Mitteilungen

Wie kontrovers ist die OeZG?

2020-10-20

Ernst Langthaler

Ohne Kritik keine Geschichtswissenschaft. Kritik am historischen Mainstream wurde in der OeZG von Anfang an großgeschrieben. Das Leitmotiv lautete „Geschichte neu schreiben“, so der erste Hefttitel. Bald entbrannten Kontroversen: zwischen den Wirtschaftshistorikern Herman Rebel (in OeZG 1/1993) und John Komlos (in OeZG 1/1994), dem Autor von "Nutrition and Economic Development in the Eighteenth-Century Habsburg Monarchy: An Anthropometric History" (1989) (Erwiderungen siehe hier und hier), und zwischen der OeZG-Redaktion (in OeZG 1/1995) und dem Zeithistoriker Ernst Hanisch, dem Autor von "Der lange Schatten des Staates. Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert" (1994).

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 31 Nr. 1 (2020): Migrationswege

Herausgeberinnen: Jessica Richter und Anne Unterwurzacher

Redaktion: Oliver Kühschelm und Ursula Mindler-Steiner

In öffentlichen Debatten und Teilen der Forschung dominiert die Vorstellung von Migration als Wanderung von einem Herkunfts- in einen Ankunftskontext, in dem sich Migrant*innen  dauerhaft niederlassen. Demgegenüber nimmt dieser Band die Komplexität von Migration von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart zum Ausgangspunkt. Die mobilen Protagonist*innen der Beiträge wanderten auf vielfältige Weisen in unterschiedliche Richtungen, sei es innerhalb eines Territoriums oder über Grenzen hinweg. Neben dem Pendeln, Zirkulieren, Zurückkehren oder Weiterwandern waren einmalige Umzüge an einen anderen Ort lediglich eine Variante von Migration unter vielen. Die Autor*innen untersuchen Handlungsweisen, -möglichkeiten und Eigensinn von Migrant*innen sowie die strukturellen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen ihres jeweiligen Forschungskontexts und nähern sich ihrem Gegenstand aus unterschiedlichen Disziplinen an. 

Veröffentlicht: 2020-09-18
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Die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) besteht seit dem Jahr 1990. Sie veröffentlicht insbesondere Forschungsbeiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Politikgeschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in deutscher und englischer Sprache. Sie erscheint dreimal im Jahr, meist in Themenbänden, gelegentlich auch in thematisch offenen Heften. Ihre Stärke ist es, theoretisch und methodisch innovative Zugänge mit historisch relevanten Themenstellungen und Debatten zu verbinden.
Ab 2020 wird die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) via OJS3 als Open Access Journal erscheinen. Alle Ausgaben seit 1990 werden derzeit eingearbeitet und an dieser Stelle zugänglich gemacht. Aktuelle und alte Ausgaben der OeZG in gedruckter Form sind weiterhin über den StudienVerlag erhältlich. Schon jetzt sind alle bisherigen Ausgaben (bis auf den letzten Jahrgang) auf der Website des Verlages auch digital verfügbar.