Von Medien, Übertragungen und Automaten

Pierre Bourdieus Bildungssoziologie als praxeologische Medientheorie. Teil 1

  • Alessandro Barberi
Schlagworte: bourdieu, medien, diskurse, akteure, habitus

Abstract

Im Zuge der Debatten zum Medialen Habitus wurde vielfach betont, dass die >Theorie der Praxis< von Pierre Bourdieu aus unterschiedlichen Gründen als Referenz medienpädagogischer Argumentationen und Ansätze herangezogen werden kann. Weniger oft wurde dabei betont, dass sich die Bourdieusche Bildungssoziologie selbst als eine Medientheorie begreifen lässt. Dabei zeigt eine eingehende Auseinandersetzung mit den Schriften Bourdieus, dass er an mehreren Stellen den Begriff des Mediums verwendet hat und mithin von einer >praxeologischen Medientheorie< des Medialen Habitus avant la lettre gesprochen werden kann. Dieser Artikel untersucht – ausgehend von den Debatten zur "Medienkompetenz" – wie Bourdieu Sprache, Sprechen und Diskurs, sowie Akteure, Felder und Habitus als Medien begreift und betont dabei die Nützlichkeit der Bourdieuschen Bildungssoziologie im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Grundlegung der Medienpädagogik.
Veröffentlicht
2016-06-21
Zitationsvorschlag
Barberi, A. (2016). Von Medien, Übertragungen und Automaten. Medienimpulse, 51(4). Abgerufen von https://journals.univie.ac.at/index.php/mp/article/view/mi605