Rezension: "Woher wir kommen. Literatur und Herkunft" von Cornelius Mitterer und Kerstin Putz (Hg.)
DOI:
https://doi.org/10.21243/mi-04-25-03Schlagworte:
Literaturgeschichte, Österreichische Gegenwartsliteratur, Sozialgeschichte, Migration, Heimat/literarische DarstellungAbstract
Die vorliegende Rezension beleuchtet den Begleitband Woher wir kommen. Literatur und Herkunft der gleichnamigen Ausstellung des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek (zu sehen von April 2025-Februar 2026). Im Zentrum steht die Frage, wie soziale Herkunft, Klasse und Migration literarisch, insbesondere im Rahmen autosoziobiografischer und autofiktionaler Erzählformen, verhandelt werden. Die Ausstellung entfaltet ein thematisch und medial vielschichtiges Panorama, das literarische Beiträge, persönliche (Erinnerungs-)Objekte, theoretische Reflexionen und interaktive Formate umfasst. Diese eröffnen einen diskursiven Raum, in dem Herkunft als individuelles wie gesellschaftliches Konzept sichtbar werden kann. Besonderes Augenmerk gilt der „Galerie der Dinge“ sowie der transkulturellen Perspektive, die neben österreichischen auch internationale Autorinnen und Autoren einbindet. Der Begleitband überzeugt als eigenständiges literarisches Werk, das die museale kulturtheoretische Auseinandersetzung ideal vertieft. Insgesamt zeigt die Rezension, wie Literatur zum Medium gesellschaftlicher Selbstverortung wird und Herkunft nicht als statische Identität, sondern als dynamisches, erzählbares, verhandelbares Konzept erfahrbar macht.
Literaturhinweise
Verlag: Paul Zsolnay Verlag
Erscheinungsort: Wien
Erscheinungsjahr: 2024
ISBN: 978-3-552-07547-4
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