Bd. 64 Nr. 3 (2026): Medienpädagogik und Kybernetik
Angesichts der zunehmenden Verbreitung von E-Learning-Technologien stellt sich nach wie vor die Frage, ob die Wissenschaft der Kybernetik nur eine Episode oder ein Versuch zur falschen Zeit war. Dabei wurden strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Erziehungs- und Steuerungsprozessen im Bildungssystem und kybernetische Denkfiguren immer wieder deutlich. Schon in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren sorgte die Kybernetik im Wettstreit der Systeme im Osten wie im Westen für Furore, indem sie den Anspruch erhob, Lehr- und Lernprozesse mittels informationstheoretischer Perspektiven auf ein „exaktes Fundament“ zu stellen und mit Hilfe von Lerntechnologien und „programmiertem Unterricht“ das menschliche Bewusstsein an die neuen Technologien anzupassen. Deshalb hat sich die Redaktion der MEDIENIMPULSE entschlossen, dem Thema Medienpädagogik und Kybernetik eine eigene Ausgabe zu widmen.

