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Kiran Klaus Patel: Anwesenheit in der Geschichte. Ein Problemaufriss

2021-06-01

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Kiran Klaus Patel spricht in seinem Festvortrag, den er am 6. Mai 2021 anlässlich der Feier „OeZG 30+1“ hielt, über Anwesenheit als einer besonders in der Neuesten Geschichte bisher vernachlässigten Dimension von Vergangenheit, deren systematische Analyse großes Potential hat. Durch die Covid-Pandemie und die drastischen Einschränkungen direkt-physischer Begegnungen drängt sich dieses Thema – als das, was uns allen so sehr fehlt – heute geradezu auf. Patel zeigt zunächst, dass der Begriff Anwesenheit voraussetzungsreicher ist, als man vielleicht meinen mag. Darauf aufbauend skizziert er in einem zweiten Schritt ein Konzept von Anwesenheitsregimen als Zugang zur Vergangenheit, bevor dieses drittens auf ein Beispiel angewandt wird.

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Bd. 31 Nr. 3 (2020): Gutachten / Begutachtete
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Herausgeberinnen: Maria Heidegger, Lisa Pfahl, Gabriele Werner-Felmayer,
Regina Thumser-Wöhs

Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit Begutachtungspraktiken verschiedener Epochen und zeigen die Entwicklung des Gutachtens als einen Prozess auf, der zunehmend der Diskussion, Ausverhandlung und dem Einfluss von Wissen und Gegenwissen um soziokulturelle Normen unterliegt. Ausgehend von der Annahme, dass der Medizin in der Klassifikation, Bewertung und Einschätzung bzw. in der Subjektivierung von Einzelnen und Gruppen eine besondere Bedeutung zukommt, rückt insbesondere jenes Verhältnis in den Fokus, das durch die Tätigkeit des Gutachtens zwischen und für Menschen hergestellt wird.

Diese Ausgabe ist auch als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

Veröffentlicht: 2021-01-20

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Die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) besteht seit dem Jahr 1990. Sie veröffentlicht insbesondere Forschungsbeiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Politikgeschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in deutscher und englischer Sprache. Sie erscheint dreimal im Jahr, meist in Themenbänden, gelegentlich auch in thematisch offenen Heften. Ihre Stärke ist es, theoretisch und methodisch innovative Zugänge mit historisch relevanten Themenstellungen und Debatten zu verbinden.
Seit 2020 erscheint die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) via OJS3 als Open Access Journal. Alle Ausgaben seit 1990 wurden eingearbeitet und an dieser Stelle zugänglich gemacht (Backlist). Aktuelle und alte Ausgaben der OeZG in gedruckter Form sind in Printform weiterhin über den StudienVerlag (bzw. im Buchhandel) erhältlich. Außerdem sind alle bisherigen Ausgaben (bis Jg. 30/H. 2/2019) auf der Website des Verlages auch digital verfügbar.