Das Ende der Erziehung?

Was die alte Welt von Australiens Medienverboten lernen kann

Autor/innen

  • Thomas Knaus PH Heidelberg | Frankfurt UAS

DOI:

https://doi.org/10.21243/mi-04-25-11

Schlagworte:

medienerziehung, Medienpädagogik, medien und schule, bildungspolitik, social media, digitale schule, digitale medienbildung, mediensozialisation, interview

Abstract

Derzeit wird in den deutschsprachigen Ländern – wie in vielen anderen Ländern – ein Handyverbot an Schulen sowie ein Social-Media-Verbot für Kinder beziehungsweise eine Altersgrenze für Jugendliche diskutiert. Während Österreich seit 2025 ein bundesweites Handyverbot für die ersten acht Schulstufen eingeführt hat, setzen in der Schweiz vor allem einzelne Kantone auf restriktivere Regelungen, gestützt durch eine breite gesellschaftliche Zustimmung. In beiden Ländern wird – ebenso wie in Deutschland – über stärkere Regulierungen und technische Altersverifikationen in sozialen Medien diskutiert. Diese Diskussionen stehen exemplarisch für die wachsende Verunsicherung im Umgang mit digitalen Medien in Kindheit und Jugend – und zugleich für die Frage, ob Reglementierungen an die Stelle pädagogischer Auseinandersetzung treten sollen.

Ein Blick nach Australien, das als eines der ersten Länder weltweit weitreichende Handy- und Social-Media-Verbote eingeführt hat, kann helfen, diese Entwicklungen im deutschsprachigen Raum kritisch einzuordnen. Just dieses Ziel verfolgt der vorliegende Beitrag.

Autor/innen-Biografie

Thomas Knaus, PH Heidelberg | Frankfurt UAS

Prof. Dr. phil. Thomas Knaus ist Professor für Medienbildung an der Heidelberg University of Education | PH Heidelberg, Wissenschaftlicher Direktor des FTzM in Frankfurt am Main und Honorarprofessor für Bildungsinformatik am Fachbereich Informatik & Ingenieurwissenschaften der Frankfurt UAS; zuvor war er als Universitätsprofessor für Allgemeine Erziehungswissenschaft in Erlangen-Nürnberg, Professor für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik an der Ludwigsburg University of Education | PH Ludwigsburg sowie u. a. an der Universität Wien als Visiting Professor tätig; seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u. a. der digitale Wandel in Bildungseinrichtungen, die schulische Medienpädagogik, medienpädagogisches Making, die wissenschaftstheoretische und methodologische Fundierung der Medienpädagogik sowie KI in Schule und Hochschule; er engagiert sich u. a. im Lenkungskreis der Initiative KBoM, im erweiterten Vorstand der GMK, der Fachgruppe Schule sowie als Sprecher der Fachgruppe Qualitative Forschung. www.thomas-knaus.de | knaus@ph-heidelberg.de

Literaturhinweise

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Veröffentlicht

21.12.2025

Zitationsvorschlag

Knaus, T. (2025). Das Ende der Erziehung? Was die alte Welt von Australiens Medienverboten lernen kann. Medienimpulse, 63(4), 12 Seiten. https://doi.org/10.21243/mi-04-25-11

Ausgabe

Rubrik

Bildung und Politik