Mitteilungen

Welches Österreich steckt in der OeZG?

2021-03-03

Ellinor Forster

Österreich sei der Ort, von dem aus die OeZG gedacht und gemacht werde, schreibt Johanna Gehmacher in ihrem Blogbeitrag, um in der Folge den transnationalen Anspruch der Hefte auszuloten. Aber sei es nun als Referenzpunkt für grenzüberschreitende Betrachtungen oder als Rahmen für Forschungen innerhalb „österreichischer“ Grenzen – welcher Raum war damit gemeint, wenn in den Beiträgen „Österreich“ als territorialer Bezug bemüht wurde? Mit Blick auf das 20. Jahrhundert mag die Gleichsetzung mit der Republik naheliegen und – abgesehen von den Jahren 1938 bis 1945 – vielleicht keine weitere Reflexion erfordern. Doch die OeZG wollte sich von Anfang an nicht auf die Zeitgeschichte beschränken, sondern – wie im Editorial der ersten Ausgabe 1990 formuliert – durch die Zusammenstellung eines „Herausgebergremiums“ aus Zeitgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Geistesgeschichte, vergleichender Landesgeschichte, Geschichte der Frühneuzeit, österreichischer Geschichte sowie Mediävistik und Geschichtsphilosophie die wechselseitige Anregung und Kritik über Epochengrenzen und geschichtswissenschaftliche Perspektiven gewährleisten.

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 31 Nr. 3 (2020): Gutachten / Begutachtete
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Herausgeberinnen: Maria Heidegger, Lisa Pfahl, Gabriele Werner-Felmayer,
Regina Thumser-Wöhs

Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit Begutachtungspraktiken verschiedener Epochen und zeigen die Entwicklung des Gutachtens als einen Prozess auf, der zunehmend der Diskussion, Ausverhandlung und dem Einfluss von Wissen und Gegenwissen um soziokulturelle Normen unterliegt. Ausgehend von der Annahme, dass der Medizin in der Klassifikation, Bewertung und Einschätzung bzw. in der Subjektivierung von Einzelnen und Gruppen eine besondere Bedeutung zukommt, rückt insbesondere jenes Verhältnis in den Fokus, das durch die Tätigkeit des Gutachtens zwischen und für Menschen hergestellt wird.

Diese Ausgabe ist auch als Print-Version im StudienVerlag erschienen. Buchgestaltung nach Entwürfen von himmel. Studio für Design und Kommunikation, Satz: Marianne Oppel, Umschlag: StudienVerlag/Karin Berner.

Veröffentlicht: 2021-01-20

editorial

research paper

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Die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) besteht seit dem Jahr 1990. Sie veröffentlicht insbesondere Forschungsbeiträge zur Frauen- und Geschlechtergeschichte, Kulturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Politikgeschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte in deutscher und englischer Sprache. Sie erscheint dreimal im Jahr, meist in Themenbänden, gelegentlich auch in thematisch offenen Heften. Ihre Stärke ist es, theoretisch und methodisch innovative Zugänge mit historisch relevanten Themenstellungen und Debatten zu verbinden.
Ab 2020 wird die Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG) via OJS3 als Open Access Journal erscheinen. Alle Ausgaben seit 1990 werden derzeit eingearbeitet und an dieser Stelle zugänglich gemacht. Aktuelle und alte Ausgaben der OeZG in gedruckter Form sind weiterhin über den StudienVerlag erhältlich. Schon jetzt sind alle bisherigen Ausgaben (bis auf den letzten Jahrgang) auf der Website des Verlages auch digital verfügbar.