Algorithmische Leere? Narrative Fragmentierung und digitale Erzählformen auf TikTok als Gegenstand schulischer Medienbildung
DOI:
https://doi.org/10.21243/mi-02-26-14Schlagworte:
Deutschunterricht, Unterricht, Deutschdidaktik, Mediendidaktik, TikTok, ErzählenAbstract
Der Text stellt eine Unterrichtseinheit für die Klassen 9/10 vor, in der TikTok-Videos im Deutschunterricht analysiert werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob TikTok einen Verlust klassischer Erzählkunst bedeutet oder ob dort neue, digitale Formen des Erzählen entstehen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen ausgewählte TikTok-Clips im Hinblick auf Handlung, Figuren, Ästhetik, Aufmerksamkeit und Plattformlogik. Anschließend vergleichen sie diese mit einer literarischen Kurzgeschichte, um Unterschiede zwischen klassischem und digitalem Erzählen sichtbar zu machen. In einer produktiven Phase erstellen die Lernenden eigene Kurzvideos mit bewusster narrativer Struktur. Dadurch reflektieren sie, wie Geschichten auch in sehr kurzen, multimodalen Formaten erzählt werden können. Der Text betont insgesamt, dass TikTok nicht pauschal als oberflächlich oder „leer“ bewertet werden sollte, sondern als Medium, das über Bild, Ton, Trends, Performance und algorithmische Sichtbarkeit eigene Formen von Bedeutung erzeugt.
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