Produzent*in konträre soziale Rollen einnehmen. Seit der Etablierung der bürgerlichen Gesellschafts- und Geschlechterordnung im 18./19. Jahrhundert sind zahlreiche Bemühungen zu beobachten, eine Sphäre der (männlichen) Produktion und Erwerbsarbeit von der des (weiblichen) Konsums und der Hausarbeit zu trennen. Als Mittler fungiert der Markt: Wer für die Anfertigung einer Ware bezahlt wird, produziert, wer am Markt für diese bezahlt, konsumiert.

    Wo aber berühren bzw. überlappen sich Sphären, Netzwerke und Logiken der Produktion und des Konsums? Welche ergänzenden und alternativen Möglichkeiten des Herstellens, Ge- und Verbrauchens von Dingen finden sich in Geschichte und Gegenwart? So liegt etwa das „Selbermachen“, das Do-it-yourself quer zur Trennung von Produktion und Konsum. Neben dem Markt und damit dem Konsumieren kennen auch moderne Gesellschaften u.a. staatliche, genossenschaftliche und gemeinschaftliche Versorgungsweisen. Sozialwissenschaften und Marketingforschung beobachten eine wachsende Tendenz von Unternehmen, Konsument*innen an der Herstellung (mit-)‚arbeiten‘ zu lassen und sie für Entwicklung, Produktion und Distribution als Prosumer*innen zu aktivieren. Solchen Veränderungen sowie der Frage ihrer Bewertung und historischen Einordnung widmet sich der vorliegende ÖZG-Band.

    Herausgegeber*innen: Franz X. Eder, Mario Keller, Oliver Kühschelm und Brigitta Schmidt-Lauber

    Der Band ist derzeit nur als Print-Version im StudienVerlag erhältlich. Ein Jahr nach Erscheinen wird er an dieser Stelle als open-access Ausgabe zugänglich gemacht. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • oezg-2018-29-3 Biographien und Migrationen / Biographies and Migrations
    Bd. 29 Nr. 3 (2018)

    Biographien und Migrationen

    Herausgeberinnen: Johanna Gehmacher, Klara Löffler und Katharina Prager

    Redaktion: Stefan Benedik, Nadine Blumer, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner,
    Ulrich Schwarz-Gräber

    Wenn es um die Relationen zwischen Biographien und Migrationen geht, sind klare Verhältnisse kaum zu erwarten – schon eher Heterogenitäten, Gleichzeitigkeiten und Widersprüchlichkeiten. Dieser Mehrdimensionalität und den Interdependenzen zwischen Biographien und Migrationen und damit der beständigen Interaktion und Bewegung zwischen diesen Dimensionen menschlichen Lebens, Erlebens und Darstellens als eines prinzipiell nie abgeschlossenen Prozesses gilt das Interesse dieses Bandes. Ob die jeweilige Forschungsperspektive nun Formen des biographischen Erzählens, der Mobilität und Migration zum Ausgangspunkt hat – grundsätzlich sollte dem Gefüge zwischen menschlichen Erfahrungen des Ortswechsels in spezifischen historischen und sozialen Konstellationen und deren Resonanzen und Spiegelungen in Formen biographischen Erzählens in ihrer engen Verschränkung mit der Kategorie Geschlecht systematische Aufmerksamkeit zukommen.

    Der Band ist derzeit nur als Print-Version im StudienVerlag erhältlich. Demnächst wird er an dieser Stelle als open-access Ausgabe zugänglich gemacht. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

     

  • Homosexualitäten revisited
    Bd. 29 Nr. 2 (2018)

    Herausgeber*innen: Elisa Heinrich und Johann Karl Kirchknopf

    Redaktion: Stefan Benedik, Nadine Blumer, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner,
    Ulrich Schwarz-Gräber

    Die historische Homosexualitätenforschung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewandelt. So gewannen nicht nur die Themen sowie die theoretischen und methodischen Perspektivierungen an Komplexität, auch der gesellschaftliche Kontext, in dem diese Forschung betrieben wurde und wird, hat sich verändert: Enthielten vor 20 Jahren manche europäische Strafrechtskodifikationen noch diskriminierende Regelungen, sind gleichgeschlechtliche Paare heute in einzelnen Ländern sogar im Eherecht gleichgestellt.

    Vor dem Hintergrund sich zunehmend diversifizierender Sexualitätskonzepte und gesellschaftlicher Transformationsprozesse geben die Beiträge des vorliegenden Bandes vielfältige Antworten auf die Frage, ob es sich bei Homosexualität noch um „eine nützliche Kategorie der historischen Analyse“ handelt. In der Beschäftigung mit heteronormativen Strukturen, der Verhandlung von Identitäten und den Handlungsräumen historischer Akteur*innen zeigen sie eindrücklich die Breite theoretisch komplexer wie empirisch fundierter Forschung in diesem Feld und fragen nicht zuletzt nach den Implikationen solcher Analysen für die Geschichtswissenschaft insgesamt.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2018 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • The End of Social Democracy The End of Social Democracy
    Bd. 29 Nr. 1 (2018)

    Herausgeber*innen: Marianne Egger de Campo and Christian Fleck

    Redaktion: Stefan Benedik, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner, Ulrich Schwarz-
    Gräber

    The second half of the 20th century has been called „the social democratic era“. The expansion of the welfare state, the tremendous increase in income that went with it, and the social security of an expanding economy were seen as evidence for this notion. The dwindling impact of the left on public opinion and consequently policy-making leads to the question whether we are now facing „the end of social democracy“.

    This volume brings together studies on the trajectories of social democratic parties in several European countries, challenging and contradicting the thesis of the social democratic era and its fall. Focusing on different periods of post-war history, the authors show similarities and differences between the various national flavours of the moderate left.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2017 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

  • oezg-2017-28-3 Sexuelle Gewalt gegen Kinder / Sexual Violence against Children
    Bd. 28 Nr. 3 (2017)

    Herausgeberin: Dorothea Nolde

    Redaktion: Stefan Benedik, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner, Ulrich Schwarz

    Die Beiträge dieses Bandes reichen von der Antike bis ins zwanzigste Jahrhundert und werfen Schlaglichter auf die historische Entwicklung eines gesellschaftlichen Phänomens, das nicht erst seit heute zu Auseinandersetzungen führt. Zu keiner Zeit – auch nicht in der in diesem Zusammenhang viel beschworenen Antike – wurde sexuelle Gewalt gegen Kinder einhellig gutgeheißen oder ignoriert, wenn auch die Gründe dafür oft ganz andere waren, als diejenigen, die unsere heutigen Debatten bestimmen.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2017 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.


  • Flucht & Asyl / Escape & Asylum
    Bd. 28 Nr. 2 (2017)

    Herausgegeber*innen: Reinhard Sieder und Ursula Mindler-Steiner

    Redaktion: Stefan Benedik, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner, Ulrich Schwarz

    Flucht und Asyl sind Folgen kriegerischer, oft auch globalisierter Konflikte, regionaler Armut, ökologischer Katastrophen und westlicher Gouvernementalität. Immer deutlicher unterscheiden sich Fluchten und Fluchtmigrationen aus den Kriegs- und Krisengebieten der Welt von anderen Migrationen im 19. und 20. Jahrhundert. Phasen der Migration koppeln sich an Phasen der Flucht und umgekehrt. Deshalb sprechen die Autor*innen von „Fluchtmigration“.

    Die Beiträge dieses Bandes gelangen zu anderen Modellbildungen und Theorien als ältere Migrationssoziologien. Sie setzen sich kritisch mit Grundbegriffen und Theorien der Migration auseinander, die nach dem Ersten Weltkrieg entwickelt wurden: „Migration“, „Arbeitsmigration“, „Zwangsmigration“, „Flucht“, „Assimilation“, „Absorption“ bzw. „Integration“ u.a. Dazu werden zwei neue Zugangswege aufgetan: zum einen einer aus der Wissens-, Rechts- und Institutionengeschichte, die aufdecken kann, wie Diskurse Wirklichkeiten mit erzeugen und was sie verzerren, unsichtbar machen oder verschweigen; zum anderen einer aus der historisch-sozialwissenschaftlichen, qualitativen und kommunikativen Forschung, die untersucht, wie sich Flucht und Fluchtmigration und ein Leben im Aufnahme- oder Asylland fallspezifisch und in praxi vollziehen.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2017 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

     

  • Krimtataren
    Bd. 28 Nr. 1 (2017)

    Herausgeber*innen: Kerstin Susanne Jobst, Ulrich Hofmeister

    Redaktion: Stefan Benedik, Oliver Kühschelm, Ursula Mindler-Steiner, Ulrich Schwarz

    Die Annexion der Halbinsel Krim durch Russland im Frühling 2014 lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit zumindest für kurze Zeit auch auf das bewegte Schicksal der Krimtatarinnen und Krimtataren. Die Vorfahren dieser turksprachigen, muslimischen Bevölkerungsgruppe hatten im 15. Jahrhundert mit dem Khanat der Krim ein Herrschaftsgebilde geschaffen, das trotz seiner Abhängigkeit vom Osmanischen Reich ein bedeutender Bestandteil des frühneuzeitlichen Ost- und Ostmitteleuropas war. Doch unter russischer und später sowjetischer Herrschaft wurden die Krimtataren und Krimtatarinnen immer mehr zu Fremden im eigenen Land, bis Stalin schließlich 1944 die gesamte krimtatarische Bevölkerung von der Halbinsel deportieren ließ. Die beharrlichen Bemühungen um eine Rückkehr wurden erst seit der Perestroika teilweise von Erfolg gekrönt. Die jüngsten Ereignisse stellen diese Entwicklungen allerdings wieder in Frage.

    Diese Ausgabe der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften widmet sich der krimtatarischen Geschichte vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Sie soll dazu beitragen, die un unterschiedliche Disziplinen, Sprachräume und Wissenschaftskulturen aufgespaltene Forschung zur krimtatarischen Geschichte zusammenzubringen und darüber hinaus interessierte Kolleginnen und Kollegen sowie Fachfremden einen Einblick in aktuelle Forschungen zu krimtatarischen Themen zu geben.

    Diese Ausgabe ist ursprünglich 2017 als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.