Die Zumutung des Glücks. "Pluribus" und die Frage nach dem Preis des Wir

Eine medienpädagogische Rezension

Autor/innen

  • Helmut Pecher KPH Wien

DOI:

https://doi.org/10.21243/mi-01-26-05

Abstract

Pluribus ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Dramaserie aus dem Jahr 2025, die auf Apple TV+ veröffentlicht wurde. Die erste Staffel umfasst neun Episoden. Ausgangspunkt der Handlung ist ein außerirdisches Signal, das eine globale Transformation auslöst: Fast die gesamte Menschheit verschmilzt zu einem kollektiven Bewusstsein, in dem Gedanken, Wissen und Emotionen geteilt werden. Im Zentrum der Erzählung steht eine kleine Gruppe von Menschen, die gegen diese Transformation immun bleibt und dadurch zur irritierenden Ausnahme in einer Welt ohne Außen wird. Aus dieser Konstellation heraus verhandelt die Serie Fragen nach Individualität, Freiheit und gesellschaftlicher Ordnung. Serienschöpfer ist Vince Gilligan, der vor allem durch die Serien Breaking Bad und Better Call Saul international bekannt wurde. Mit Pluribus wendet er sich einem explizit philosophisch und gesellschaftstheoretisch angelegten Science-Fiction-Stoff zu, der weniger auf Spannung oder Gewalt als vielmehr auf ethische, mediale und politische Grundfragen setzt.

Literaturhinweise

Bourdieu, P. (1982). Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (22. Aufl., Bd. 658). Suhrkamp.

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Luhmann, N. (1984). Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (1. Auflage). Suhrkamp.

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Sennett, R. (2004). Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität (14. Aufl. - Ungekürzte Ausg). Fischer.

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Veröffentlicht

21.03.2026

Zitationsvorschlag

Pecher, H. (2026). Die Zumutung des Glücks. "Pluribus" und die Frage nach dem Preis des Wir: Eine medienpädagogische Rezension. Medienimpulse, 64(1), 14 Seiten. https://doi.org/10.21243/mi-01-26-05

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Pädagogisches Material

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