Editorial 01/2026: Soziale Medien und Extremismus

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.21243/mi-01-26-28

Abstract

Mit ihren Kommunikationssystemen („Social Media“) haben verschiedene politische und ökonomische Interessensvertreter die Art und Weise, wie extremistische Ideologien verbreitet und aufgenommen werden, genutzt, um global vernetzte virtuelle Plattformen zu etablieren und durchzusetzen. Diese Plattformen sind zu zentralen Schauplätzen der Radikalisierung und affektiven Verstärkung geworden, auf denen gezielt junge Menschen angesprochen werden, um für radikale und extreme Argumente gewonnen zu werden. Der unter Verwendung von Algorithmen angetriebene Charakter Sozialer Medien unter dem Zeichen der Marktradikalisierung verstärkt diese Problematik erheblich. Nutzerinnen und Nutzer werden durch personalisierte Inhalte in sogenannte „Echokammern“ geleitet, in denen ihre bestehenden Überzeugungen verstärkt und radikalisiert werden. Ein anfänglich harmloses Interesse an politischen, religiösen oder ökonomischen Themen kann so schrittweise zu extremistischen Weltanschauungen führen. Diese Radikalisierung erfolgt oft unmerklich und macht es für Betroffene schwer, den schleichenden Prozess zu erkennen.

Literaturhinweise

Barberi, A., & Zolles, C. (Hrsg.) (2024). Extremismus. ZUKUNFT 09/2024: Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur. Editorial und einige Beiträge online. https://diezukunft.at/editorial-zukunft-09-2024-extremismus-von-alessandro-barberi-und-christian-zolles/

Ebner, J. (2019): Radikalisierungsmaschinen. Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren. Suhrkamp.

Ebner, J. (2023). Massenradikalisierung. Wie die Mitte Extremisten zum Opfer fällt. Suhrkamp.

Fuhrmann, M. (2019). Antiextremismus und wehrhafte Demokratie. Kritik am politischen Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Nomos.

Holzer, W. I. (1994). Rechtsextremismus. Konturen, Definitionsmerkmale und Erklärungsansätze. In Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) (Hg.). Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus. Deuticke, 12–96.

Jaschke, H.-G. (2006). Politischer Extremismus. VS Verlag.

Jesse, E., & Mannewitz, T. (Hg.) (2018). Extremismusforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. Nomos.

Klafki, W. (2007). Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. Beltz.

Lang, I. (2025). Künstliche Intelligenz und politischer Extremismus. Ein Überblick. Springer VS.

Linz, J. J., & Stepan, A. (1978). The Breakdown of Democratic Regimes: Europa. Johns Hopkins University Press.

Mühlhoff, R. (2025). Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus. Reclam.

Neugebauer, G. (2008). Extremismus – Linksextremismus – Rechtsextremismus Begriffsdefinitionen und Probleme. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/themen/linksextremismus/dossier-linksextremismus/33591/extremismus-linksextremismus-rechtsextremismus/

Pfahl-Traughber, A. (2020). Extremismus und Terrorismus in Deutschland. Die Feinde der pluralistischen Gesellschaft. Kohlhammer.

Reinemann, C., Nienierza, N. F., Riesmeyer, C., & Neumann, K. (2019). Jugend – Medien – Extremismus: Wo Jugendliche mit Extremismus in Kontakt kommen und wie sie ihn erkennen. Springer VS.

Salzborn, Samuel (2025). Antisemitismus und Rechtsextremismus. Vom Verschwörungsmythos zum Vernichtungswahn. Nomos.

Downloads

Veröffentlicht

20.03.2026

Zitationsvorschlag

Barberi, A., & Serloth, B. (2026). Editorial 01/2026: Soziale Medien und Extremismus. Medienimpulse, 64(1), 24 Seiten. https://doi.org/10.21243/mi-01-26-28

Am häufigsten gelesenen Artikel dieser/dieses Autor/in

1 2 3 4 5 6 7 8 9 > >>